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11.02.2027_EYES TO THE SUN

Leo Genovese (Klavier)
Camila Nebbia (Saxophon)
Alfred Vogel (Schlagzeug)

Bei „Eyes to the Sun“ treffen drei unverwechselbare musikalische Stimmen in einem Dialog von seltener Sensibilität und Tiefe aufeinander. Der argentinische Pianist Leo Genovese, Grammy-Preisträger und langjähriger Klangforscher, der unter anderem mit Wayne Shorter, Joe Lovano und Jack De Johnette gespielt hat, tut sich mit der argentinischen Saxophonistin Camila Nebbia und dem österreichischen Schlagzeuger Alfred Vogel zusammen – beide stehen an der Spitze der heutigen europäischen Improvisationsszene –, um ein Album zu schaffen, das zwischen unerwarteter Form und spontaner Entdeckung schimmert.

Die Musik entfaltet sich mit stiller Intensität – eine Konstellation aus Texturen, Gesten und lyrischen Fragmenten, die gerade noch jenseits der Definition zu schweben scheinen. Genoveses Klavier spricht in wechselndem Licht, mal kontemplativ, mal explosiv; Nebbias Saxophon bewegt sich zwischen Flüstern und Schrei und zeichnet Linien der Verletzlichkeit und des Widerstands nach; Vogels Schlagzeugspiel haucht dem Ensemble Raum ein und verankert den Puls gleichermaßen, wie er ihn wieder loslässt.

Aufgenommen in einer Atmosphäre des aufmerksamen Zuhörens und der offenen Improvisation in Buenos Aires im Dezember 2023, spiegelt „Eyes to the Sun“ ein gemeinsames Bekenntnis zur Präsenz wider. Das Zusammenspiel des Trios lässt Landschaften erahnen – innere und äußere –, in denen Stille Teil der Musik wird und Klang zu einer Form des Gesprächs. Das Ergebnis ist eine Aufnahme von poetischer Zurückhaltung und strahlender Freiheit – Musik, die den Zuhörer einlädt, nicht wegzuschauen, sondern hinzuschauen: hin zur Wärme, hin zum Bewusstsein, hin zur Sonne.

FREE JAZZ COLLECTIVE über „EYES TO THE SUN“ live beim Jazzfestival Saalfelden 2025 (freejazzblog.com):

Das kleine Theater ist voll mit Gästen im Parkett, während sich oben auf dem Balkon die Presse und VIPs zusammen mit anderen Musikern drängen. Wer keinen Platz an der Brüstung ergattert, hat kaum eine Sicht auf die Bühne. Ich stecke hinter dem schlaksigen Schlagzeuger Leif Berger fest. Glücklicherweise ist die wunderbar lebhafte und dynamische Darbietung laut und wild genug, um die Fantasie zu beflügeln (und Leif geht schließlich in die Hocke, sodass ich etwas sehen kann!). Gelegentliche Blicke lassen mich erahnen, wie Leo lebhaft über das gesamte Tastenspektrum seines Klaviers springt, wie Camila ihr Saxophon mit voller Kraft rockt und wie Alfred tief versunken mit Geschwindigkeit und Anmut um sein Schlagzeug schwebt. Dieser verrückte, atonale Ausraster ist auf die beste, befriedigendste Art düster und herausfordernd.

Leos schnelle Tastenläufe zusammen mit Camilas rasanten Trillern sind rasend und fügen sich nahtlos ineinander. Crescendos werden passend auf Alfreds drei Becken betont; außerdem erkundet er in den ruhigeren Momenten eine Reihe verschiedener Perkussionsartikulationen, darunter Bongos, Gummischlägel und kleine Gegenstände.

Alfred erzählt uns, dass bei ihm im Jahr 2023 akute Leukämie diagnostiziert wurde und dass die Band, die gerade erst Aufnahmen gemacht hatte, beschloss, ihr Album auf jeden Fall zu veröffentlichen. Songtitel wie „Glint“ und „Glow“ erinnern an die Desorientierung, die man empfindet, wenn man direkt in die Sonne blickt. Es scheint, wie Alfred sagt, als wolle das Universum, dass er „zurückkommt“. Darauf folgt lauter Applaus. Leo holt eine Klarinette hervor, und schon geht es mit voller Kraft in die zweite Runde. Ein Duell der Holzblasinstrumente und ein superschneller Groove von Alfred – rasantes, knackiges Schlagzeugspiel, begleitet von flatterndem, stotterndem Saxophon und Klarinette. Diese Gruppe lässt nicht locker, und niemand scheint zu bemerken, dass es 23:30 Uhr in den österreichischen Alpen ist und nicht in irgendeinem schäbigen kleinen Keller in New York.

https://www.boomslang-records.com/releases/eyes-to-the-sun

Foto © privat

09.03.2027_STAX

Reza Askari (Kontrabass)
Matthew Halpin (Tenorsaxophon)
Bertram Burkert (Gitarre)
Max Stadtfeld (Schlagzeug)

Mit STAX hat der Leipziger Schlagzeuger und Komponist Maximilian „Max“ Stadtfeld eine Band geschaffen, die zu den spannendsten Stimmen des zeitgenössischen europäischen Jazz zählt. Das Quartett verbindet lyrische Offenheit, rhythmische Raffinesse und eine ausgeprägte Freude am gemeinsamen musikalischen Erzählen.

Seit dem Debütalbum Stax (ACT Music, 2019) hat sich die Formation kontinuierlich weiterentwickelt. Es folgten Suboptimal (Klaeng Records, 2022) und zuletzt Fancy Future (Boomslang Records, 2024), ein Album voller Zuversicht und klanglicher Fantasie, das einen optimistischen Gegenentwurf zu einer zunehmend komplexen Welt entwirft.

Im Zentrum steht Stadtfelds unverwechselbare kompositorische Handschrift: melodisch, verspielt und stets offen für spontane Entwicklungen. Gemeinsam mit dem irischen Saxophonisten und Flötisten Matthew Halpin, dem Gitarristen Bertram Burkert und dem Bassisten Reza Askari entsteht ein Bandsound, der gleichermaßen transparent wie kraftvoll wirkt. Die vier Musiker begegnen sich mit großer Aufmerksamkeit und lassen ihre Stücke in jedem Konzert neu entstehen.

STAX bewegt sich mühelos zwischen modernem Jazz, kammermusikalischer Feinheit und energiegeladenen Improvisationen. Die Musik lebt von intensiver Interaktion, überraschenden Wendungen und einer großen stilistischen Offenheit. Dabei entsteht eine Klangsprache, die zeitgenössisch und eigenständig ist – voller Wärme, Dynamik und erzählerischer Tiefe.

Max Stadtfeld STAX, Fancy Future
Boomslang Records/ boomslangrecords.bandcamp.com

Max Stadtfeld STAX – Fancy Future (Cover)Zum dritten Album „Fancy Future“ des Leipziger Schlagzeugers Max Stadtfeld und seinem Quartett STAX gibt es ein Comicbuch, gezeichnet von Ebony Schneeweiß. Der Rezensent kennt dieses Buch nicht. Wenn die Bildergeschichte aber genauso schrullig-verträumt ist wie die Musik auf „Fancy Future“, will man irgendwann beides auch mal relaxt hören und schauen. Stadtfelds Musik mit ihm, Matthew Halpin (Saxofon), Reza Askari (Bass) und Bertram Burkert (Gitarre), entwickelt jedenfalls einen warmen Melos, der einen die Augen schließen lässt, sie besitzt gleichzeitig diesen emotionalen Cry, der einen oftmals doch wieder wachrüttelt, und hat einen zupackenden Groove, der einen nicht mehr loslassen will. Die vier interagieren auf Augenhöhe, vieles scheint aus dem Augenblick heraus zu entstehen und besitzt dieses Moment, sich fest im Jetzt verorten zu wollen. Die Produzentenhandschrift von Alex Binder trägt das Ihre dazu bei, dass die acht Songs ganz direkt und so überhaupt nicht nach Jazz klingen. Wow!

Text: Martin Laurentius, Jazz thing 154

www.maxstadtfeld.de

Foto © Lukas Diller

04.04.2027_DaughterDaughter

Amalie Dahl (Saxophon)
Camila Nebbia (Saxophon)
Sun-Mi Hong (Schlagzeug)
Elisabeth Coudoux (Cello)

DaughterDaughter nennt sich ein kollaboratives Quartett, das mit vier Improvisationskünstlerinnen aus Oslo, Berlin, Köln und Amsterdam besetzt ist.

Die in Dänemark geborene und in Oslo lebende Altsaxofonistin Amalie Dahl steht für einen eigenen und persönlichen Zugang zur gleichermaßen freien wie tonal gebundenen Improvisationsmusik, in der sie ihr energiegeladenes Spiel oftmals in emotionale Sounds verdichtet. Ähnliches lässt sich über die in Berlin lebende und in Buenos Aires geborene Tenorsaxofonistin Camila Nebbia sagen. In ihren Projekten verarbeitet sie Themen wie Identität, Migration und Integrität als eindringlich-drängende Improvisationsmusik.

Die Kölnerin Elisabeth Coudoux hat auf ihrem Instrument, dem Cello, zu einem eigenen Personalstil gefunden, in dem sie unter anderem Geräuschhaftes mit Melodischem kombiniert. Und die in Südkorea geborene, in Amsterdam lebende Schlagzeugerin Sun-Mi Hong fühlt sich dann am Wohlsten, wenn sie sich mit ihrem ausdifferenzierten Drumming zwischen konkretem Beat und offenem Pulsieren wiederfindet.

Foto © Dovile Sermokas

12.12.2025_TSOMBANIS4

Das Konzert findet diesmal außerplanmäßig am Freitag, dem 12. Dezember 2025, statt!

BR-KLASSIK Live-Mitschnitt

Anna Tsombanis (Tenorsaxophon)
Beate Wiesinger (Kontrabass)
Andreas Waelti (Kontrabass)
Herbert Pirker (Schlagzeug)

TSOMBANIS4 heißt das brandneue Projekt der gefeierten Wahlwiener Tenorsaxophonistin Anna Tsombanis, welche sich bereits mehrfach als Liebhaberin der tiefen Töne geoutet hat. So erstaunt es nicht, dass sie gerade das untere Register in ihrem Quartett erweitert hat und diesem viel Platz einräumt. Denn was ist besser als ein Kontrabass? Zwei Kontrabässe! Dafür holt sie sich neben dem Schweizer Bassisten Andreas Waelti noch die Österreichische Bassistin Beate Wiesinger hinzu.

Zwei Kontrabass-Sounds, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, getragen durch das energetische Spiel von Herbert Pirker am Schlagzeug und abgerundet durch den vollen und warmen Tenorsound von Anna Tsombanis, ergeben ein genussvolles Hörerlebnis der ganz besonderen Art.

Die Kompositionen der Saxophonistin bewegen sich von sanften meditativen Klängen bis hin zu wilden freien Passagen. Das Endprodukt ist eine explosive Mischung aus spontaner Kommunikation und energiegeladenem Spiel, in der die Wurzeln des traditionellen Jazz noch immer zu hören sind.

unitrecords.com/artists/tsombanis4/
instagram.com/annatsombi/
facebook.com/anna.tsombanis

Foto © Julia Freytag

In Kooperation mit BR-KLASSIK

Fotos © Robert Fischer

Fotos © Guillermo Luz Y Graf

11.11.2025_FLUT

Christopher Kunz (Sopran-/ Tenorsaxophon)
Isabel Rößler (Kontrabass)
Samuel Hall (Schlagzeug)

2015 von Kontrabassistin Isabel Rößler und Saxophonist Christopher Kunz in Nürnberg gegründet, kreiert FLUT mit Schlagzeuger Samuel Hall eine eindringliche Interpretation von Free Jazz, die in langen Bögen, mutierenden Texturen und starken Kontrasten, einen Sog aus geräusch- und songhaften Momenten entwickelt. FLUT zieht mit außergewöhnlicher Klangdichte, Gestaltungswille und Intuition das Publikum in ihren Bann und schafft dabei eine Atmosphäre, die gleichermaßen fordernd wie faszinierend ist.

„Diese Musik ist konstruktiv, ein tiefes Statement einer nächsten Generation, die nicht kopieren will, sondern eine Historie weiterschreibt in den wenigen besten Fällen. Flut ist so ein bester Fall, weil eine verbindende und einladende Lust vorgeführt wird in einer Zeit der Isolation und der gedanklichen Fragmentierungen, die sich hinter sozialen Medien etc. verbergen. Die Fähigkeiten des Saxofonisten Christopher Kunz scheinen unbegrenzt, doch geht es nicht darum, sie vorzuführen. Eher geht es darum, sie in einem größeren Diskurs beiläufig aufscheinen zu lassen.“

„Diese Musik lädt ein zum Staunen, zum Dabeisein, zum Spaß am Detail, zum Reingehen in einen Mikrokosmos, der wächst mit jeder Begegnung. Sie verliert sich nicht im Eskapismus, stattdessen ist sie schön und immer schöner. Sie spricht eine Einladung aus, etwas zu entdecken. Diese Band ist wie ein Organismus, der Impulse sendet, die weiter und immer weiter führen“

Ulrich Steinmetzger

www.flut.bandcamp.com
www.facebook.com/flut3
www.christopherkunz.net/flut

Foto © Dovile Sermokas

Foto © Robert Fischer

14.10.2025_Kaiser Pommes

Kasper Tranberg (Trompete)
Asger Nissen (Altsax)
Thorbjørn Stefansson (Kontrabass)
Oli Steidle (Schlagzeug)

Kaiser Pommes ist das brandneue Quartett des dänischen Trompeters Kasper Tranberg und des in Berlin lebenden dänischen Saxophonisten Asger Nissen. Zusammen mit dem deutschen Schlagzeuger Oli Steidle und dem dänischen Bassisten Thorbjörn Stefansson, der auch in Berlin lebt, vereint sich in diesem explosiven Treffen die Jazzszene Kopenhagens und Berlins.

Mit dem Fokus auf weitreichenden Improvisationsstrategien und hybriden Beats verweben Kaiser Pommes die musikalischen Visionen von Tranberg und Nissen. Die unterschiedlichen Ansätze der Musiker zeugen von einem interessanten, agilen und frischen Aufeinandertreffen zweier musikalischer Generationen. Seit ihrem Debütkonzert beim Jazzfestival Kopenhagen 2023 tourte die Band durch Deutschland und veröffentlichte im September 2024 ihr erstes Album.

Kasper Tranberg
Kasper Tranberg gehört zur absoluten Elite der europäischen Trompeter:innen. Sein herzliches und meisterliches Spiel konnte man in den unterschiedlichsten Konstellationen und Situationen erleben. Tranberg hat mit Künstler*innen wie Yusef Lateef, Tim Berne, Tyshawn Sorey, Dave Liebman, Marc Ducret, Django Bates, Marilyn Mazur, Chris PoKer, Alexander von Schlippenbach und vielen anderen zusammengearbeitet.

Asger Nissen
Asger Nissen ist ein dänischer Saxophonist, der seit 2017 in Berlin lebt. Mit seinem starken, persönlichen Sound, der komplexe, agile melodische Strukturen mit emotionalem Ausdruck und rauer Ästhetik vereint, hat er sich einen Namen auf der europäischen Jazzszene gemacht. Er hat mit Künstler:innen wie Jim Black, Jeff Ballard, Petter Eldh, Loren Stillman, Christopher Dell, Pablo Held, Rudi Mahall, Uli Kempendorff, Jonas Burgwinkel etc. zusammengearbeitet. Im Jahr 2021 wurde er mit dem „JIB Jazzprize“ als „Herausragender Solist“ ausgezeichnet.

Thorbjørn Silas Stefansson
Seit seiner Ankunft in Berlin im Jahr 2019 hat sich der dänische Bassist Thorbjørn Stefansson in Rekordzeit in der deutschen und europäischen Jazzszene etabliert. Er hat mit renommierten Künstler:innen wie Loren Stillman, Julia Hülsmann, Kit Downes, Ronni Graupe, Jim Black, George Garzone und Jacky Terrasson zusammengespielt. Im Jahr 2022 wurde er mit dem „JIB Jazzprize“ als „Herausragender Solist“ ausgezeichnet.

Oliver Bernd Steidle
Seit 20 Jahren ist Oliver Bernd Steidle ein unverzichtbarer Name der deutschen Jazzszene. Als Bandleader und Sideman hat er mit Peter Evans, Peter Brötzmann, Alexander von Schlippenbach, Rudi Mahall, Frank Möbus, Robert Landfermann, Philipp Gropper, Dan Nicholls, Ronni Graupe etc. gespielt. Er hat den deutschen Schlagzeugstil maßgeblich geprägt. 2022 wurde er mit einem Deutschen Jazzpreis als „Schlagzeuger des Jahres“ ausgezeichnet.

http://www.asgernissen.com
http://www.kaspertranberg.com

Fotos © Guillermo Luz Y Graf

Fotos © Wolfgang Schön

09.09.2025_Christoph Irniger Quartett

Christoph Irniger (Tenorsaxophon)
Dave Gisler (Gitarre)
Demian Cabaud
(Kontrabass)
Ziv Ravitz (Schlagzeug)

„Die Musik hat etwas sehr Zeitgemässes, Klangräume einer Welt, die aus den Fugen ist, und im gleichen Zug etwas Überzeitliches, das einem Halt gibt und Trost.“ Peter Haffner

Das Christoph Irniger Trio wird in seiner neusten Ausgabe durch den unverzichtbaren Gitarristen von Irniger’s Quintett Pilgrim, Dave Gisler, erweitert. Die Tondichtungen des Bandleaders erhalten dadurch eine neue Ebene, wobei sie so noch deutlicher das Melodiöse feiern, ohne je ins Triviale zu verfallen. Sie zeigen, dass die eingängige Melodie und eine komplexe Klangwelt einander nicht ausschließen müssen, sondern erst richtig zur Geltung bringen können. Es besticht dabei die sorgfältige Orchestrierung und die Art, wie in der Musik von Christoph Irniger die Improvisation die Komposition verdeutlicht. Das Quartett vermag Melodie, Arrangement, Improvisation zu einem stimmigen und verführerischen Ganzen zu verbinden.

Christoph Irniger gründete 2011 die Band als Trio mit Raffaele Bossard am Kontrabass und Ziv Ravitz am Schlagzeug und hat bisher drei exemplarische Alben vorgelegt. Auf dem zuletzt erschienenen Album Open City (2020) wurde die Band durch den Saxophonisten Loren Stillman und den Posaunisten Nils Wogram ergänzt. In den folgenden Jahren war die Band mit Loren Stillman, Ben van Gelder oder Michael Attias unterwegs, wobei der argentinische Bassist Demian Cabaud immer wieder am Kontrabass mit dabei war. Für das neue Programm seit Frühling 2025 tritt die Band mit Dave Gisler als das Christoph Irniger Quartet auf. Die Musiker sind nicht nur eminente Techniker, sondern verstehen sich auch traumwandlerisch sicher aufs Interplay und schaffen dabei eine Musik, die Verstand und Leidenschaft vereint, zeitlos und auf der Höhe der Zeit.

„Ein pures Vergnügen, diese Band!“
 Stef Rohrbach, Jazz n‘ More (CH)

„This music has something of a lacerating quality of a masterpiece. (…) a delightful ensemble sound that is full of energetic excitement, brilliance and the genuine avant-garde spirit.“
Raul da Gama, JazzDaGama (CA)

Christoph Irniger – Tenor Saxophon, geb. 1979, ist ein Schweizer Saxophonist, Komponist und Bandleader. Laut der NZZ am Sonntag zählt er „zweifellos zu den grössten Talenten seiner Generation“. Irniger hat sich in den letzten Jahren in unterschiedlichen Formationen zwischen Jazz, Rock und verwandten Musikstilen profiliert. Er ist Leader der Bands Pilgrim und seinem Trio, von welchen bis anhin insgesamt sieben Tonträger erschienen sind. Daneben ist er zur Zeit mit dem Pianisten Marc Perrenoud und dem Swiss Jazz Orchestra unterwegs. Von 2000 – 2006 studierte Irniger an den Jazzschule Zürich Musikpädagogik und an der Musikhochschule Luzern Performance bei Christoph Grab und Nat Su. Sein Werk ist bis anhin auf über 20 Tonträgern dokumentiert. Konzerte und Tourneen führten ihn durch Europa, nach Asien und den USA und er spielte mit Musikern, wie u.A.: Ohad Talmor, Nasheet Waits, Dan Weiss, Vinnie Sperrazza, Michael Bates, Dave Douglas, Chris Lightcap, Nils Wogram, Claudio Puntin oder Stefan Rusconi. Irniger unterrichtet an der Musikschule Konservatorium Zürich.

Dave Gisler – Gitarre, geboren 1983, wurde von seinen Eltern privat unterrichtet und nahm bei seinem Vater ab dem 8. Lebensjahr klassischen Gitarrenunterricht. Mit 23 Jahren absolvierte er die Musikhochschule Luzern Fak. III, wo er u.a. von Kurt Rosenwinkel unterrichtet wurde. Er ist Preisträger der Heinrich Danioth-Stiftung für einen viermonatigen Atelieraufenthalt in New York und Gründer seiner eigenen Band Dave Gisler Trio. Daneben tritt er regelmässig in verschiedenen Bands auf wie zum Beispiel Christoph Irniger Pilgrim, Samir Böhringer Meta Zero oder This is Pan. Er spielte Konzerte mit zahlreichen Musikern aus dem In- und Ausland wie z.B. Nasheet Waits, Dave Douglas, Ohad Talmor, Peter Frei, Nat Su, Heiri Känzig oder Lucas Niggli. Neben seiner musikalischen Tätigkeit unterrichtet er an der Hochschule Luzern.

Demian Cabaud – Kontrabass, geboren 1977, zog nach einem Abschluss am Instituto Tecnológico de Música Contemporánea in Buenos Aires 2001 mit einem Stipendium des Berklee College of Music nach Boston, wo er 2003 einen weiteren Abschluss machte. Nach einer Tournee zog Cabaud 2004 nach Portugal, wo er zunächst in Lissabon und seit 2013 in Porto lebt. Er arbeitete mit Musikern wie Mark Turner, Seamus Blake, Perico Sambeat, Maria Schneider, Gilad Hekselman, Bill Carrothers, Bernardo Sassetti, Albert Sanz, Maria Rita, Theo Bleckmann, Sheila Jordan, Gerald Cleaver, Francisco Mela, Ari Hoenig, Ferenc Nemeth oder John Hollenbeck. Seit vielen Jahren ist Cabaud Mitglied des großformatigen Orquestra Jazz de Matosinhos. Er hat auf mehr als 70 Platten mitgewirkt und unterrichtet am Konservatorium von Porto und im Siena Jazz Master Programm in Italien.

Ziv Ravitz – Schlagzeug, geboren 1976 in Beer-Sheva (Israel), begann im Alter von 9 Jahren mit Schwerpunkt Schlagzeug zu musizieren. Im Sommer 2000 zog er zur Erweiterung seiner Fähigkeiten in die USA und schloss 2004 die Berkelee School of Music mit einem Jazz-Kompositionsstudium ab. Regelmässige Auftritte mit Lee Konitz, Avishai Cohen, Dominic Miller, Yaron Herman. Regelmässige Tourneen in der ganzen Welt und spielte mit Musikern wie Hal Crook, Joel Frahm, Joe Lovano, Tomasz Stanko, Ralph Alessi, George Garzone, Ben Monder, Aaron Goldberg, Aaron Parks und Esperanza Spaulding. Heute lebt Ziv in New York City, zählt dort zu den gefragtesten Schlagzeugern und ist eine wichtige Kraft in der israelischen Jazz-Bewegung.

https://christophirniger.com

Fotos © TJ Krebs

Fotos © Guillermo Luz Y Graf

08.07.2025_CHEEL

Max Andrzejewski (Schlagzeug)
Paul Jarret (Gitarre)
Luise Volkmann (Saxophon)

CHEEL mit Luise Volkmann (Saxophon), Max Andrzejewski (Schlagzeug) und Paul Jarret (Gitarre) wurde 2023 gegründet, als Volkmann auf dem Jazzfest Hannover freie Hand für eine neue Besetzung hatte.

Das Trio spielt eine überzeugende Mischung aus einfachen Folksongs und improvisierten Klangcollagen. Alle Bandmitglieder sind sowohl Instrumentalisten als auch hervorragende Komponisten und haben bereits für große Formationen geschrieben. Im Zusammenspiel des Trios verdichtet sich dieses Wissen um Instrumentierung und Form zu einer energiegeladenen und doch fragilen Performance, die zutiefst emotional ist.

Video:

Die Idee des Projekts ist es daher, spielerische Eleganz in der Musik darzustellen und vor allem das Publikum auf eine energetische, fließende Reise mitzunehmen.

Foto © Niclas Weber

Fotos © Robert Fischer

Fotos © Guillermo Luz Y Graf

10.06.2025_Wanja Slavin: libelle

Wanja Slavin (Saxophon, Synth, Klavier)
Johannes Lauer (Klavier, Posaune)
Bertram Burkert (Gitarre)
Lucy Liebe (Bass, Gitarre, Synth)
Maximilian Stadtfeld (Schlagzeug)

Nach Jahren intensiver Studioarbeit, in denen Wanja Slavin zahlreiche Alben produzierte und für verschiedene Orchester und Big Bands komponierte, vollzieht der Saxophonist und Komponist eine erneute künstlerische Kehrtwende.

Die fortschreitende Entwicklung künstlicher Intelligenz und ihr zunehmender Einfluss auf die Musikproduktion – der diese immer stärker standardisiert und entmenschlicht – haben in ihm die Sehnsucht geweckt, sich wieder verstärkt der direktesten und lebendigsten Form musikalischen Ausdrucks zu widmen: der Improvisation. Mit seiner neuen Band geht Slavin konsequent diesen Weg. Die Musik ist energiegeladen und rhythmisch klar, dabei offen, vielschichtig und durchzogen von melancholischer Tiefe.

Slavin zählt seit Jahren zu den eigenständigsten Stimmen des europäischen Jazz. Er wurde u.a. mit dem ECHO Jazz, dem Neuen Deutschen Jazzpreis sowie dem BMW Welt Jazz Award ausgezeichnet. In den letzten Jahren war er mehrfach für den Deutschen Jazzpreis nominiert, 2025 erhält er den Jazzpreis Brandenburg.

www.wanja-slavin.de

Foto © Dovile Sermokas

Fotos © Robert Fischer

13.05.2025_Into the Big Wide Open

Eldar Tsalikov (Saxophon, Klarinette)
Valentin Gerhardus (Klavier, Live Sampling)
Felix Henkelhausen (Kontrabass)
Alfred Vogel (Schlagzeug)

An diesem Abend spielen Moritz Stahl (Saxophon) und Christian Weber (Kontrabass).

Alfred Vogel, Drummer und Macher des wundervollen Bezau Beatz Festivals, gibt sich hinterm Schlagzeug die Ehre: mit seiner augenzwinkernd selbst benannten „Avantgarde Boy Group“ aus Berlin (und einem viertel russischer Beteiligung).

Tsalikov, Henkelhausen und Gerhardus gehören zu einer um 25 Jahre jüngeren Riege und bringen derzeit viel frischen Wind in die europäische Impro-Szene. „Es ist mir eine grosse Freude, mit diesen jungen Musikern zu spielen – das hält fit und ist extrem inspirierend – auf allen Ebenen …“ so ein hochmotivierter Anfang 50er. INTO THE BIG WIDE OPEN hatten im Februar 2023 ihr Debut auf dem Partner Festival der Bezau Beatz – dem Porta Jazz Festival.

Komplett frei, ohne Netz und doppelten Boden wird hier drauf los improvisiert. Gelenkt wird das ganze von einem virtuellen 5. Bandmitglied: Valentin Gerhardus ist nicht nur ein ausgezeichneter Tasten Virtuose, sondern auch an den Reglern seines Laptops gibt er mittels Live-Samples aus Quellen seiner Mitmusiker dem ganzen einen kompositorischen Rahmen. Atmosphärisch, dicht und gleichermassen filigran kommen die musikalischen Abenteuer dieses Quartetts aufs Publikum zu und sorgen vor allem für Begeisterung jenseits Boy-Group-Genre-typischem Gekreische…

Foto © Cristina Marx

Vielen Dank an Robert Fischer für die großartigen Fotos vom Konzert.
© Robert Fischer

15.04.2025_Marie Krüttli Trio

Marie Krüttli (Klavier)
Lukas Traxel (Kontrabass)
Gautier Garrigue (Schlagzeug)

Auf ihrem neuen Album Scoria (benannt nach dem Lavagestein), das im Oktober bei Intakt erscheinen wird, erschafft das Trio um Marie Kruttli eine musikalische Landschaft, die lebendige, filmische Bilder hervorruft und durch verschiedene Klangwelten führt. Krütlis Kompositionen bewegen sich nahtlos zwischen kontrastierenden Texturen. Mal sind sie fliessend und ruhig wie Wasser, mal trocken und karg wie in der Wüste. Dann wieder bauen sich die Stücke zu gewaltigen, kathedralenartigen Gebilden auf, um kurz darauf wieder in introspektive Tiefen abzutauchen. Inspiriert von der Liebe, der Zeit und der Natur vermischen sich in Maries Stücken traumartige Passagen mit erdigen Rhythmen. Das Album Scoria verkörpert genau diese Dualität – feurig und unverwüstlich, aber auch fähig, lebensspendendes Wasser aufzunehmen. „Und während sie das Gefühl einer Live-Schleife schaffen,“ schreibt Kevin Le Gendre in den Liner Notes, „erfüllt Krüttlis Trio seine Mission, Musik zu machen, die auf dem Weg zu unbekannten Zielen gekonnt viele Grenzen überwindet. Scoria ist ein Album, das mit einem ganz eigenen Zeitgefühl geschaffen wurde, und das immer wieder gehört werden sollte.”

Marie Krüttli ist eine in Berlin lebende Schweizer Pianistin, Komponistin und Produzentin. Sie wurde in einem Schweizer Dorf in eine Musikerfamilie geboren und begann im Alter von 6 Jahren mit dem Klavierspiel. Sie studierte zunächst klassische Musik, bevor sie zum Jazz wechselte (später absolvierte sie ein Bachelor- und Masterstudium an der HEMU Lausanne und der HSLU Luzern). Marie hat zahlreiche Preise für ihre Auftritte und Kompositionen erhalten. Die Band, mit der sie bisher am häufigsten aufgetreten ist, ist ihr Trio (jetzt mit dem Bassisten Lukas Traxel und dem Schlagzeuger Gautier Garrigue), aber die Künstlerin arbeitet auch Solo und einem Projekt namens Dragon Life, das aus ihrer Arbeit als Produzentin hervorgegangen ist.

Der Schweizer Bassist Lukas Traxel hat mit Größen wie Colin Vallon, Elina Duni, Lionel Loueke, Kurt Rosenwinkel und vielen anderen gespielt… Der französische Schlagzeuger Gautier Garrigue spielte mit Größen wie Henri Texier, Seamus Blake, Uri Caine… In Frankreich wurde er mehrmals zum „Schlagzeuger des Jahres“ gewählt.

Quotes from musicians:
– This young lady is phenomenal – saxophonist David Murray (during ZKB Jazz Preis win)
– A true piano language and compositional language, this is great! – pianist Jason Moran
– This music has a patient and adventuresome flow, and a real band chemistry!! – pianist Aaron Parks
– She is fearless!! – pianist Pablo Held

Presse:
– Die unerschrockene Schweizerin, die in Berlin lebt, liebt am Instrument abenteuerliche Akkordfolgen, lyrisch-sparsame Momente und dichte Pianistik gleichermaßen. Unter ihren 13 Trio-Miniaturen sind mitreißende, rhythmische Themen („Thinky Hearts“ „Balthazard“), aber auch ungewöhnliche Klangbilder, insistierende Motivbildungen oder kontrastreiche mehrteilige Stücke. Das evoziert-gerade in der Abwechslung – starke Visionen filmischer, aber auch philosophischer Art. –  jazzthetik, Hans-Jürgen Schaal
– Die junge Pianistin unterstreicht eine Souveränität im Spiel, mit Technik und Intuition, Virtuosität und Emotion – Jazz n More
– Kruttli, coming classically from the exoteric realm of Anton Webern but with all the personality and tonality of Andrew Hill or Art Tatum, displays a distinctive, yet rapidly evolving, emotive language all her own. – All About Jazz
– Marie Kruttli affirme son originalité en réinventant l’art du trio et s’impose comme la nouvelle voix du piano jazz – Citizen Jazz

SCORIA
Cover art and graphic design: Fiona Ryan
Liner notes: Kevin Le Gendre
Photo: Palma Fiacco
Intakt CD 427
Release Date: October 2024

https://www.intaktrec.ch/427.htm

http://www.shoestring-jazz.de/artists/marie-kruettli-trio/

https://mariekruttli.com/

Foto © Palma Fiacco

Fotos © TJ Krebs

11.03.2025_Altered Forms Trio & Steffi Narr

Steffi Narr (Gitarre)
Gregor Forbes (Klavier)
Robert Lucaciu (Kontrabass)
Johannes von Buttlar (Schlagzeug)

Das in Leipzig ansässige Altered Forms Trio, bestehend aus dem schottischen Pianisten und Komponisten Gregor Forbes, dem Bassisten Robert Lucaciu und dem Schlagzeuger Johannes von Buttlar, spielt improvisierte Musik und Eigenkompositionen mit einer ebenso raffinierten wie explosiven Klangwelt: eine windig-wilde, flatternde, neugierige, stachelig-fröhliche, grüblerische Post-Cecil-Taylor-Stimmung, eine Crumble-Jazz-Ästhetik.

Gegründet 2019 und mit regelmäßigen Konzertterminen und Kollaborationen mit Koryphäen wie Steffi Narr,, Angelika Niescier, Fred Frith, Gabby Fluke-Mogul und Raymond MacDonald hat sich das Trio einen unverwechselbaren Platz in der deutschen Jazz- und Improvisationsmusikszene erspielt. Ihre Avantgarde-Mentalität verschmilzt mit spontaner Spielfreude und ekstatischer Energie zu einer einzigartigen kreativen Kraft.

Presse:

“The music on the recording crackles with energy and elasticity, with the rhythm section bringing jagged propulsion to the splattery lines of Forbes. As you can hear below on the piece “Splinter Shot” the trio delivers an infectious bob-and-weave attack, with each musician simultaneously in alignment while also pushing against one another, generating a delicious tension. On some of the material, such as “Blue Greegs,” the pianist summons the more introspective side of Cecil Taylor, eschewing his explosive fury in favor of the more ruminative searching contained in his playing, Forbes will lay out a phrase or line, letting it hang pregnant in the air before making his next move, elaborating on the gesture or darting off in another direction. The febrile, chunky support from Lucaciu and von Buttlar allows the pianist to carve out space or unleash a contrary thrust. There are moments when the trio come together in a more conventional fashion, but the excitement in the music is shaped by a wonderful internal dissension.”

Peter Margasak
https://petermargasak.substack.com/p/spaces-displaced

“Leaning towards the harmonic and rhythmic sensibilities of jazz, their music is largely freely improvised, their spiky, changeable soundscapes suggesting kinship with the Howard Riley trio of the early 1070s featuring Tony Oxley and Barry Guy.

Pianist Gregor Forbes offers Cecil Taylor inflected phrasing (swiftly repeated figures in octave transposition, jackhammer tremolandi) while reining in the more obviously outré aspects traditionally associated with free jazz pianism (clusters, gnarly dissonances, ‘energy’ playing). Bassist Robert Lucaciu is an active bass player without being overly busy … while drummer Johannes von Buttlar is particularly acute on brushes, leaning into the ambiguity they offer between momentum and stasis. Some tracks cover a variety of moods, others are more like etudes in a single area. The opener “Voles” finds Forbes repeating an upward and downward scalar figure, each time with minute alterations, over Lucaciu’s creaks and plucks, like turning a microscope on what might have otherwise been just one part of a longer improvised solo.

Elsewhere, as on “Blue Greegs”, the album’s only track to include composed material, the pianist’s sombre lyrical alterations are given weight and resonance by judicious, but not excessive, use of the sustain pedal. If the album has a single modal characteristic, I’d call it a kind of introspective extroversion. Drummer von Buttlar keeps things moving, but moving as if hanging in the air, whether with skittering or whispering brushes or crisp cymbal rhythms, so that space hangs between notes and phrases – notably when the spectra of bass harmonics and the after-echo of sustain pedalled piano notes merging to hang in the air on “Undergrowth”, a lovely effect.

“Prism” features some of the densest music on the record, opening with what is effectively a drum solo over scrabbling bass and inside-piano pluck before a series of staggered chords leads into the hushed magic of a consonant close. A band to watch.”

David Grundy, The Wire magazine

Das Debütalbum des Altered Forms Trio ist ab 4. Oktober 2024 bei Boomslang Records (Österreich) als Vinyl, CD und Download erhältlich. Recorded, mixed and mastered by Tito Knapp at Zentrifuge, Berlin. Album artwork by Julian Kramer

https://boomslangrecords.bandcamp.com/album/altered-forms-trio

https://www.boomslang-records.com/releases/altered-forms-trio

Gregor Forbes squarespace.com

Foto © Sebastian Lautenbach

Fotos © Robert Fischer

Fotos © Guillermo Luz Y Graf