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14.07.2026_Felix Hauptmann PERCUSSION

Felix Hauptmann (Klavier)
Roger Kintopf (Kontrabass)
Leif Berger (Schlagzeug)

Ein gemeinsames ästhetisches Fühlen innerhalb undurchsichtiger und fluider rhythmischer Strukturen ist der Kern von PERCUSSION. Felix Hauptmann (Piano, Komposition), Roger Kintopf (Bass) und Leif Berger (Drums) arbeiten seit mehreren Jahren zusammen in diesem Ensemble, geprägt durch intensive Probenarbeit und Arbeitsprozesse.

„Dieses Album ist eine Einladung, sowohl die Erwartungen als auch die Hörerfahrungen gegenüber einer bekannten Orchestrierung akustischer Instrumente zu reflektieren. Unser drittes Album in akustischer Besetzung setzt unseren Prozess fort, detailliert ausgearbeitete Kompositionen mit der Kultur der freien Improvisation des Trios zu verbinden. Die Idee ist es, klangliche Räume zu schaffen, die eine ständige Spannung zwischen Limitation und Freiheit, Ungewissheit und Verspieltheit ermöglichen.

Roger Kintopf, Leif Berger und ich kommen nun seit über sechs Jahren zusammen, um uns in diesen Sphären selbst zu erforschen. Mein Anspruch ist es, Musik zu machen, die von Liebe und Wärme erfüllt ist; es ist eine nie endende Suche nach Wegen, Spielfreude, Unsicherheit und Akzeptanz durch Klang auszudrücken.
Während die Welt zunehmend aus den Fugen gerät, hoffe ich, dass dieses Album Ruhe bietet und einen Ort schafft, an dem Zeit anders erfahrbar wird.

PERCUSSION III wurde im November 2024 in unserem zweiten Zuhause, LOFT Köln, aufgenommen.“

Felix Hauptmann

Felix Hauptmann ist Pianist und Komponist im Bereich Jazz und Improvisierte Musik und lebt in Köln. 2020 gründet er das Trio „PERCUSSION“ (feat. Roger Kintopf und Leif Berger), welches in den kommenden Jahren den Mittelpunkt seines künstlerischen Schaffens bildet. Seit dem ersten Konzert des Ensembles im Dezember 2020 sind vier Alben bei Boomslang Records erschienen, PERCUSSION spielte u.a. beim BEZAU BEATZ Festival und der Cologne Jazzweek sowie zahlreichen Konzerten in Deutschland, Österreich und Portugal.

Im Jahr 2022 erhält Felix Hauptmann den Jazzpreis der Stadt Köln (Horst und Gretl Will Stipendium) und gestaltet einen Konzertabend im Rahmen der Cologne Jazzweek im Saal des Stadtgartens in Köln. April bis Juni 2024 ist er Artist in Residence in der Villa Waldberta in Feldafing (Artist In Residence Munich), ein Programm der Stadt München. In dieser Zeit entsteht das neue Ensemble SERPENTINE (feat. Jorik Bergman, Fabian Dudek, Evi Filippou, Ursula Wienken und Leif Berger), die Uraufführung findet im renommierten „Schwere Reiter“ in München statt.

Seine neueste Veröffentlichung „KARJA HAUPTMANN DUO – Underwater Consciousness“ mit der estnischen Pianistin Kirke Karja (Boomslang Records) wurde zum Album des Monats gewählt (Oktober 25, Jazzpodium). Seit September 2024 ist Felix Hauptmann Teil des „NICA artist development“ Programms, angesiedelt am europäischen Zentrum für Jazz, Stadtgarten Köln. Seit 2025 ist Hauptmann Lehrbeauftragter für Jazz-Klavier an der Hochschule für Musik Saar in Saarbrücken.

https://felixhauptmann.com/

Foto © Niclas Weber

15.09.2026_ Sirenjaw

Kit Downes (Klavier)
Vinicius Cajado (Kontrabass)
Lukas Koenig (Schlagzeug)*

* An diesem Abend wird der französische Schlagzeuger Tancrède D. Kummer dabei sein.

Die Musik von Sirenjaw ist das Ergebnis der langjährigen Verbundenheit ihrer drei Musiker. Sie reicht von wildem, dichtem Maximalismus bis hin zu elektroakustischem Minimalismus und texturierten Ambient-Klängen. Empathie und ein Gespür für Dramaturgie ebnen den Weg für ihre spontanen Kompositionen, gebrochene Grooves und glitchige Loops. Die Wirkung, den Raum mit Klang und/oder Stille zu füllen, ist gleichermaßen bedeutend.

https://urchinrecords.bandcamp.com/album/sirenjaw

13.10.2026_Dan Peter Sundland’s Idea of a Good Time

Michaël Attias (Altsaxophon)*
Camila Nebbia (Tenorsaxophon)
Johannes Schleiermacher (Tenor- und Baritonsaxophon)
Dan Peter Sundland (E-Bass und Komposition)
Moritz Baumgärtner (Schlagzeug)

* An diesem Abend wird Chris Pitsiokos das Altsaxophon spielen.

Es ist weder ein Besuch im Golfclub noch eine Karibikkreuzfahrt. Kein Skiurlaub in den Alpen und auch nicht Bestplätze beim Wasserpolofinale. Nein, Dan Peter Sundland’s Idea of a Good Time ist ein extatisches Zusammenspiel dreier starker, individueller Saxophonist*innen, je mit ihren spezifisch eigenen Ausdrucksweisen, über Sundlands farbenreichen Kompositionen und begleitet von erfinderischen Groovetendenzen einer das Genre neu definierenden Rhythmusgruppe.

Die Saxophone werden meisterhaft gespielt von:

Michaël Attias, bekannt durch die Zusammenarbeit mit allen Größen der New Yorker Szene, von Paul Motian bis Anthony Braxton, und darüber hinaus als großartiger Bandleader und Komponist.

Camila Nebbia ist ein kometenhaft aufsteigender Stern in der Improvisations- und Free-Jazz-Szene. Sie hat mit Größen wie Michael Formanek, Angelica Sanchez, Tom Rainey, Susana Santos Silva gespielt. Eine kraftvolle Stimme, die nicht auf die leichte Schulter zu nehmen ist.

Johannes Schleiermacher, bekannt aus Projekten wie Training und Shake Stew, fügt dem Mix mit einer ausdrucksstarken Tenorstimme eine dritte Farbe hinzu und schlägt mit groovigen Baritonlinien die Brücke zur Rhythmusgruppe.

Angetrieben wird das Ganze von dieser kreativen Rhythmussektion:

Dan Peter Sundland steuert seinen unverwechselbaren Ansatz auf dem E-Bass bei und versorgt die Gruppe mit seinen abwechslungsreichen Kompositionen. Seine eigenwillige Stimme leiht er Kollaborationen mit Persönlichkeiten wie Jim Black, Frank Gratkowski, Liz Kosack und Chris Pitsiokos.

Moritz Baumgärtner ist eine bekannte Figur der Europäischen Jazzszene, mit langjährigen Projekten wie Melt Trio und TAU die angetrieben werden von seinen einfallsreichen Klangfarben und allhörenden Ohren.

10.11.2026_Samuel Blaser Quartet

Samuel Blaser (Posaune)
Russ Lossing (Klavier)
Masa Kamaguchi (Kontrabass)
Billy Mintz (Schlagzeug)

Samuel Blaser ist ein virtuoser Posaunist mit einem üppigen Klang und einer flüssigen, ausdrucksstarken Phrasierung. Er ist auch ein inspirierter Komponist, der stets nach dem Gleichgewicht zwischen Struktur und Freiheit sucht. Auf seinem kommenden Doppelalbum Amaaka / Shadow bringt er ein bemerkenswertes Quartett zusammen, bestehend aus dem Pianisten Russ Lossing, dem Bassisten Masa Kamaguchi und dem Schlagzeuger Billy Mintz – drei Meister der Improvisation, die für ihre Tiefe, Sensibilität und ihr kreatives Zusammenspiel bekannt sind.

Amaaka / Shadow ist fest in der Jazztradition verwurzelt und gleichzeitig offen für moderne Ausdrucksformen. Das Album ist als Doppel-CD strukturiert: Amaaka präsentiert eine Sammlung von Kompositionen von Blaser, während Shadow Originalwerke von Lossing enthält. Beide Teile wurden mit demselben Ensemble aufgenommen und bieten zwei unterschiedliche, aber miteinander verbundene musikalische Visionen – lyrisch, explorativ und zutiefst persönlich.

Der Titel Amaaka ist eine Verschmelzung von „Ama“ (Adam) und „Aka“ (Oscar), den Kindheitsaussprachen der Namen von Blasers Söhnen – eine subtile Anspielung auf Familie und Intimität.

Auf das Projekt folgt eine EP mit dem Titel Rosina, die sich an Volksmelodien aus der Emilia-Romagna anlehnt und eine Hommage an Blasers Großmutter darstellt. Rosina ist eine Meditation über Herkunft und Erinnerung und knüpft emotional und musikalisch an das Doppelalbum an.

Samuel Blaser: A 21st-Century Trombone Revolutionary

Winner of the prestigious 2019 „Prix du Musicien européen“ from the Académie du Jazz in Paris and the 2021 Downbeat Magazine Critics Poll („Rising Star Trombone“), Samuel Blaser is redefining what it means to be a trombonist in today’s musical landscape. Born in 1981 in La-Chaux-de-Fonds, Switzerland, this dynamic artist burst onto the professional scene after graduating from conservatory in 2002, quickly making waves across continents.

During his formative years, Blaser forged powerful connections with the Vienna Art Orchestra and the European Radio Big Band, earned a coveted Fulbright Scholarship, and pursued graduate studies at Purchase College Conservatory of Music in New York. His debut album as a leader, the Samuel Blaser Quartet’s 7th Heaven (Between The Lines), marked the beginning of an extraordinary journey. After 16 transformative years living between New York and Berlin, absorbing the pulse of two of the world’s most vibrant music scenes, he returned to his Swiss roots in December 2021, bringing with him a wealth of international experience.
A Musical Alchemist

The secret to Blaser’s magnetic artistry lies in his fearless embrace of musical diversity. Raised on a rich diet of classical music, Swiss folk traditions, and jazz, he has evolved into a genre-bending innovator who fearlessly explores operatic grandeur, rock intensity, and blues authenticity. His musical philosophy centers on growth through collaboration, leading him to forge meaningful relationships with legendary figures including Pierre Favre, Michel Portal, Gerry Hemingway, Marc Ducret, Paul Motian, Oliver Lake, Wallace Roney, Russ Lossing, and Daniel Humair—each master contributing to his evolving artistic identity.

Blaser wields his trombone like a sonic chameleon, seamlessly transitioning from liquid melodic passages to explosive rhythmic punctuations, from earthy gut-level expressions to otherworldly sound explorations—all delivered with laser-focused intentionality. Whether leading his own ensembles or collaborating with others, he approaches each musical encounter with strategic vision and intuitive understanding of what the moment demands. His solo performances are particularly electrifying, using his bold, commanding sound to unlock the hidden musical potential of both architectural spaces and natural environments.
Entrepreneurial Visionary

When global circumstances temporarily silenced live music, Blaser channeled his creative energy into an ambitious entrepreneurial venture. He launched Blaser Music, a label that has already released an impressive catalog of 20 albums, establishing himself not just as a performer but as a tastemaker and cultural curator. His sub-label SONGS extends this vision further, providing a platform for other innovative musicians, beginning with the acclaimed Russ Lossing.

Today, Blaser continues to electrify audiences across Europe, performing with his own groundbreaking ensembles while also bringing his distinctive voice to collaborations with jazz luminaries Michel Portal, Daniel Humair, and Marc Ducret. Through Blaser Music, he’s not just making music—he’s shaping the future of jazz, one bold release at a time.

Samuel Blaser is a XO Sophisticated Brass Artist.

Foto © Jean Baptiste Millot

www.samuelblaser.com

08.12.2026_FEAR O’ SHE

Jeremy Viner (Klarinette, Saxophon)
Felix Hauptmann (Klavier)
Elisabeth Coudoux (Cello)
Roger Kintopf (Kontrabass)
Tancrède D. Kummer (Schlagzeug, Komposition)

FEAR O‘ SHE vereint eine Gruppe aufstrebender und etablierter Improvisationskünstler rund um Tancrèdes Kompositionen und Konzepte. Die Musik verbindet zeitgenössische Strukturen und avantgardistische Rhythmen mit spontanen Gesten, Intuition und Eigeninitiative. Unser ganzheitlicher Ansatz in der Musik betrachtet das Material als ein Laboratorium, in dem wir unsere Individualität innerhalb des Kollektivs erforschen.

Für uns sollte gespielte Musik mit intensiver Leidenschaft und unerschütterlichem Engagement dargeboten werden. Daher auch der Begriff „Ritual”, den FEAR O‘ SHE gemeinsam mit ihrem Publikum leben möchte, um die hingebungsvolle Intensität repetitiver Bewegungen weiter zu erforschen und Wege zu finden, Komposition und Improvisation miteinander zu verweben. Obwohl wir viel Zeit damit verbringen, Partituren zu schreiben und Parameter für die Ausführung und das Zusammenspiel festzulegen, wird das Kollektiv immer das Prisma sein, durch das sich diese künstlerische Vision entfaltet.

Presse:

„Die Formation Fear O´She ist ein Quintett um den französischen Schlagzeuger Tancréde D. Kummer. Die Musik für das Quintett hat Tancréde D. Kummer geschrieben. Ein Komponist, der in unterschiedlichen Bereichen musikalische Erfahrungen gesammelt hat, vom Duo mit Klavier und Schlagzeug mit einer Bearbeitung der Goldberg Variationen von Bach bis zu einem Klaviertrio im Bereich Jazz.

Für die Band Fear O´She hat er die gesamte Musik minutiös auskomponiert, gibt aber seinen Musiker*innen Raum für Interpretation und Improvisation. Die Bandmitglieder sind alle erfahrene Improvisationsmusiker*innen: Elisabeth Coudoux am Cello, Jeremy Viner an Klarinette und Saxofon, Felix Hauptmann am Piano, Roger Kintopf am Bass und Tancréde D. Kummer am Schlagzeug.

Die Musik der Gruppe war eine Form von Neuer Kammermusik, mit kleinen Melodiebögen an Cello, Klarinette/Saxofon und Klavier. Eine durchaus eingängige Musik, die immer wieder durch unerwarteten Ecken und Kanten bestach. Trotz der notierten Form, entwickelten die einzelnen Musiker*innen eigene Initiativen und folgten ihrer Intuition. So entstand ein sehr kohärenter Ensembleklang von seltsamer und ungewohnter Schönheit.“

Text: Uwe Bräutigam für NRWJAZZ

www.tancrededkummer.com/fear-o-she