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08.11.2022_Witold

Kalle Kalima (Gitarre)
UIi Kempendorf (Bariton- und Tenorsaxophon)
Moritz Baumgärtner (Schlagzeug)

Zu einer Session im Sommer 2019 brachte Kalle eine Bearbeitung für Gitarre von Witold Lutoslawskis „Melodie Ludowe“ (Folk Melodies) mit. Lutoslawski, einer der größten europäischen Komponisten des 20. Jahrhunderts, schrieb diese Lieder kurz nach dem 2. Weltkrieg als „funktionale Musik“, um seine Familie zu ernähren.

Die Mischung aus naiven Melodien, krummen folkigen Formen und Lutoslawskis teils wunderschönen, teils kryptischen und dichten Harmonien, bietet genau das richtige Ausgangsmaterial für Improvisation und Triokonversationen mit einem unsichtbaren vierten Mann, irgendwo zwischen Jimmy Giuffres Trios und Tim Berne.

Foto @ Cristina Marx/Photomusix

 

22.11.2022_Günter Baby Sommer & The Lucaciu 3

Günter „Baby“ Sommer (Schlagzeug)
Antonio Lucaciu (Saxophon)
Simon Lucaciu (Klavier)
Robert Lucaciu (Bass)

Vier Perspektiven auf improvisierte Musik treffen im neusten Projekt des Schlagzeugers Günter Baby Sommer aufeinander. Auch wenn die Gemeinsamkeiten der Protagonisten nicht zu übersehen sind – teilen drei von ihnen sogar denselben Nachnamen – bringt hier jeder seine ganz eigenständige Stimme ein.

So bewegen sich die Kompositionen zwischen kurzen Melodiefragmenten mit großer improvisatorischer Freiheit und konzipierten Texturen, die dem Quartett ausdifferenzierte Strukturen entlocken. Die Inspirationsquellen dafür sind vielfältig. In der Auseinandersetzung mit Hugo Balls Poesie, Bartoks Klaviermusik und fast vergessenen Volksliedern entstehen neue Zwischenräume. Es ist spannend, dabei zuzusehen und zu hören, wie intergenerationell und innerfamiliär auf der Bühne verhandelt wird.

„Familientreffen haben immer einen eigenen Reiz: tiefe Vertrautheit verbunden mit einem ganz besonderen Konfliktpotential. Innerfamiliäre Spannungen haben eine sehr spezielle Form von Elektrizität. So ein Knistern spürt man auch auf dem Album „Karawane“ der drei Lucaciu-Brüder aus Plauen – Altsaxophonist Antonio, Pianist Simon und Kontrabassist Robert – zusammen mit der Dresdner Schlagzeug-Legende Günter Baby Sommer. Dieser Trommel-Meister, zwei Generationen älter als die drei hochmusikalischen Lucacius, zeigt auf dem Album seine ganze Bandbreite an Klangkunst: kompromisslos energetisch, mit der „Baby-eigenen“ Power, aber auch mit seinem untrüglichen Geschmackssinn für lyrische Geräusche. Die drei Lucacius sind dabei absolut gleichberechtigte Anspielpartner untereinander und mit Sommer im Dialog. Heiß britzelnde Luft, dunkle, sich auftürmende Wolken, cooler Windhauch, all das weht durch die Kompositionen auf dem Album „Karawane“. Auch das gleichnamige Dada-Gedicht von Hugo Ball wird zum Klingen gebracht. Und natürlich darf auch ein „Hymnus“ von Günter Baby Sommer nicht fehlen, an dessen Kantigkeit man sich einfach nicht satt-hören kann. „Karawane“ ist ein buntes und vielfältiges musikalisches Familientreffen, bei dem alle Beteiligten auch von sich selbst erzählen dürfen. Etwa ist Antonio Lucacius Prägung als Popsaxophonist durch aus spürbar, Roberts weiter Horizont als Improvisator mit Nähe zur Neuen Klassischen Musik, Simons Feinfühligkeit, mit zarten Einflüssen seines Professors Michael Wollny. Und Günter Baby Sommer, der ist sowieso immer unumstößlich er selbst. So ein Familientreffen macht richtig Spaß“

Hören wir Gutes und reden darüber!
BR-KLASSIK, 14.06.2022 von Beate Sampson, Roland Spiegel, Ulrich Habersetzer

Foto © Tobias Sommer

13.12.2022_USINE

Cansu Tanrıkulu (Gesang, Elektronik)
Declan Forde (Klavier)
James Banner (Kontrabass, Elektronik)
Max Andrzejewski (Schlagzeug)

USINE vereint 4 in Berlin lebende Solist*innen zu einem verstörenden, finsteren und energetischen Körper. Improvisationen werden gemeinsam zu Stücken umgearbeitet, die die Grundlage für Songstrukturen und Welten bilden, aus denen sie hervorgehen. USINE beauftragt neue Texte von internationalen Autor*innen und präsentiert originelle antikonservative Tiraden mit Punk-Energie, mit einer Freiheit und Unerbittlichkeit, die im Vordergrund ihres Sounds steht.

,,Gefühlstief und dramatisch… zart und schön… voller Drama und stark improvisation“
– Tony Dudley-Evans, Europe Jazz Network

,,Musikalisch ist es ja auch ein sehr breites Feld was ihr absteckt… von ganz klaren Song-Struckturen bis zur totalen Freiheit, Offenheit, in der niemand von vorne rein weiß wo es hinführen würd, am ende findet ihr zusammen…’’
– Ulf Drechsel, rbbKultur

,,Jazz des 21. Jahrhunderts, fest verwurzelt in der musikalischen Geschichte, aber mit neuen Blicken in deren Zukunft. Nein, das ist keine Musik, um Sie beim Abendessen mit der Familie im Hintergrund laufen zu lassen. Das will und soll sie auch nicht sein.’’
– Claus Volke, hören und fühlen

Foto © Dovile Sermokas

jamesbanner.com/usine_de/

10.01.2023_Nissen Mosh

Asger Nissen (Saxophon)
Valentin Gerhardus (Klavier)
Thorbjørn TB Stefansson (Kontrabass)
Marius Wankel (Schlagzeug)

Nissen Mosh spielt erfrischend neue Eigenkompositionen des dänischen Saxophonisten Asger Nissen. Nachdem er sich in den letzten Jahren in der deutschen Jazzszene etabliert hat ist Asger Nissen nun bereit seine brandneue Band zu präsentieren. Mit dabei sind einige seiner engsten und beliebtesten Musiker der Berliner Szene: Valentin Gerhardus, Thorbjørn „TB“ Stefansson und Marius Wankel.

Die Musik von Nissen Mosh reflektiert einige von Asger’s Lieblingsimpulsen aus alter, moderner und zeitgenössischer Musik in einem frischen, kuriosen und lebendigen Ausdruck. Das manchmal fast symbiotische Zusammenspiel zwischen Valentin Gerhardus und Asger Nissen erzeugt eine besondere Atmosphäre von harmonischer Spontanität sowie melodischer Ausgelassenheit, begleitet von der Rhythmusgruppe bestehend aus TB und Marius Wankel, die nicht nur ein solides Fundament legen, sondern auch die Führung übernehmen können und dadurch einen starken, gewagten und einheitlichen Bandsound etablieren.

Zusammen machen Nissen Mosh energiegeladene Musik mit harmonischen und melodischen Explorationen, unterstützt von einem starken rhythmischen Fundament aus tighten Grids, vibrierenden Grooves, fließenden Beats und pure Power. All dies mit einer wiederkehrenden Inspiration aus Songwriting-Genres.

„Nissen ist ein ausgezeichneter Improvisator, der das Abstrakte stimmig mit dem sanglich Emotionalen zu verbinden weiß, aber sein Hauptaugenmerk liegt auf Kompositionen, deren lange dramaturgische Bögen eine gewisse spirituelle Nähe zu Tim Berne verraten.”

Wolf Kampmann, Jazzthing, Feb/March 2020

www.asgernissen.com

ASGER NISSEN (*17.11.1996)
Seit seiner Ankunft in Berlin Ende 2017, hat sich der dänische Altsaxophonist Asger Nissen, mit seinem unverwechselbaren emotionalen Sound sowie seinem energiedurchzogenem und neugierigem Spielansatz einen Namen als gefragter Saxophonist in der deutschen Jazzszene gemacht. Er arbeitet mit den unterschiedlichsten Jazzmusiker*innen (zB. Jim Black, Jeff Ballard, Wanja Slavin, Jonas Westergaard, Mirna Bogdanovic, Chris Dell, Otis Sandsjö, Philipp Gropper, Olive Steidle, Uli Kempendorff, Pablo Held, Bernhard Meyer, Phil Donkin usw.) zusammen und tourte durch ganz Europa — mit Konzerten in zahlreichen Clubs und auf Festivals (u.a. A-Trane, Montmartre Kopenhagen, Loft Köln, Jazz Baltica, North Sea Jazz, Copenhagen Jay Festival, … ).
Vor seiner Zeit in Berlin war Asger Nissen ein aktiver Teil der Kopenhagener Jazzszene und war Mitglied der preisgekrönten Band ALAWARI!.
Asger Nissen wurde 2021 mit dem JIB Jazz Preis der Karl Hofer Gesellschaft 2021 ausgezeichnet als herausragender Solist. Im August 2021 hat er mit dem Kölnerformation, STRUCTUCTURE, den Avignon Jazz Preis gewonnen.

VALENTIN GERHARDUS (*16.07.1997)
Valentin Gerhardus ist Pianist und lebt in Berlin. Bereits als Schüler stand er bei einem Austauschprojekt mit dem New Yorker Musiker Roy Nathanson (Jazz Passengers, Lounge Lizards) auf der Bühne und war Preisträger bei Wettbewerben wie der Bundesbegegnung Jugend Jazzt in Stuttgart 2014. Von 2015 bis 2020 studierte er Jazz Klavier bei Prof. Michael Wollny an der Hochschule für Musik und Theater in Leipzig. Als Teil der Leipziger, Berliner und Münchner Musikszene tritt er regelmäßig deutschlandweit auf, spielte zudem Konzerte in Rumänien, England und Wales. Hierbei spielte er mit Musikern wie Tony Lakatos, Phil Donkin, Johannes Enders, Onyx Collective, Johannes Lauer, Philipp Gropper, Moritz Baumgärtner, Uli Kempendorff, Wanja Slavin, Leif Berger.
Anfang 2020 startete er gemeinsam mit Uli Huebner die Konzertreihe „Glitch“ in Leipzig mit geplanten Gästen wie Kalle Kalima, Otis Sandsjö, Leif Berger etc.

THORBJØRN TB STEFANSSON (*13.11.1997)
Thorbjørn Stefansson (alias TB), ist ein Dänischer Bassist aus Aarhus. Schon während seiner Abschlussjahre am Gymnasium war er ein wichtiger Teil der aufstrebenden Jazzszene von Aarhus. Dort spielte er mit prominenten Vertretern der dänischen Jazzszene, wie Claus Waidtløw oder Artur Tuznik.
Nach dem Abschluss seines Abitur verbrachte TB zwei Jahre in Schweden an der renommierten Internatsschule Skurup Folkshögskola, wo er Unterricht von u.a. Johnny Åman, Fredrik Kronkvist und Kathrine Windfeld erhielt.
TB lebt jetzt seit 2019 in Berlin, wo er seinen Bachelor am Jazz Institut Berlin der Universität der Künste absolviert. Er ist ein wichtiger Bestandteil der jungen Berliner Jazzszene und spielt mit unter anderem Moritz Baumgärtner, Uli Kempendorff und Uri Gincel.

MARIUS WANKEL (*11.07.1996)
Marius Wankel ist Schlagzeuger und lebt in Berlin. Nachdem er in einer musikalischen Familie früh zum Klavier und Schlagzeug gefunden hatte, begann er nach dem Musikgymnasium den Bachelor im Hauptfach Jazzschlagzeug an der Hochschule für Musik Würzburg und bekam Unterricht bei Bill Elgart und Bastian Jütte. Zwischen 2013 und 2015 war er bei „Jugend Jazzt“ Preisträger mit verschiedenen Besetzungen. 2018 wechselte er an das Jazz Institut Berlin, um dort sein Studium bei u.a. Heinrich Köbberling und Greg Cohen fortzuführen. Neben zahlreichen Projekten in Berlin ist er auch ein aktives Mitglied der Jazz Szenen in München und Leipzig.

14.02.2023_TAU 5

Felix Henkelhausen (Elekctronics, Bass)
Ludwig Wandinger (Electronics)
Moritz Baumgärtner (Schlagzeug)
Philip Zoubek (Synthesizer)
Philipp Gropper (Tenor und Sopransaxophon)

Seit ihrer Gründung arbeiten TAU 5 auf Basis neuer Kompositionsformen und Improvisationskonzepte an dem Vokabular einer eigenen, kollektiven Klangsprache und entwickeln ausgehend von Jazz, Electronic, HipHop, Improv und Neuer Musik ihren Sound mutig weiter.

Supergroup ist – zugegeben – ein etwas abgeschmackter Begriff. Aber im Herbst 2020, in einer Zeit, in der jede mögliche Gruppenbildung mit tollen Individuen nicht nur in der Kunst ein Grund zur Freude ist, möchten wir ihn gerne wieder zurück auf den Plan rufen. TAU 5 ist ein solches Supergruppen-Quintett mit Basis in Berlin, das aus fünf schillernden Persönlichkeiten der jungen europäischen Jazzszene besteht. Moritz Baumgärtner an Schlagzeug und Percussion, Philipp Gropper am Saxophon, Philip Zoubek an der Electronic, Felix Henkelhausen am Bass – und nicht zuletzt Ludwig Wandinger als Produzent und Editor. Denn die Editierarbeit ist tatsächlich ein wichtiger, beinahe kompositorischer Teil ihres Debüt-Albums mit dem allumspannenden Titel „Kreise“. Über drei Jahre hinweg hat das Material große Kreise an den unterschiedlichen Schnittstellen der Produktion gezogen. Von den Kompositionen und Konzeptionen bis zum finalen Mixdown. Wir hören gespielte Notationen, freie Jams und erneute Improvisationen zu bereits editierten Sessions auf dieser kreisförmigen Doppel-Langspielplatte. Das Ende eines Prozesses wird bei TAU5 stets als Anfang eines neuen Prozesses begriffen.

Hier trifft „Bitches Brew“ auf den Geist von Eric Dolphy oder Cecil Taylor unter den Produktionsbedingungen von Ableton-Live. So erinnert „Kreise“ in vielen Momenten eher an Flying Lotus, als an ein klassisches Live- Quintett des Free-, Modern- oder Fusion-Jazz- Betriebs. Doch selbstverständlich besitzen TAU 5 die Fähigkeiten, diese unfassbare Musik 1 zu 1 auf die Bühne zu bringen. Schließlich sind sie weder ein Kurator*innen- noch Produzentent*innen-Traum. Wir sprechen über eine Band: „Next level shit“, würden da wohl die Nachbar*innen aus der HipHop-Abteilung sagen. Dabei sind die Musiker von TAU 5 genauso vom HipHop wie von elektronischer Musik beeinflusst, so wie der Jazz längst wieder mit einer großen Selbstverständlichkeit junge Leute vom Pop bis in die Elektronik hinein beeinflusst. Der Erdkundelehrer-Muff von einst ist lange verflogen. Dem Internet sei gedankt. Nicht nur ihm, aber sicherlich auch.

Die Musik zieht sowieso munter weiter ihre Kreise. Saxophone mit soundverfremdenden Plug-Ins, komplexen, handgespielten Drum- Patterns und den darauf fußenden Loops. „Natürliche“ Sounds und Synthesen. Alles morpht hier ineinander, so wie das Artwork des Berliner Künstlers Markus S. Fiedler, von dessen Arbeit auch niemand mehr mit Gewissheit sagen kann, ob seine Bilderwelten in all ihrer farbigen Pracht vollständig am Computer generiert sind, oder ob es doch nur ein Tableau ist, auf dem fotografische Elemente am Rechner weiterbehandelt wurden.
Was all diese Fragen über die mediale Wahrnehmung unserer Gegenwart aussagen, mag jede(r) für sich entscheiden. Die Gruppe TAU 5 sieht dieses Album ohnehin nicht als ein Manifest, sondern als eine Beschreibung von Zuständen. Als könne man für ausgewählte Momente der Erschaffung oder Erhaltung von Systemen zuhören. Ja, als hörten wir beim Bestäuben einer Pflanze für wenige Minuten nicht nur der Biene, sondern auch der Pflanze zu. Oder den Wolken da oben auf ihrer Reise vom Meer in die nächste Bauernschaft oder Metropole. Die vorbeifahrenden Autos nicht zu vergessen. Und die Prozessoren in unseren Rechnern und Smartphones…

Es ist ihre große Offenheit, Neugierde und natürlich sind es ihre immensen Fähigkeiten, die TAU 5 im Kollektiv zur eingangs beschriebenen Supergroup mit einem echten Superalbum machen. Fantastisch!

Foto @ Andre Symann

http://moritzbaumgaertner.de
http://philippgropper.com
https://www.felix.henkelhausen.net
https://www.ludwigwandinger.com
https://www.philipzoubek.com

14.03.2023_The Consistency of Destruction

Pascal Klewer (Trompete)
Leif Berger (Schlagzeug)
Felix Hauptmann (Klavier/Synthesizer)
Roger Kintopf (Kontrabass)
Florian Herzog (Kontrabass)

“The Consistency of Destruction” arbeitet und forscht an Strukturen, Polyrhythmik, Dichte und Klang. Die Musik des Kölner Ensembles, bestehend aus den beiden Bassisten Roger Kintopf und Florian Herzog, dem Schlagzeuger Leif Berger, dem Pianisten Felix Hauptmann und dem Trompeter Pascal Klewer, befindet sich an den Grenzen der Avantgarde, Improvisierten Musik und der Neuen Musik. Die intensiv erarbeiteten Stücke, Vorlagen, Vorgaben und Konzepte werden stets weiter erforscht und schließlich zerstört, hinterfragt und neu verkoppelt.

Die Band veröffentlicht im Laufe 2021/2022 insgesamt 5 Alben auf dem Label sts|sts records.

Presse:

https://www.spiegel.de/start/jazz-musiker-werden-pascal-klewer-ueber-sein-studium-sein-gehalt-und-die-corona-krise-a-6a2e151c-df8f-4bd7-a28e-748c740cd622

https://www.ksta.de/kultur/aufregend-unberechenbar-36385072?cb=1619082665608

https://www.deutschlandfunk.de/aktuelle-big-bands-frischluft.2886.de.html?dram:article_id=475019

https://www.jazzthing.de/news/2020-2-27-koeln-222-festival-im-loft

pascalklewer.com

11.07.2023_Bright Dark

Mark Pringle (Klavier/Synthesizer)
Felix Henkelhausen (Kontrabass)
Philip Dornbusch (Schlagzeug)

„Bright Dark“ heißt ein Projekt und Album des Berliner Pianisten Mark Pringle mit Felix Henkelhausen am Kontrabass und Philip Dornbusch am Schlagzeug. Das Trio taucht mit offenen Ohren unerschrocken in Pringles Kompositionen ein, in denen es spielerisch rhythmische Vamps navigiert, zarte Klangteppiche webt und über lyrische Melodien meditiert. Dabei werden vereinzelte elektronische Elemente in einen ansonsten lebendigen akustischen Raum integriert. Mit ganz verschiedenartigen Einflüssen wie Karlheinz Stockhausen, der Berliner elektronischen und improvisierten Musikszene, Waschsalons und lila Obst, zeichnet sich der Sound der Formation durch ein dynamisches Zusammenspiel aus – emotional, eindringlich und reflektierend.

„Bright Dark“ kann sowohl als Gegensatz, als auch deskriptiv interpretiert werden (kann etwas Dunkles eine Eigenschaft von Helligkeit besitzen?), ein Rätsel, das sich in der Musik abspielt, wo Funken vor schattenübersäten Kulissen fliegen. Das gleichnamige Album wurde 2022 von Unit Records veröffentlicht und markiert Pringles erstes aufgenommenes Statement als Bandleader eines Trios.

„Seine Motive wirken hingetupft, in den Klangraum geworfen und selbst in Momenten der Vehemenz oder der vorsichtigen elektronischen Verfremdung klar und perlend deutlich … ein Experiment mit Kontrasten aus der Tradition der offen fließenden Jazzmoderne … Pringles Klarheit der Dunkelheit.“

– Ralf Dombrowski, Jazz thing

„Mark Pringle ist ein außergewöhnlich begabter Pianist und Komponist sowie ein bemerkenswerter Improvisator“

– John Taylor

Foto © Martina Pozzan

www.markpringlemusic.com