14.04.2026_Camila Nebbia & Jordina Millà

Camila Nebbia (Tenorsaxophon)
Jordina Millà (Klavier)

Jordina Millà und Camila Nebbia bilden ein außergewöhnliches Duo im Bereich der improvisierten Musik. Ihre Arbeit entfaltet sich durch eine intensive Auseinandersetzung mit Textur und Klangtransformation, wobei das präparierte Klavier und das präparierte Saxophon die akustischen Möglichkeiten beider Instrumente erweitern.

Durch subtile Eingriffe, erweiterte Spieltechniken und ein tiefes Zuhören schaffen sie zerbrechliche und zugleich kraftvolle Klänge. Ihre Musik bewegt sich zwischen Dichte und Stille, Resonanz und Reibung und formt sich im Moment ständig neu. Was dabei entsteht, ist ein Dialog der Rohmaterialien – Saiten, Metall, Luft, Holz –, geformt zu immersiven, taktilen Klangwelten.

Dieses Duo zeichnet sich durch seine Sensibilität, seine Risikobereitschaft und das unverwechselbare Klanguniversum aus, das sie gemeinsam erschaffen – intim, unvorhersehbar und zutiefst ausdrucksstark.

Die aus Buenos Aires stammende und in Berlin lebende Camila Nebbia ist Saxophonistin, Komponistin, Improvisatorin, bildende Künstlerin und Kuratorin. Das Magazin Jazz PT bezeichnet sie als „eine unverzichtbare Saxophonistin unserer Zeit“. Die multidisziplinäre Künstlerin verwebt in ihrer Arbeit archivische Erinnerungen, schafft sie und zerstört sie wieder und erforscht dabei die Konzepte von Identität, Migration und Erinnerung. Ihr Werk umfasst improvisierte und komponierte Musik, Filmproduktionen sowie audiovisuelle Performances und bildet so eine Konstellation miteinander verflochtener Praktiken.

Ihr Soloalbum „una ofrenda a la ausencia“ (ein Opfer für die Abwesenheit), erschienen bei Relative Pitch Records, wurde vom NYC Jazz Record als „ein zutiefst menschliches und persönliches Album“ beschrieben, „das die Zuhörer:innen mit einer leidenschaftlichen Herangehensweise an den Jazz überrascht“.

Sie wurde für den Deutschen Jazzpreis in der Kategorie „Holzblasinstrumente” für die Jahre 2024, 2025 und 2026 sowie für das „Album des Jahres” 2026 nominiert.

Camila Nebbia wird von D’Addario Woodwinds unterstützt.

Die Pianistin, Komponistin und Improvisatorin Jordina Millà widmet sich der freien Improvisationsmusik und zeitgenössischen Ausdrucksformen. Durch Agustí Fernández in die Welt der Improvisation eingeführt, entwickelt sich ihre Musik stetig weiter und erschließt neue Ausdrucksformen. Sie hat vielbeachtete Alben veröffentlicht, darunter „Males herbes” (Soloalbum), „When forests dream” (zwei Klaviere mit Agustí Fernández), „String Fables” (Duo mit Barry Guy) und „Live in Munich” (bei ECM Records).

Im Jahr 2024 wurde sie für den Preis als beste Newcomerin beim Jazz Prize Österreich nominiert. Zudem erhielt sie das Staatsstipendium für Komposition 2025, das vom BMKÖS vergeben wird.

Als Mitglied von Barry Guys „The Blue Shroud Band“ und verschiedener anderer Formationen spielt sie mit Musikern wie Mats Gustafsson, dieb13, Vini Cajado, Maurizio Takara, Gonçalo Almeida, Almut Kühne, Wieland Möller, Kenji Herbert, Lucas Niggli, Axel Dörner, Sofia Labropoulou, Christian Reiner und Lukas König zusammen. Sie ist Gründerin von PRISMA, einer Initiative, die die Disziplin der Improvisation in der Stadt Salzburg sichtbarer machen soll.

www.camilanebbia.com
www.jordinamilla.com

Foto:
Camila Nebbia © Juliane Schütz
Jordina Millà © Thomas J. Krebs