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Festival 2026

Freitag, 08.05.2026

Warelis/Håker Flaten „Sun Lit Starlings“
Marta Warelis (Klavier)
Ingebrigt Håker Flaten (Kontrabass)

Polybahn
Michaël Attias (Saxophon)
Benoît Delbecq (Klavier)
Samuel Ber (Schlagzeug)

Festivalticket  34 Euro
Ermäßigt  26 Euro*

* Für Schüler:innen, Student:innen und Menschen mit Behinderung

Einlass 19:00 Uhr
Beginn 20:00 Uhr

Karten sind an der Abendkasse erhältlich oder per Reservierung an info@jazz-plus.de

Reservierte Tickets bitte bis spätestens 20 Minuten vor Konzertbeginn abholen, ansonsten gehen sie wieder in den freien Verkauf

Der Bayerische Rundfunk zeichnet alle Konzerte auf. Die genauen Sendetermine werden in Kürze bekannt gegeben.

 

Warelis/Håker Flaten „Sun Lit Starlings“

Marta Warelis (Klavier)
Ingebrigt Håker Flaten (Kontrabass)

08.05.2026Beginn 20:00 Uhr

Zwei einzigartige Stimmen aus der europäischen Improvisationsszene kommen zusammen, um einen Dialog zwischen Klavier und Bass zu entfalten, der sich fließend zwischen Lyrik und Textur bewegt. Die Arbeit des Duos fängt den Nervenkitzel der Improvisation in ihrer konzentriertesten und offensten Form ein – zerbrechlich, wild und ständig in Bewegung. Die langjährigen Partner veröffentlichten 2023 ihr erstes Duo-Album, Sun Lit Starlings, bei Weird Cry Records in Kalifornien.

Die Pianistin Marta Warelis ist eine leidenschaftliche Performerin mit einer ausgeprägten Vorliebe für Improvisation und Experimentierfreudigkeit in allen Stilrichtungen. Sie strebt kontinuierlich nach spontaner Komposition auf der Grundlage neuer Klänge und Einflüsse. Ihre Arbeit ist inspiriert von Musik aus aller Welt, darunter angolanische Tanzmusik, Jazz, westliche klassische Musik und verschiedene Schulen der freien Improvisation. Sie erforscht einerseits die klanglichen Möglichkeiten des akustischen Klaviers und andererseits die des elektronischen Synthesizers. Marta ist in Polen geboren und aufgewachsen und zog 2010 nach Groningen, um das Prince Claus Conservatory zu besuchen. 2014 fand sie ihren Platz in Amsterdam und wurde sehr schnell ein aktives Mitglied der lokalen Improvisationsszene. 2019 wurde sie Mitglied des Doek Collective, das Möglichkeiten für Experimente, Forschung und Auftritte schafft. Ihr erstes Soloalbum „a grain of Earth“, das bei Relative Pitch Records in New York erschien, etablierte sich als herausragendes Solo-Statement. Sie leitet Gruppen wie Dust Bunny oder das internationale Großensemble Still Life with Lemons und spielt mit Gruppen wie Kaja Drakslers matter100, Dave Douglas Quartet, Ken Vandermarks Koniec, Frank Rosalys Ruidoscuro, Ingebrigt Haker Flatens Exit Knarr, Chris Pitsiokos’ CP Unit, Sakina Abdou Trio, John Dikemans OaonTI, Duos mit Andy Moor, Ada Rave, Maria Portugal und anderen.

https://www.martawarelis.com/

“..Fast-fingered Warelis can play straight and discreet, bonk out the block chords, rattle the strings like Anton Karas’s zither, spackle the keys like Nancarrow, play percussion under the hood, and unreel snaky singing right hand lines. She can mix up all that and more very quickly, as if it’s all one big language. She’s attentive to developing motifs but isn’t afraid to drop them and move on..”
– Kevin Whitehead

„Since moving to Amsterdam in 2014, the young Polish pianist Marta Warelis has gradualy emerged as one of the most versatile, daring and skilled musicians in European improvised music..”
– DownBeat Magazine by Peter Margasak

“..I do not say lightly that I don’t know if I’ve heard another pianist approach the technique of the great Cecil Taylor more closely than does Warelis, not in the deluge but in the multi-linearity. She can, and does, let loose tempests, but can also represent the unrelated trajectories of raindrops.”
– The New York City Jazz Record

“..Hovering over the keys, her hands vibrant with possibilities, and then striking not with an assault but with something measured and pristine.”
– DownBeat Magazine by Gottschalk

Ingebrigt Håker Flaten (geb. 1971) – Der preisgekrönte norwegische Bassist, Improvisator, Komponist und Bandleader Ingebrigt Håker Flaten steht seit Anfang der 1990er Jahre sowohl in seinem Heimatland Norwegen als auch international an der Spitze der modernen kreativen Musik. Håker Flaten, der vielleicht am besten als Gründungsmitglied der skandinavischen Supergruppe Atomic bekannt ist, hat in unzähligen Kollaborationen, Bands und Projekten post-free-jazzige Erkundungen und Experimente mit dem gekonnten Einsatz von Elementen aus vielen anderen Stilrichtungen verschmolzen.

Als innovativer Praktiker sowohl des Kontrabasses als auch des E-Basses studierte Håker Flaten am renommierten Jazzprogramm „Jazzlinja“ der Norwegischen Universität für Wissenschaft und Technologie in Trondheim. Schon früh machte er als Mitglied der Gruppen The Source und Element auf sich aufmerksam, wobei letztere mit seinen Kommilitonen und langjährigen Mitstreitern Paal Nilssen-Love und Håvard Wiik gegründet wurde. Sowohl Nilssen-Love als auch Wiik schlossen sich später Håker Flaten bei Atomic an, das die drei Norweger zusammen mit den beiden Schweden Magnus Broo und Fredrik Ljungkvist gründeten. Seit ihrem Debüt im Jahr 2001 wird Atomic von Jazzliebhabern und Kritikern gleichermaßen gefeiert und geschätzt und hat im Laufe der Zeit viele Auszeichnungen erhalten.

Ingebrigt Håker Flaten ist weltweit aufgetreten und hat an mehr als 200 Aufnahmen mitgewirkt. Neben Atomic leitet er US-amerikanische Gruppen wie die genreübergreifenden Young Mothers und das Ingebrigt Håker Flaten Chicago Sextet und spielt in Gruppen wie Icepick, I.P.A. und dem Dave Rempis Percussion Quartet. Zuvor war er Kernmitglied des Powerjazz-Trios The Thing mit Nilssen-Love und Mats Gustafsson sowie von Free Fall, um nur einige seiner früheren und aktuellen Projekte zu nennen. Darüber hinaus tritt er häufig solo und im Duo auf.

Sowohl in Gruppen als auch solo hat er mit einer Vielzahl herausragender Musiker wie Joe McPhee, David Murray, Peter Brötzmann, Ken Vandermark, Rob Mazurek, Frode Gjerstad, Neneh Cherry, Mette Rasmussen, James Blood Ulmer, Bugge Wesseltoft, Paul Lytton, Chris Potter, Hamid Drake, Akira Sakata, Tony Malaby und vielen anderen zusammengearbeitet.

2015 gründete Håker Flaten Sonic Transmissions. Ursprünglich ein Musikfestival, hat es sich seitdem zu einer Konzert- und Veranstaltungsreihe entwickelt, die das ganze Jahr über stattfindet. Zwischen 2015 und 2020 hat Sonic Transmissions über 100 Musiker aus Norwegen, den USA, Lateinamerika und Europa präsentiert. Seit Håker Flatens Rückkehr nach Norwegen wurde Sonic Transmissions um das in Trondheim ansässige Festival Sonic Transmission North und das Label Sonic Transmissions Records erweitert.

2018 wurde Ingebrigt Håker Flaten mit dem Buddy Prize ausgezeichnet, dem renommiertesten Preis der norwegischen Jazzszene. Mit Atomic gewann er zweimal den norwegischen Grammy, den Spellemannprisen, und wurde mehrfach in der jährlichen Kritikerumfrage des Down Beat Magazins aufgeführt.

https://ingebrigtflaten.com/

Recorded at Bimhuis, Amsterdam, on two separate occasions:
August 2021 by Ron Ruiten
June 2022 by Richard van het Kaar
Mastering: Sean McCann

Cover Photo: Marta Warelis
Cover Layout: Rob Magill
Weird Cry Records

 

Polybahn

Michaël Attias (Saxophon)
Benoît Delbecq (Klavier)
Samuel Ber (Schlagzeug)

08.05.2026Beginn 21:30 Uhr

POLYBAHN ist das Zusammentreffen dreier visionärer Poeten des Klangs und der Zeit. Sie erschaffen einen pulsierenden Klangteppich aus Erinnerungen und Liedern, der sich am äußersten Rand der Moderne befindet. Durch mehrschichtige Geschwindigkeiten, Klavierpräparationen, mikrotonale Manipulationen und einen äußerst koloristischen Ansatz für Trommeln und Becken entsteht eine beinahe elektronische Musik, die jedoch rein akustisch erzeugt wird. Das erste Album dieses Trios ist derzeit in Vorbereitung.

 

Der Saxophonist und Komponist Michaël Attias, der seine Zeit zwischen New York City und Berlin aufteilt, hat sich einen Ruf als einer der anspruchsvollsten und kooperativsten Künstler der internationalen Jazz- und Improvisationsszene erworben. Seine zehn Alben als Bandleader zeugen von einer enormen Bandbreite, emotionaler Kraft und Innovationsfreude. Die jüngsten sind Quartet Music Vols I & II (Out of Your Head, 2024), das Altsaxophon-/Klavier-Solo *échos la nuit* (Out of Your Head, 2019) und Nerve Dance (Clean Feed, 2017) mit John Hébert, Aruán Ortiz und Nasheet Waits. Seine am längsten bestehende Band ist das 2003 gegründete Trio Renku mit John Hébert und Satoshi Takeishi. Als Sideman hat er mit Größen wie Paul Motian, Anthony Braxton, Oliver Lake, Masabumi Kikuchi, Angelica Sanchez, Michael Formanek, Tony Malaby, Fay Victor und vielen anderen zusammengearbeitet. Attias‘ Kompositionen wurden von Künstlern wie Eric Revis, Anthony Coleman und zuletzt Kris Davis mit Esperanza Spalding gecovert. Er hat auch für Orchester und Big Band geschrieben und mehrere elektroakustische Live-Partituren und Sounddesigns für das Theater geschaffen.

https://michaelattias.com/
https://michaelattias.bandcamp.com/

Der 1966 geborene, mehrfach preisgekrönte Pariser Pianist und Komponist Benoît Delbecq zählt zu den herausragenden Innovatoren der internationalen zeitgenössischen Jazzszene und hat sich mit seinem präparierten Klavier und seinem einzigartigen Rhythmusverständnis eine ganz eigene Sprache geschaffen. Der legendäre Pianist Fred Hersch sagt, Delbecq habe die Seele des Jazz in John Cages präpariertes Klavier eingebracht. Die New York Times beschreibt ihn als „einen originellen und unkonventionellen Pianisten, der gekonnt eine ruhige Musik erfindet“. Seit Anfang der 90er Jahre sind sein weltweiter Ruf und sein Einfluss stetig gewachsen. Seit 2019 erscheint er regelmäßig in den Kritikerumfragen des DownBeat Magazine und wird weltweit von der Presse und seinen Kollegen anerkannt. Derzeit leitet er sein eigenes Quartett (mit Mark Turner, John Hébert und Gerald Cleaver) und Trio (mit Miles Perkin und Émile Biayanda) und tritt sowohl solo als auch in regelmäßigen Duos (mit François Houle, Jozef Dumoulin…) auf und nimmt Alben auf. Darüber hinaus ist er an zahlreichen internationalen Kooperationen und Gruppen beteiligt (Illegal Crowns, Kartet, Weave4, Plug and Pray, PolyBahn, Pendulum usw.) und engagiert sich in den Bereichen Tonproduktion, Produktion und Lehre.

https://www.delbecq.net/

Samuel Ber (1995) ist ein französisch-belgischer Schlagzeuger, Komponist und Improvisator. Mit seinen Projekten Pentadox, Malaby/Dumoulin/Ber, dem neuen Quartett Stairs & Shells und der interdisziplinären und vollständig improvisierten Performance Scaphandres Party sucht er nach kreativen Wegen, um einen Zustand des kollektiven Flows zu erreichen, in dem verschiedene Realitäten, individuelle Stimmen und Konzepte koexistieren können. Im Alter von 21 Jahren kam er nach Paris, um am CNSMDP zu studieren, und fand sich schnell auf der internationalen Bühne wieder, wo er mit Musikern wie Michaël Attias, Benoît Delbecq (insbesondere mit der Gruppe KARTET), Marc Ducret, Louis Sclavis, Sarah Murcia, Mat Maneri, Stéphane Payen, Eve Risser, Petter Eldh, Otis Sandsjö sowie in den belgischen Ensembles Mâäk und MikMâäk zusammen. Als „virtuoser Poet des Schlagzeugs“ mit einem Stil, der „ebenso mathematisch wie sinnlich“ ist, und mit seiner Neugierde für alles ist er einer der bemerkenswertesten Musiker und Forscher einer jungen Generation, die bereits mit der gesamten internationalen Kreativszene verbunden ist.

 

In Kooperation mit BR-KLASSIK

BR_KLASSIK

Herzlichen Dank an Robert Fischer, Ssirus Pakzad, Thomas J. Krebs, Cristina Marx und Guillermo Luz y Graf für die vielen großartigen Fotos vom Jazz+ Festival 2026!

Fotos © Robert Fischer

Fotos © TJ Krebs

Fotos © Guillermo Luz Y Graf

14.04.2026_Camila Nebbia & Jordina Millà

Camila Nebbia (Tenorsaxophon)
Jordina Millà (Klavier)

Jordina Millà und Camila Nebbia bilden ein außergewöhnliches Duo im Bereich der improvisierten Musik. Ihre Arbeit entfaltet sich durch eine intensive Auseinandersetzung mit Textur und Klangtransformation, wobei das präparierte Klavier und das präparierte Saxophon die akustischen Möglichkeiten beider Instrumente erweitern.

Durch subtile Eingriffe, erweiterte Spieltechniken und ein tiefes Zuhören schaffen sie zerbrechliche und zugleich kraftvolle Klänge. Ihre Musik bewegt sich zwischen Dichte und Stille, Resonanz und Reibung und formt sich im Moment ständig neu. Was dabei entsteht, ist ein Dialog der Rohmaterialien – Saiten, Metall, Luft, Holz –, geformt zu immersiven, taktilen Klangwelten.

Dieses Duo zeichnet sich durch seine Sensibilität, seine Risikobereitschaft und das unverwechselbare Klanguniversum aus, das sie gemeinsam erschaffen – intim, unvorhersehbar und zutiefst ausdrucksstark.

Die aus Buenos Aires stammende und in Berlin lebende Camila Nebbia ist Saxophonistin, Komponistin, Improvisatorin, bildende Künstlerin und Kuratorin. Das Magazin Jazz PT bezeichnet sie als „eine unverzichtbare Saxophonistin unserer Zeit“. Die multidisziplinäre Künstlerin verwebt in ihrer Arbeit archivische Erinnerungen, schafft sie und zerstört sie wieder und erforscht dabei die Konzepte von Identität, Migration und Erinnerung. Ihr Werk umfasst improvisierte und komponierte Musik, Filmproduktionen sowie audiovisuelle Performances und bildet so eine Konstellation miteinander verflochtener Praktiken.

Ihr Soloalbum „una ofrenda a la ausencia“ (ein Opfer für die Abwesenheit), erschienen bei Relative Pitch Records, wurde vom NYC Jazz Record als „ein zutiefst menschliches und persönliches Album“ beschrieben, „das die Zuhörer:innen mit einer leidenschaftlichen Herangehensweise an den Jazz überrascht“.

Sie wurde für den Deutschen Jazzpreis in der Kategorie „Holzblasinstrumente” für die Jahre 2024, 2025 und 2026 sowie für das „Album des Jahres” 2026 nominiert.

Camila Nebbia wird von D’Addario Woodwinds unterstützt.

Die Pianistin, Komponistin und Improvisatorin Jordina Millà widmet sich der freien Improvisationsmusik und zeitgenössischen Ausdrucksformen. Durch Agustí Fernández in die Welt der Improvisation eingeführt, entwickelt sich ihre Musik stetig weiter und erschließt neue Ausdrucksformen. Sie hat vielbeachtete Alben veröffentlicht, darunter „Males herbes” (Soloalbum), „When forests dream” (zwei Klaviere mit Agustí Fernández), „String Fables” (Duo mit Barry Guy) und „Live in Munich” (bei ECM Records).

Im Jahr 2024 wurde sie für den Preis als beste Newcomerin beim Jazz Prize Österreich nominiert. Zudem erhielt sie das Staatsstipendium für Komposition 2025, das vom BMKÖS vergeben wird.

Als Mitglied von Barry Guys „The Blue Shroud Band“ und verschiedener anderer Formationen spielt sie mit Musikern wie Mats Gustafsson, dieb13, Vini Cajado, Maurizio Takara, Gonçalo Almeida, Almut Kühne, Wieland Möller, Kenji Herbert, Lucas Niggli, Axel Dörner, Sofia Labropoulou, Christian Reiner und Lukas König zusammen. Sie ist Gründerin von PRISMA, einer Initiative, die die Disziplin der Improvisation in der Stadt Salzburg sichtbarer machen soll.

www.camilanebbia.com
www.jordinamilla.com

Foto:
Camila Nebbia © Juliane Schütz
Jordina Millà © Thomas J. Krebs

Fotos © Robert Fischer

Fotos © TJ Krebs

10.03.2026_Neon Dilemma

Elias Stemeseder (Klavier, Synth)
Robert Landfermann (Kontrabass)
Leif Berger (Schlagzeug)

Mit akustischen und elektronischen Instrumenten entspinnen drei Protagonisten der jazzbasierten Improvisationsmusik einen Diskurs über Möglichkeiten des zeitgenössischen Zusammenspiels in historischer Instrumentierung. Konzepte und Ideen unterschiedlichen geografischen und zeitlichen Ursprungs werden zu neuartigen Ordnungsprinzipien umfunktioniert welche es dem Ensemble ermöglichen, vermeintlich disparate musikalische Elemente miteinander in Einklang zu bringen. So ertönt feingliedrig Kontrapunktisches und tänzelnd Polyrhythmisches mühelos neben rohen Klangtürmen, vehementen Akkordclustern und schlichter Gesanglichkeit.

„Naturally the virtuosic speed and accuracy of the musicians were breathtaking to behold, but the unique approach each player brought to his instrument made for deeper layers of wonder.“
Sarah Grosser, freejazzblog

unter den „10 besten Platten des Jahres 2024“
Odilo Clausnitzer, DLF

https://elias-stemeseder.com/
https://robertlandfermann.com/
https://de.wikipedia.org/wiki/Leif_Berger

Fotos © Patrick Essex

Fotos © Robert Fischer

Fotos © Guillermo Luz Y Graf

18.02.2026_Marta Sánchez

Marta Sánchez (solo piano)

2025 GEWINNERIN DES 73. JÄHRLICHEN DOWNBEAT CRITICS PIANO RISING STAR AWARD

Die in Madrid, Spanien, geborene und aufgewachsene Pianistin und Komponistin Marta Sánchez ist aktiv in der zeitgenössischen Kreativmusikszene in New York City und weltweit tätig. Mit ihrer innovativen und originellen Musik hat sie sich einen bedeutenden Weg gebahnt, ein internationales Publikum erreicht und weltweit große Anerkennung gefunden.

Marta’s Hauptprojekt, ihr Quintett, entstand kurz nach ihrem Umzug nach New York und hat seitdem vier Alben veröffentlicht: „Partenika” (2015), „Danza Imposible” (2017) und „El Rayo de Luz” (2019) beim spanischen Label Fresh Sound und SAAM (Spanish American Art Museum) bei Whirlwind Recordings. Alle Alben wurden von der amerikanischen Presse hoch gelobt.

Zusätzlich zu ihrem Quintett hat Marta kürzlich mit ihrem Trio, bestehend aus Savannah Harris am Schlagzeug und Chris Tordini am Bass, ein neues Album mit dem Titel „Perpetual Void“ beim Label Intakt veröffentlicht. Das Album wurde vielfach gelobt und erhielt unter anderem 4,5 Sterne von Downbeat.

Marta tourte durch die Vereinigten Staaten, Europa, Südamerika und Mittelamerika und trat als Bandleaderin oder Begleitmusikerin an renommierten Veranstaltungsorten und bei bedeutenden Festivals auf, darunter das North Sea Jazz Festival in den Niederlanden, Jazzaldia in San Sebastian, Inntone in Österreich, Eurojazz in Mexiko-Stadt, Eurojazz in Athen, Jazz Festival Vitoria Gasteiz, Winter Jazz Festival in New York und Madrid, um nur einige zu nennen. In den Vereinigten Staaten trat sie in einigen der renommiertesten Clubs auf, darunter die Carnegie Hall, Blue Note, Village Vanguard, Birdland, Roulette, Dizzy’s Jazz, The Jazz Gallery, The 55 Bar, Smalls, Mezzrow und viele andere.

Darüber hinaus arbeitet Marta aktiv mit anderen Künstlern zusammen und spielt und nimmt unter anderem im David Murray Quartett, im Maria Grand Duo und in der Anna Weber und Angela Morris Big Band auf.

Sie erhielt Preise für den besten Soundtrack für Kurzfilme bei den Festivals Alcalá de Henares, Curtficcion in Barcelona und Palma de Mallorca. 2017 und 2021 erhielt sie das renommierte Stipendium für einen Aufenthalt in der MacDowell Colony, wo Marta ein Repertoire für präpariertes Klavier schrieb.

„For the Space You Left“ ist Martas erstes Soloalbum, geschrieben für präpariertes Klavier. Es wurde im Februar 2024 in den Opus Studios in Berkeley, Kalifornien, von Adam Muñoz aufgenommen. „For the Space You Left“ erscheint am 17. April 2026 bei Out of Your Head Records.. Das Album kann auf allen Plattformen vorbestellt werden.

Presse:

„Since the release of its strong 2015 debut, “Partenika,”Marta Sanchez Quintet has made itself known as one of the most consistently satisfying bands in contemporary jazz.“
(The New York Times)

„Ms. Sánchez’s music is accessible and lovely, yet built on stark contrasts. One rhythm rubs against another. Multiple melodies coexist. Gentle passages get interrupted by sudden crashes.“
(The Wall Street Journal)

“Her compositions are lyrical and infectious and never overly mannered. They remind us that a great chamber-jazz composer can inject vitality into well-trodden influences”
(Downbeat)

“The music Marta Sanchez writes gets intricate, but she also gets memorable effects using simple means.”
(Fresh Air NPR)

“The pianist Marta Sanchez has one of the most quietly memorable groups in jazz.”
(The New York Times)

www.outofyourheadrecords.com
www.martasanchezmusic.com

Foto © Larisa Lopez

Fotos © Robert Fischer

Fotos © Guillermo Luz Y Graf

20.01.2026_Ferdinando Romano – The Legends of Otranto

Veli Kujala (Akkordeon)
Kirke Karja (Klavier)
Ferdinando Romano (Kontrabass)
Ermanno Baron (Schlagzeug)

Die Musik von The Legends of Otranto ist sehr heterogen, hat einen ganz eigenen Charakter und ist nur schwer zu definieren. Sie vereint Elemente aus Jazz, zeitgenössischer Musik, Kammermusik, Experimental, Drum’n’Bass und Rock. Schnelle Rhythmen und verwobene Polyrhythmen, Klangexperimente, atonale Passagen und Improvisationen wechseln sich mit minimalistischen und introspektiven Momenten ab. Die Suite ist geprägt von sorgfältiger Komposition und komplexer Polyphonie, an der alle Instrumente beteiligt sind. Gleichzeitig wird ein warmer und melodischer Klang erzeugt, der an die volkstümliche Erzähldimension populärer Legenden erinnert. Dieser Klang bewegt sich zwischen mediterranen und nordeuropäischen Einflüssen, die durch die Sprache von Veli und Kirke entstehen.

Das Album ist eine Suite in sechs Sätzen, die von Geschichten und Legenden inspiriert ist, die mit der Stadt Otranto in Verbindung stehen. Es ist eine musikalische Erzählung über diese magische und alte Region im tiefen Süden Italiens: Der Turm der Schlange, Idrusa, die Bauxithöhle, der Baum des Lebens, die beiden Schwestern und König Artus sind Figuren, Orte und Bilder, die nach und nach Note für Note zum Leben erweckt werden. Einige dieser Geschichten haben ihren Ursprung in historischen Ereignissen, die die Region Salento geprägt haben, andere wurden durch die Volkskultur überliefert. Die Uraufführung fand im Oktober 2023 in Tallinn statt und wurde live im estnischen Radio übertragen.

Ferdinando Romano ist Kontrabassist, Komponist und Improvisator, der vorwiegend in der zeitgenössischen und avantgardistischen Jazzszene aktiv ist. Neben dem Kontrabass hat er eine große Leidenschaft für modulare Synthesizer und elektronische Musik. Er promoviert am Fachbereich für elektronische Musik des Konservatoriums von Como und untersucht in Zusammenarbeit mit einigen bedeutenden europäischen Einrichtungen die Möglichkeiten der Integration künstlicher Intelligenz in die Improvisationspraxis.

Bei „Top Jazz 2023”, dem Kritiker-Referendum der traditionsreichen Zeitschrift Musica Jazz, gewann er wichtige Auszeichnungen und belegte den zweiten Platz in der Kategorie „Italienischer Musiker des Jahres”. Sein Album Invisible Painters wurde zu einem der Alben des Jahres und sein Ensemble zu einem der Ensembles des Jahres gekürt. Mit seinem Debütalbum „Totem” feat. Ralph Alessi gewann er zahlreiche Auszeichnungen, darunter den ersten Platz in der Kategorie „Bestes neues italienisches Talent 2020” im jährlichen „Top Jazz” des Magazins „Musica Jazz”, den „SIAE 2021 Award” und er war einer der Gewinner des Programms „Nuova Generazione Jazz”.

Er hat breite internationale Anerkennung von führenden Magazinen und Zeitschriften erhalten. Er wurde unter anderem als „poetischer Bassist, inspirierter Komponist und faszinierender Arrangeur“ (T. Conrad, Stereophile), als „brillante Platte, Ausdruck klaren Talents“ (Musica Jazz) sowie als „Jazz von großer Klarheit, ausdrucksstark, der sich nie auf virtuosen Lorbeeren ausruht, sondern aufmerksam auf die ‚Geschichte‘ achtet, die selbst aus einer exquisiten Instrumentalkomposition entstehen kann“ (La Repubblica) beschrieben. Des Weiteren wurde er als „Platte von höchster Qualität, die von der glücklichen Begegnung zwischen ‚komplexem Hören und besserer Zugänglichkeit‘ profitiert“ (UK Vibe) gelobt.

Ferdinando tritt häufig live und im Studio auf – sowohl als Bandleader als auch als Sideman – und arbeitet dabei mit Musikern wie Ralph Alessi, Enrico Rava, Robin Eubanks, Benny Golson, Alexander Hawkins, Glenn Ferris, Logan Richardson, Elias Stemeseder, Jérôme Sabbagh, Yuhan Su, Ben Van Gelder, Napoleon Murphy Brock, Tom Ollendorff, Marc Michel, Brandon Allen, Kirke Karja, Veli Kujala, Camila Nebbia, Valentin Gerhardus, Francesco Bigoni, Ermanno Baron, Francesca Remigi, Federico Calcagno, Matteo Paggi, Evita Polidoro, Tino Tracanna, Roberta Gambarini, Dino Piana, Mario Raja und vielen anderen zusammen.

Presse:

“A truly original sound, perfectly suited for storytelling—much like a concept album—evokes an arcane, fairy-tale-like, and unrepeatable land of the Deep South. Eight chapters of a single suite that moves through versatile sonic landscapes, managing to blend echoes and inspirations drawn from rock, rap, post-bop, world music, and contemporary classical.” Jazz Journal (UK)

www.ferdinandoromano.com

Fotos © Robert Fischer

Fotos © Guillermo Luz Y Graf

12.12.2025_TSOMBANIS4

Das Konzert findet diesmal außerplanmäßig am Freitag, dem 12. Dezember 2025, statt!

BR-KLASSIK Live-Mitschnitt

Anna Tsombanis (Tenorsaxophon)
Beate Wiesinger (Kontrabass)
Andreas Waelti (Kontrabass)
Herbert Pirker (Schlagzeug)

TSOMBANIS4 heißt das brandneue Projekt der gefeierten Wahlwiener Tenorsaxophonistin Anna Tsombanis, welche sich bereits mehrfach als Liebhaberin der tiefen Töne geoutet hat. So erstaunt es nicht, dass sie gerade das untere Register in ihrem Quartett erweitert hat und diesem viel Platz einräumt. Denn was ist besser als ein Kontrabass? Zwei Kontrabässe! Dafür holt sie sich neben dem Schweizer Bassisten Andreas Waelti noch die Österreichische Bassistin Beate Wiesinger hinzu.

Zwei Kontrabass-Sounds, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, getragen durch das energetische Spiel von Herbert Pirker am Schlagzeug und abgerundet durch den vollen und warmen Tenorsound von Anna Tsombanis, ergeben ein genussvolles Hörerlebnis der ganz besonderen Art.

Die Kompositionen der Saxophonistin bewegen sich von sanften meditativen Klängen bis hin zu wilden freien Passagen. Das Endprodukt ist eine explosive Mischung aus spontaner Kommunikation und energiegeladenem Spiel, in der die Wurzeln des traditionellen Jazz noch immer zu hören sind.

unitrecords.com/artists/tsombanis4/
instagram.com/annatsombi/
facebook.com/anna.tsombanis

Foto © Julia Freytag

In Kooperation mit BR-KLASSIK

Fotos © Robert Fischer

Fotos © Guillermo Luz Y Graf

11.11.2025_FLUT

Christopher Kunz (Sopran-/ Tenorsaxophon)
Isabel Rößler (Kontrabass)
Samuel Hall (Schlagzeug)

2015 von Kontrabassistin Isabel Rößler und Saxophonist Christopher Kunz in Nürnberg gegründet, kreiert FLUT mit Schlagzeuger Samuel Hall eine eindringliche Interpretation von Free Jazz, die in langen Bögen, mutierenden Texturen und starken Kontrasten, einen Sog aus geräusch- und songhaften Momenten entwickelt. FLUT zieht mit außergewöhnlicher Klangdichte, Gestaltungswille und Intuition das Publikum in ihren Bann und schafft dabei eine Atmosphäre, die gleichermaßen fordernd wie faszinierend ist.

„Diese Musik ist konstruktiv, ein tiefes Statement einer nächsten Generation, die nicht kopieren will, sondern eine Historie weiterschreibt in den wenigen besten Fällen. Flut ist so ein bester Fall, weil eine verbindende und einladende Lust vorgeführt wird in einer Zeit der Isolation und der gedanklichen Fragmentierungen, die sich hinter sozialen Medien etc. verbergen. Die Fähigkeiten des Saxofonisten Christopher Kunz scheinen unbegrenzt, doch geht es nicht darum, sie vorzuführen. Eher geht es darum, sie in einem größeren Diskurs beiläufig aufscheinen zu lassen.“

„Diese Musik lädt ein zum Staunen, zum Dabeisein, zum Spaß am Detail, zum Reingehen in einen Mikrokosmos, der wächst mit jeder Begegnung. Sie verliert sich nicht im Eskapismus, stattdessen ist sie schön und immer schöner. Sie spricht eine Einladung aus, etwas zu entdecken. Diese Band ist wie ein Organismus, der Impulse sendet, die weiter und immer weiter führen“

Ulrich Steinmetzger

www.flut.bandcamp.com
www.facebook.com/flut3
www.christopherkunz.net/flut

Foto © Dovile Sermokas

Foto © Robert Fischer

14.10.2025_Kaiser Pommes

Kasper Tranberg (Trompete)
Asger Nissen (Altsax)
Thorbjørn Stefansson (Kontrabass)
Oli Steidle (Schlagzeug)

Kaiser Pommes ist das brandneue Quartett des dänischen Trompeters Kasper Tranberg und des in Berlin lebenden dänischen Saxophonisten Asger Nissen. Zusammen mit dem deutschen Schlagzeuger Oli Steidle und dem dänischen Bassisten Thorbjörn Stefansson, der auch in Berlin lebt, vereint sich in diesem explosiven Treffen die Jazzszene Kopenhagens und Berlins.

Mit dem Fokus auf weitreichenden Improvisationsstrategien und hybriden Beats verweben Kaiser Pommes die musikalischen Visionen von Tranberg und Nissen. Die unterschiedlichen Ansätze der Musiker zeugen von einem interessanten, agilen und frischen Aufeinandertreffen zweier musikalischer Generationen. Seit ihrem Debütkonzert beim Jazzfestival Kopenhagen 2023 tourte die Band durch Deutschland und veröffentlichte im September 2024 ihr erstes Album.

Kasper Tranberg
Kasper Tranberg gehört zur absoluten Elite der europäischen Trompeter:innen. Sein herzliches und meisterliches Spiel konnte man in den unterschiedlichsten Konstellationen und Situationen erleben. Tranberg hat mit Künstler*innen wie Yusef Lateef, Tim Berne, Tyshawn Sorey, Dave Liebman, Marc Ducret, Django Bates, Marilyn Mazur, Chris PoKer, Alexander von Schlippenbach und vielen anderen zusammengearbeitet.

Asger Nissen
Asger Nissen ist ein dänischer Saxophonist, der seit 2017 in Berlin lebt. Mit seinem starken, persönlichen Sound, der komplexe, agile melodische Strukturen mit emotionalem Ausdruck und rauer Ästhetik vereint, hat er sich einen Namen auf der europäischen Jazzszene gemacht. Er hat mit Künstler:innen wie Jim Black, Jeff Ballard, Petter Eldh, Loren Stillman, Christopher Dell, Pablo Held, Rudi Mahall, Uli Kempendorff, Jonas Burgwinkel etc. zusammengearbeitet. Im Jahr 2021 wurde er mit dem „JIB Jazzprize“ als „Herausragender Solist“ ausgezeichnet.

Thorbjørn Silas Stefansson
Seit seiner Ankunft in Berlin im Jahr 2019 hat sich der dänische Bassist Thorbjørn Stefansson in Rekordzeit in der deutschen und europäischen Jazzszene etabliert. Er hat mit renommierten Künstler:innen wie Loren Stillman, Julia Hülsmann, Kit Downes, Ronni Graupe, Jim Black, George Garzone und Jacky Terrasson zusammengespielt. Im Jahr 2022 wurde er mit dem „JIB Jazzprize“ als „Herausragender Solist“ ausgezeichnet.

Oliver Bernd Steidle
Seit 20 Jahren ist Oliver Bernd Steidle ein unverzichtbarer Name der deutschen Jazzszene. Als Bandleader und Sideman hat er mit Peter Evans, Peter Brötzmann, Alexander von Schlippenbach, Rudi Mahall, Frank Möbus, Robert Landfermann, Philipp Gropper, Dan Nicholls, Ronni Graupe etc. gespielt. Er hat den deutschen Schlagzeugstil maßgeblich geprägt. 2022 wurde er mit einem Deutschen Jazzpreis als „Schlagzeuger des Jahres“ ausgezeichnet.

http://www.asgernissen.com
http://www.kaspertranberg.com

Fotos © Guillermo Luz Y Graf

Fotos © Wolfgang Schön

09.09.2025_Christoph Irniger Quartett

Christoph Irniger (Tenorsaxophon)
Dave Gisler (Gitarre)
Demian Cabaud
(Kontrabass)
Ziv Ravitz (Schlagzeug)

„Die Musik hat etwas sehr Zeitgemässes, Klangräume einer Welt, die aus den Fugen ist, und im gleichen Zug etwas Überzeitliches, das einem Halt gibt und Trost.“ Peter Haffner

Das Christoph Irniger Trio wird in seiner neusten Ausgabe durch den unverzichtbaren Gitarristen von Irniger’s Quintett Pilgrim, Dave Gisler, erweitert. Die Tondichtungen des Bandleaders erhalten dadurch eine neue Ebene, wobei sie so noch deutlicher das Melodiöse feiern, ohne je ins Triviale zu verfallen. Sie zeigen, dass die eingängige Melodie und eine komplexe Klangwelt einander nicht ausschließen müssen, sondern erst richtig zur Geltung bringen können. Es besticht dabei die sorgfältige Orchestrierung und die Art, wie in der Musik von Christoph Irniger die Improvisation die Komposition verdeutlicht. Das Quartett vermag Melodie, Arrangement, Improvisation zu einem stimmigen und verführerischen Ganzen zu verbinden.

Christoph Irniger gründete 2011 die Band als Trio mit Raffaele Bossard am Kontrabass und Ziv Ravitz am Schlagzeug und hat bisher drei exemplarische Alben vorgelegt. Auf dem zuletzt erschienenen Album Open City (2020) wurde die Band durch den Saxophonisten Loren Stillman und den Posaunisten Nils Wogram ergänzt. In den folgenden Jahren war die Band mit Loren Stillman, Ben van Gelder oder Michael Attias unterwegs, wobei der argentinische Bassist Demian Cabaud immer wieder am Kontrabass mit dabei war. Für das neue Programm seit Frühling 2025 tritt die Band mit Dave Gisler als das Christoph Irniger Quartet auf. Die Musiker sind nicht nur eminente Techniker, sondern verstehen sich auch traumwandlerisch sicher aufs Interplay und schaffen dabei eine Musik, die Verstand und Leidenschaft vereint, zeitlos und auf der Höhe der Zeit.

„Ein pures Vergnügen, diese Band!“
 Stef Rohrbach, Jazz n‘ More (CH)

„This music has something of a lacerating quality of a masterpiece. (…) a delightful ensemble sound that is full of energetic excitement, brilliance and the genuine avant-garde spirit.“
Raul da Gama, JazzDaGama (CA)

Christoph Irniger – Tenor Saxophon, geb. 1979, ist ein Schweizer Saxophonist, Komponist und Bandleader. Laut der NZZ am Sonntag zählt er „zweifellos zu den grössten Talenten seiner Generation“. Irniger hat sich in den letzten Jahren in unterschiedlichen Formationen zwischen Jazz, Rock und verwandten Musikstilen profiliert. Er ist Leader der Bands Pilgrim und seinem Trio, von welchen bis anhin insgesamt sieben Tonträger erschienen sind. Daneben ist er zur Zeit mit dem Pianisten Marc Perrenoud und dem Swiss Jazz Orchestra unterwegs. Von 2000 – 2006 studierte Irniger an den Jazzschule Zürich Musikpädagogik und an der Musikhochschule Luzern Performance bei Christoph Grab und Nat Su. Sein Werk ist bis anhin auf über 20 Tonträgern dokumentiert. Konzerte und Tourneen führten ihn durch Europa, nach Asien und den USA und er spielte mit Musikern, wie u.A.: Ohad Talmor, Nasheet Waits, Dan Weiss, Vinnie Sperrazza, Michael Bates, Dave Douglas, Chris Lightcap, Nils Wogram, Claudio Puntin oder Stefan Rusconi. Irniger unterrichtet an der Musikschule Konservatorium Zürich.

Dave Gisler – Gitarre, geboren 1983, wurde von seinen Eltern privat unterrichtet und nahm bei seinem Vater ab dem 8. Lebensjahr klassischen Gitarrenunterricht. Mit 23 Jahren absolvierte er die Musikhochschule Luzern Fak. III, wo er u.a. von Kurt Rosenwinkel unterrichtet wurde. Er ist Preisträger der Heinrich Danioth-Stiftung für einen viermonatigen Atelieraufenthalt in New York und Gründer seiner eigenen Band Dave Gisler Trio. Daneben tritt er regelmässig in verschiedenen Bands auf wie zum Beispiel Christoph Irniger Pilgrim, Samir Böhringer Meta Zero oder This is Pan. Er spielte Konzerte mit zahlreichen Musikern aus dem In- und Ausland wie z.B. Nasheet Waits, Dave Douglas, Ohad Talmor, Peter Frei, Nat Su, Heiri Känzig oder Lucas Niggli. Neben seiner musikalischen Tätigkeit unterrichtet er an der Hochschule Luzern.

Demian Cabaud – Kontrabass, geboren 1977, zog nach einem Abschluss am Instituto Tecnológico de Música Contemporánea in Buenos Aires 2001 mit einem Stipendium des Berklee College of Music nach Boston, wo er 2003 einen weiteren Abschluss machte. Nach einer Tournee zog Cabaud 2004 nach Portugal, wo er zunächst in Lissabon und seit 2013 in Porto lebt. Er arbeitete mit Musikern wie Mark Turner, Seamus Blake, Perico Sambeat, Maria Schneider, Gilad Hekselman, Bill Carrothers, Bernardo Sassetti, Albert Sanz, Maria Rita, Theo Bleckmann, Sheila Jordan, Gerald Cleaver, Francisco Mela, Ari Hoenig, Ferenc Nemeth oder John Hollenbeck. Seit vielen Jahren ist Cabaud Mitglied des großformatigen Orquestra Jazz de Matosinhos. Er hat auf mehr als 70 Platten mitgewirkt und unterrichtet am Konservatorium von Porto und im Siena Jazz Master Programm in Italien.

Ziv Ravitz – Schlagzeug, geboren 1976 in Beer-Sheva (Israel), begann im Alter von 9 Jahren mit Schwerpunkt Schlagzeug zu musizieren. Im Sommer 2000 zog er zur Erweiterung seiner Fähigkeiten in die USA und schloss 2004 die Berkelee School of Music mit einem Jazz-Kompositionsstudium ab. Regelmässige Auftritte mit Lee Konitz, Avishai Cohen, Dominic Miller, Yaron Herman. Regelmässige Tourneen in der ganzen Welt und spielte mit Musikern wie Hal Crook, Joel Frahm, Joe Lovano, Tomasz Stanko, Ralph Alessi, George Garzone, Ben Monder, Aaron Goldberg, Aaron Parks und Esperanza Spaulding. Heute lebt Ziv in New York City, zählt dort zu den gefragtesten Schlagzeugern und ist eine wichtige Kraft in der israelischen Jazz-Bewegung.

https://christophirniger.com

Fotos © TJ Krebs

Fotos © Guillermo Luz Y Graf

08.07.2025_CHEEL

Max Andrzejewski (Schlagzeug)
Paul Jarret (Gitarre)
Luise Volkmann (Saxophon)

CHEEL mit Luise Volkmann (Saxophon), Max Andrzejewski (Schlagzeug) und Paul Jarret (Gitarre) wurde 2023 gegründet, als Volkmann auf dem Jazzfest Hannover freie Hand für eine neue Besetzung hatte.

Das Trio spielt eine überzeugende Mischung aus einfachen Folksongs und improvisierten Klangcollagen. Alle Bandmitglieder sind sowohl Instrumentalisten als auch hervorragende Komponisten und haben bereits für große Formationen geschrieben. Im Zusammenspiel des Trios verdichtet sich dieses Wissen um Instrumentierung und Form zu einer energiegeladenen und doch fragilen Performance, die zutiefst emotional ist.

Video:

Die Idee des Projekts ist es daher, spielerische Eleganz in der Musik darzustellen und vor allem das Publikum auf eine energetische, fließende Reise mitzunehmen.

Foto © Niclas Weber

Fotos © Robert Fischer

Fotos © Guillermo Luz Y Graf

10.06.2025_Wanja Slavin: libelle

Wanja Slavin (Saxophon, Synth, Klavier)
Johannes Lauer (Klavier, Posaune)
Bertram Burkert (Gitarre)
Lucy Liebe (Bass, Gitarre, Synth)
Maximilian Stadtfeld (Schlagzeug)

Nach Jahren intensiver Studioarbeit, in denen Wanja Slavin zahlreiche Alben produzierte und für verschiedene Orchester und Big Bands komponierte, vollzieht der Saxophonist und Komponist eine erneute künstlerische Kehrtwende.

Die fortschreitende Entwicklung künstlicher Intelligenz und ihr zunehmender Einfluss auf die Musikproduktion – der diese immer stärker standardisiert und entmenschlicht – haben in ihm die Sehnsucht geweckt, sich wieder verstärkt der direktesten und lebendigsten Form musikalischen Ausdrucks zu widmen: der Improvisation. Mit seiner neuen Band geht Slavin konsequent diesen Weg. Die Musik ist energiegeladen und rhythmisch klar, dabei offen, vielschichtig und durchzogen von melancholischer Tiefe.

Slavin zählt seit Jahren zu den eigenständigsten Stimmen des europäischen Jazz. Er wurde u.a. mit dem ECHO Jazz, dem Neuen Deutschen Jazzpreis sowie dem BMW Welt Jazz Award ausgezeichnet. In den letzten Jahren war er mehrfach für den Deutschen Jazzpreis nominiert, 2025 erhält er den Jazzpreis Brandenburg.

www.wanja-slavin.de

Foto © Dovile Sermokas

Fotos © Robert Fischer

13.05.2025_Into the Big Wide Open

Eldar Tsalikov (Saxophon, Klarinette)
Valentin Gerhardus (Klavier, Live Sampling)
Felix Henkelhausen (Kontrabass)
Alfred Vogel (Schlagzeug)

An diesem Abend spielen Moritz Stahl (Saxophon) und Christian Weber (Kontrabass).

Alfred Vogel, Drummer und Macher des wundervollen Bezau Beatz Festivals, gibt sich hinterm Schlagzeug die Ehre: mit seiner augenzwinkernd selbst benannten „Avantgarde Boy Group“ aus Berlin (und einem viertel russischer Beteiligung).

Tsalikov, Henkelhausen und Gerhardus gehören zu einer um 25 Jahre jüngeren Riege und bringen derzeit viel frischen Wind in die europäische Impro-Szene. „Es ist mir eine grosse Freude, mit diesen jungen Musikern zu spielen – das hält fit und ist extrem inspirierend – auf allen Ebenen …“ so ein hochmotivierter Anfang 50er. INTO THE BIG WIDE OPEN hatten im Februar 2023 ihr Debut auf dem Partner Festival der Bezau Beatz – dem Porta Jazz Festival.

Komplett frei, ohne Netz und doppelten Boden wird hier drauf los improvisiert. Gelenkt wird das ganze von einem virtuellen 5. Bandmitglied: Valentin Gerhardus ist nicht nur ein ausgezeichneter Tasten Virtuose, sondern auch an den Reglern seines Laptops gibt er mittels Live-Samples aus Quellen seiner Mitmusiker dem ganzen einen kompositorischen Rahmen. Atmosphärisch, dicht und gleichermassen filigran kommen die musikalischen Abenteuer dieses Quartetts aufs Publikum zu und sorgen vor allem für Begeisterung jenseits Boy-Group-Genre-typischem Gekreische…

Foto © Cristina Marx

Vielen Dank an Robert Fischer für die großartigen Fotos vom Konzert.
© Robert Fischer