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09.03.2021_Trio Aurora

Lucas Leidinger (Klavier)
Sebastian Gille (Saxophon)
Fabian Arends (Schlagzeug)

Tiefgründig, energetisch und hoch emotional: Aktueller Jazz auf allerhöchstem Niveau

Lucas Leidinger ist als kreativer Geist und eigenwilliger Pianist und Komponist in zahlreichen Formationen bekannt. Sein neustes Projekt „Trio Aurora“ sucht nach neuen Wegen und Freiheiten innerhalb selbst erschaffener Strukturen. „Aurora“ – die poetische Bezeichnung für „Morgenröte“ steht dabei metaphorisch für das „ewig Neue“ – ein ständiges Entstehen und wieder Vergehen – und das Zelebrieren des Lebens aus der Inspiration des Augenblicks. Dabei wird bewusst auf das „sichere“ Fundament eines Kontrabasses verzichtet, sodass sich neue Möglichkeiten des Ausdrucks ergeben. In dieser spannenden Formation treffen drei starke Musikerpersönlichkeiten aufeinander und verschmelzen zu einer Einheit. Saxophonist Sebastian Gille (SWR Jazzpreisträger 2018) wird von der Fachpresse als „einer der ausdrucksstärksten Saxophonisten unserer Zeit“ bezeichnet. Pianist und Komponist Lucas Leidinger ist Preisträger des Horst und Gretl Will Stipendiums für Jazz und improvisierte Musik der Stadt Köln 2016 und ist genau wie der sehr umtriebige Schlagzeuger Fabian Arends schon seit Jahren fester und aktiver Bestandteil der jüngeren deutschen Jazzszene.

Presse:

„Trio Aurora, comprising pianist Lucas Leidinger (1988), saxophonist Sebastian Gille (1983) and drummer Fabian Arends (1990) completed the triple pack with an outstanding performance, intensely focused and coherent.“ – Henning Bolte – all about jazz 2018 (Open Cologne Festival 2018)

www.lucasleidinger.com
www.klaengrecords.de

13.04.2021_DAY & TAXI

Christoph Gallio (Sopran, Alto und C – melody Saxophone, Komposition)
Silvan Jeger (Kontrabass, Stimme , Elektronik)
Gerry Hemingway (Schlagzeug)

DAY & TAXI wurde 1988 mit Urs Blöchlinger als Quartett gegründet und wird seit 1989 als Trio von Christoph Gallio geführt. Die aktuelle Formation hat sich teilweise verjüngt und arbeitet seit 2013/18 zusammen. 2014 veröffentlichte sie die Doppel-CD «ARTISTS». Nach ausgedehnter Konzerttätigkeit in der Schweiz, in Italien und in Japan nahm die Band anfangs 2016 neues Material auf. Darunter durchkomponierte Miniaturen, die vom Bassisten Silvan Jeger gesungen werden. Deren Texte stammen aus den 70er Jahren und sind von der österreichischen Schriftstellerin Friederike Mayröcker. Das C-Melody Saxophon, das bis 1930 gebaut wurde und heutzutage sehr selten gespielt wird, kommt vermehrt zum Einsatz. Die Doppel-LP «WAY» kam Ende 2016 auf den Markt. Mitte 2017 tourte das Trio durch Argentinien und Chile.

DAY & TAXI gab unzählige Konzerte u.a. an den internationalen Jazzfestivals von Vancouver, Toronto, Edmonton, Saskatoon, Quebec City, Arkhangelsk, Moskau, New York (VISION), Pärnu, Almaty, Yokohama, Bolzano (Jazzfestival Trento), Zürich (TAKTLOS).

Die Musik der Band wird bis auf wenige Ausnahmen von Christoph Gallio komponiert und von allen Beteiligten gemeinsam in die jeweilige Form gebracht. Die Kompositionen können auch als Skulpturen gesehen werden. Unbeeindruckt von Trends bewegt sich DAY & TAXI autonom und unverkennbar an der Schnittstelle von Komposition und Improvisation und arbeitet teilweise mit starken Kontrasten wie Verdichtung und Entleerung. DAY & TAXI spielt zeitgenössische Musik, die sich der Vergangenheit bewusst ist, die Gegenwart wahrnimmt und die Zukunft anvisiert.

Die Musik versteht sich als experimentell und ist einschließend. Stilistische Heterogenität, Zufall, Minimalismen, Alltäglichkeit, Poesie und auch Künstlichkeit in Form von Sentimentalitäten werden zugelassen. Der gelassene und sublime Umgang damit prägt den einzigartigen DAY & TAXI Sound, der die individuellen Qualitäten der Mitspieler vereint und aufleben lässt.

Presse:

DAY & TAXI, this trio remains one of Europe’s best kept secrets. DOWNTOWN MUSIC GALLERY, BRUCE LEE GALLANTER, NEW YORK CITY

… eine sehr stake, auch emotional anrührende Musik. BERT NOGLIK, LEIPZIG

I’ve long been a fan, and ‚WAY‘ is a striking, beautifully-conceived album. All compositions are by the leader, and they’re succinct and pellucidly-structured – as are his improvisations. … Gallio is his own man, and a real musical thinker. Bassist Jeger and drummer Meier are simpatico partners. ***** JAZZ JOURNAL, ANDY HAMILTON, LONDON

30 Jahre Entwicklung hat Gallio mit seinen Kameraden zurückgelegt. Was dabei entstanden ist, könnte man mit musikalischer Weisheit in ständig wechselnder Gestalt bezeichnen. MATHIAS BÄUMEL, DRESDEN

DAY & TAXI since the early 90s is one of the most consistent and truthful of European groups. ‚DEVOTION‘, the new DAY &TAXI record, successor to the excellent WAY, is another set of taut, well-structured sketches and miniatures…the recruitment of Gerry Hemingway seems to have opened up a whole new direction for the group, which is great to hear. JAZZ JOURNAL, BRIAN MORTON, LONDON

www.gallio.ch/daytaxi-devotion

Foto: © Jordan Hemingway

08.06.2021_Autochrom

Luise Volkmann (Saxophon)
Athina Kontou (Kontrabass)
Max Santner/Dominik Mahnig (Schlagzeug)

Wie bringt man drei komplementäre Elemente so in Übereinstimmung, dass ein neues symbiotisches Ganzes daraus entsteht? Ein Verfahren der frühen Farbfotografie gibt Aufschluss. Die auf die Gebrüder Lumière am Anfang des 20. Jahrhunderts zurückgehende Technik „Autochrome“ basiert darauf, dass aus der Rasterung der drei Farben Rot, Blau und Grün alle anderen Farben abgeleitet werden und so komplexe Farbfotos erstellt werden können.

Autochrom heißt auch das neue Trio der Saxofonistin Luise Isabel Volkmann mit Bassistin Athina Kontou und Schlagzeuger Max Santner/Dominik Mahnig, dessen Musik sich am besten mit einer komplemäntären Symbiose beschreiben lässt. Was liegt also näher, als das gemeinsame Debütalbum „RGB“ zu betiteln? Volkmann selbst steht dabei für Rot, Kontou für Grün und Santner für Blau. Ausgangpunkt für das Trio war Luise Volkmanns Großformation été large, mit der die Komponistin und Saxofonstin 2017 das epische Album „Eudemonia“ rausbrachte. Als sie sich nach dem großen für das kleine Format entschied, nahm sie die beiden auf den neuen Weg mit. Topografisches, Biografisches und Persönliches verdichtet sich auf „RGB“ zu einer feinkörnigen Momentaufnahme, in der sich jeder einzelne Aspekt im Gesamtbild auflöst.

Als lebenshungrige Musikerin hat Volkmann ein Faible für Anekdoten, egal, ob sie aus Filmen, Büchern, Comics oder der eigenen Alltagswahrnehmung kommen. Überall greift sie auf, was sie umtreibt, im Persönlichen ebenso wie im Globalen. Ihre musikalischen Geschichten haben stets einen Hintergrund.

Wenn sie mit ihren beiden Gespielen ins Musizieren kommt, vergisst man ganz schnell, welche Instrumente man hört. Alle drei leisten ihre Beiträge, übernehmen intuitiv Verantwortung, ohne sich in den Vordergrund zu spielen. Der spielerische Impuls wechselt unablässig zwischen den drei Protagonisten. Im Mittelpunkt steht zu jedem Zeitpunkt die Geschichte, und die drei musikalischen Grundfarben dienen dazu, sie bestmöglich abzubilden.

„Als Komponistin interessiert mich der Klangkörper mehr als Solisten“, so Volkmann. „Von meiner menschlichen und ideologischen Ausrichtung ausgehend, glaube ich an Kollektivität und Gemeinschaft. Die Gesellschaft konzentriert sich viel zu sehr auf den Einzelnen. Auch im Jazz geht es immer um die Bandleader. Mir ist es viel wichtiger, dass es wie im Rock Bands gibt, die selbst als Klangkörper funktionieren. In der Probenphase haben wir hart daran gearbeitet, dass jeder seine Verantwortung wahrnimmt.“

Auf dem Weg zu dieser Kollektivität hat das Trio viel Klangforschung betrieben. Dabei kamen unterschiedlichste Fragen auf, deren Antworten akribisch gesucht wurden. Wie kann das Saxofon ähnlich klingen wie der gestrichene Bass? Wie kann man auf dem Becken quietschen wie auf dem Saxofon? Es ging nicht um Abgrenzung, sondern um Verschmelzung der verschiedenen Klangquellen. Musik als Prozess der Integration, genau wie bei den Farbpigmenten einer autochromen Fotografie.

Der Verschmelzungsprozess geht aber noch tiefer, und hier kommt ein weiterer philosophischer Aspekt ins Spiel. Im Jazz treffen die meisten Musikerpersönlichkeiten eine Grundentscheidung für eine abstrakte oder eine dem Leben abgelauschte Spielart. Bei Autochrom setzt sich eine intellektuelle Alltäglichkeit durch, die man in dieser Selbstverständlichkeit nur ganz selten findet. Die Songs sind höchst alltagskompatibel, ohne Abstriche an den abstrakten Momenten zu machen.

Hinzu kommt eine verspielte Ernsthaftigkeit oder ernsthafte Verspieltheit – ganz, wie man will, denn daraus ergeben sich zwei gegensätzliche Bewegungsrichtungen, die aber auf denselben Punkt hinauslaufen. Alle drei nehmen ihre Musik sehr ernst und haben gerade deshalb sehr viel Spaß an ihr. So klingen die Stücke bei all den unterschiedlichen Ideen und Beweggründen, die hier sehr fein verwoben werden, sehr spontan und kompakt.

Aber genug der Worte. Die Musik von Autochrom braucht keinen Beipackzettel, denn sie erzählt ihre Geschichte selbst. Ohren auf und durch, dann weiß man alles über diese Musik, was es zu sagen gibt.

Presse:

„Die Musik {setzt} ein tänzerisches Denken frei, adressiert Körperlichkeit und Gedankenfluss in einer einzigen Bewegung. Ein so herausforderndes wie im besten Sinne aufregendes Debüt.“ Jazzthetik, Harry Schmidt

„Beim Hören fühlt man sich mitgenommen auf einen Spaziergang durch wunderliche Welten.“ Thomas Volkmann, JazzPodium

Prallsatt voller Emotionen und rhythmischer Raffinesse, brodelt die spannungsreiche Chose mit Luise Volkmanns vielseitig-virtuosem Altsax außergewöhnlich originell. Sven Thielmann, Hifi&Records

Vom Start weg ist klar, dass in diesem Trio niemals die auf der Hand liegenden Ideen überstrapaziert werden, sondern immer wieder überraschend und sehr souverän neu und anders abgebogen wird.“ LVZ, Ulrich Steinmetzger, Leipzig

Luise Volkmann ritzt bei der Klangsuche auch mal die Grenzen des Hörbaren. Genau dort aber gibt es Unerhörtes zu entdecken. Und dies tut die deutsche Saxophonistin und Komponistin mit schelmischer Freunde. Frank von Niederhäusern, Schweizer Kulturtipp

Jazz der einem die Hirnwindungen erst verknotet und dann freispült. Kreuzer, Leipzig

Im forschend ausgreifenden Jazz eine Trinität aus Mut, Entdeckerfreude und Erzählbegabung. Aufreibend.“ Märkische Allgemeine Zeitung (MAZ)

agentur-wolkenstein.de/project/luise-volkmann

13.07.2021_Pollon

Theresia Philipp (Saxophon, Klarinette)
David Helm (Kontrabass)
Thomas Sauerborn (Schlagzeug)

Pollon ergibt sich der Absurdität der Wirklichkeit. Eine Band spielt einfach drauflos…Und zwar wild, hemmungslos und ungezügelt. Romantisch, ehrlich und sensibel. Humorvoll, fantasiereich und losgelöst. Pollon greift nicht nach etwas, sondern lässt einfach los und lässt sich treiben – überlässt sich in jedem Moment der puren Freude und der immerwährenden Magie der Musik. Die Kompositionen der Bandmitglieder erzählen Geschichten aus dem Leben, die sich durch das kompromisslose aufeinander hören und miteinander spielen der Musiker voll und ganz entfalten.

Pollon – das sind Thomas Sauerborn (Schlagzeug), David Helm (Kontrabass) und Theresia Philipp (Saxophon, Klarinette). Drei äußerst umtriebige Kölner Jazzmusiker der jüngeren Generation, die ausgestattet mit einem hohen Maße an Erfahrung, Experimentierfreudigkeit und Intuition ihre eigene, einzigartige Klangwelt kreieren. Trotz ihres noch jungen Alters sind alle drei bestens ausgebildet, vielfach preisgekrönt und konzertierten mit namenhaften Jazzmusikern rund um den Globus. Eine erstaunlich reifes Debüt dreier Freunde, die sich bei aller Professionalität den neugierigen Blick eines spielenden Kindes stets bewahrt haben.

Referenzen:

Jazzpreis der Stadt Köln 2019 für David Helm & 2020 für Theresia Philipp UDJ Forum 2015 | AchtBrücken Festival Köln 2016 | Winterjazz Festival 2017 | KLAENG Serie 2017 | WDR3 Jazzfest 2019 bei ARTE Concert

www.theresiaphilipp.de
www.davidhelm.net
www.thomassauerborn.de

14.09.2021_Uncanny Valley Trio

Thomas Challenger (Tenorsaxophon)
Phil Donkin (Kontrabass)
Oli Steidle (Schlagzeug)

Das Trio „Uncanny Valley” wurde 2017 gegründet und spielt Stücke der Briten Phil Donkin (Kontrabaß) und Thomas Challenger (Tenorsaxophon), sowie von Oli Steidle (Schlagzeug).

Der Name der Gruppe ist übernommen von einem ebenso benannten Phänomen, dass im Bewegungsverhalten von Robotern menschliche Züge gesehen werden. Das schafft einen besonderen Erwartungshorizont. Sie spielen weitgehend akustisch und setzen ihren Schwerpunkt auf Intervalle und räumliche Rhythmen. Ihre Improvisationen bedienen sich beider Grundmuster, stellen gängige Spielmuster in Frage und lassen die üblichen Erwartungen an improvisierter Musik hinter sich. Denn das Wort „uncanny“ bedeutet eben auch verblüffend oder gar unheimlich.

Phil Donkin, Vertreter des Modern Creative Jazz, und Oliver Steidle, Repräsentant der neuen Improvisationsmusik, leben in Berlin. Thomas Challenger liebt das Duospiel mit Kirchenorgel.

www.tomchallenger.co.uk
www.phildonkin.com
www.oliversteidle.com

12.10.2021_Schick/Majkowski/Lovens_BR-KLASSIK Live-Mitschnitt

Ignaz Schick (Saxophon)
Mike Majkowski (Kontrabass)
Paul Lovens (Schlagzeug)

Ignaz Schick ist vielen heutzutage vor allem als experimenteller Elektroniker, Turntablist, konzeptioneller Klangkünstler oder Komponist bekannt. Dass er eigentlich ein mit vielen Wassern gewaschener Saxophonist ist, der direkt aus der Tradition der harmolodisch-freien Jazz und der Schule um Ornette Coleman & DonCherry kommt, wissen meist nur Freunde, Kenner und Insider. Er selbst sagt: „Ich rufe schon lange keine Jazzclubs mehr an, ich über aber täglich, und gelegentlich erinnert sich jemand und lädt mich mit dem Saxophon ein.“

Es gibt ein paar sorgsam ausgewählte akustische Besetzungen, eine davon ist das 2010 gegründete „Akustische Trio“ mit Altmeister und musikalischem Jungbrunnen Paul Lovens am Schlagzeug und dem australischen Bassallrounder Mike Majkowski, der seit kurzem das Gründungsmitglied Clayton Thomas am Kontrabass vertritt. Die Musik des Trios ist komplett frei improvisiert, es gibt keine musikalischen Absprachen oder vorkomponierten Stücke und so entsteht ein melodisch frisches, polyphones und nach allen Seiten offenes musikalisches Geflecht.

Melodisch und konzeptionell knüpft Schick an Coleman, frühe AACM, NY Loft Jazz aber auch Third Stream-Elementen an und entwickelt diese stilistischen Elemente zu seiner eigenen Sprache weiter. Gleichzeitig werden diese Merkmale geschickt und kontrastreich collagiert und überlagert mit Majkowskis kontrapunktierten und klanglich ausdifferenzierten Basslinien sowie Lovens trocken swingenden und punktierten Schlagflächen unter Einsatz seines kompletten und ihm archetypischen Klangarsenals. Nutzen Sie die seltene Gelegenheit diese drei Ausnahmemusiker in München zur hören.

zangimusic.wordpress.com/ignaz-schick/

In Kooperation mit BR-KLASSIK