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14.09.2021_Woodoism

Linus Amstad (Altsaxophon/Flöte)
Florian Weiss (Posaune)
Valentin von Fischer (Kontrabass)
Philipp Leibundgut (Schlagzeug)

Seit 2014 gibt es dieses junge Schweizer Quartett um den Posaunisten Florian Weiss, das landauf, landab die Fachpresse, wie eine stetig wachsende Fangemeinde begeistert. Woodoism, mit Linus Amstad (Altsax), Valentin v. Fischer (Bass) und Philipp Leibundgut (Schlagzeug) veröffentlichen 2017 ihr Debütalbum Woodoism, 2019 folgt beim deutschen Label Neuklang die zweite Scheibe Refugium; ein „magisches Gebräu“, wie die deutsche Jazzthing dazu schreibt. Dazwischen gewinnt das Quartett 2018 den Jazzpreis der Zürcher Kantonalbank und obenauf den Publikumspreis und betourt ihre Veröffentlichungen unter anderem in der Schweiz, Österreich, Deutschland, Italien, Ungarn, der Slowakei, Russland und Litauen. Mit Alternate Reality legt Florian Weiss’ Woodoism im Frühling 2021 nur ihr drittes Album vor, veröffentlicht bei Nils Wograms Label NWog Records.

Woodoism
„Alternate Reality“

Wenn ein völlig neues Stück Musik schon beim ersten Hören den spontanen Eindruck auslöst, man würde es seit Jahrzehnten kennen, ist das ein seltener Glücksfall. Auf „Alternate Reality“, das dritte Album der schweizerischen Band Woodoism um den Posaunisten Florian Weiss, trifft das zweifelsfrei zu. Die zehn mit Posaune, Saxofon, Kontrabass und Schlagzeug sowie in ausgewählten Momenten mit Flöte und Glockenspiel eingespielten Tracks wirken so vertraut wie ein warmer Mantel im Schneesturm. Alles ist ganz neu und aufregend, und trotzdem wird es auf Anhieb zu körpereigener Musik.

Florian Weiss greift seine Kompositionen mitten aus dem Leben. Beinahe im Vorübergehen findet er winzige Ideen, die er mit einer ureigenen Mischung aus Neugier, Weltsicht und Lebenserfahrung anreichert, auf dass komplette Erzählstränge daraus werden. Dazu braucht er kein Konzept, sondern er kann auf seine Impulse und Instinkte vertrauen. Wenn er selbst das Bedürfnis verspürt, etwas Bestimmtes unbedingt hören zu wollen, kann er sich darauf verlassen, dass es Anderen genauso geht. Es muss nur noch umgesetzt werden. Der in Musik übersetzte Spiegel dieser entspannten Unbedingtheit ist die unverwechselbare Signatur von Woodoism. „Ich muss außermusikalische Aspekte gar nicht bewusst in meine Musik einfließen lassen“, so Weiss, „denn das geschieht beim Entwickeln eines Stückes ganz von selbst. Ich halte mich an Stimmungen, Jahreszeiten, Orte, Gerüche, Farben, Situationen oder das Wetter. In meinem Kopf entstehen Standbilder – mal klarer, mal weniger klar – die mir die Parameter eines Stückes vorgeben.“

Um Missverständnissen vorzubeugen: Florian Weiss’ Songs sind keine Programmmusik. Er komponiert keine Blumensträuße oder Wassergläser, sondern in seine Tracks fließt ein, was er kennt und im Lauf seines Lebens aufgesogen hat. Er ist ein warmherziger Erzähler, den individuellen Narrativ für seine Fabeln zu finden, überlässt er aber seiner Hörerschaft. Der Schlüssel zur faszinierenden Zugänglichkeit dieser Musik liegt in ihrer Einfachheit, ohne dass sie deshalb jemals beliebig würde. Im Gegenteil, die Erkennbarkeit von Stimme und Handschrift ist ein unverzichtbares Merkmal des Albums. Diese verführerische Nahbarkeit basiert unter anderem auf dem gezielten Verzicht auf ein Harmonieinstrument.

Florian Weiss ist zwar der Leader von Woodoism, aber das Zusammenspiel aller vier Stimmen basiert auf absoluter Gleichberechtigung. Mit Altsaxofonist Linus Amstad, Bassist Valentin von Fischer und Drummer Philipp Leibundgut ist er bereits seit seinem Studium eng verbunden. Jahre, in denen man eine gemeinsame Philosophie ausrollen konnte, in die sich jeder zu gleichen Teilen mit seinen Möglichkeiten und Besonderheiten einbringen kann. Jede Stimme ist genau das, was sie ist – gemeinsam ergeben sie etwas Komplettes, das alles Zusätzliche nicht nur überflüssig, sondern in diesem Kontext absolut undenkbar macht. Das kollektive Klangspektrum der Band erinnert an die Palette eines Malers, der aus den vorhandenen Farben alles rausholen kann, was er für ein Bild oder eine ganze Bilderfolge braucht.

Diese Sicherheit im Zugriff auf die jeweils erforderlichen Mittel drückt sich nicht zuletzt im Posaunenspiel von Weiss selbst aus. Er weiß um die Limitierungen des Instruments und versucht auf seinem Horn gar nicht erst, die Wendigkeit und Flexibilität anderer Blasinstrumente zu imitieren. Dafür vermag er auf der Posaune zu atmen und den Puls des Lebens auf eine ähnlich unverstellte Weise rüberzubringen wie vor ihm ein Albert Mangelsdorff oder Grachan Moncur III. Respekt gegenüber der Tradition gehört zum Idiom von Woodoism, ohne dass diese an irgendeiner Stelle kopiert werden würde. Und wenn Saxofonist Linus Amstad in „Wabi-Sabi“ zur Flöte greift oder Drummer Philipp Leibundgut in „Valse Des Papillons De Nuit“ auf einem Glockenspiel tanzt, verbirgt sich dahinter eine zaghafte, aber nicht minder bewusste Öffnung ihrer eigenen Welt zu neuen Möglichkeiten.

Empathie und Menschlichkeit müssen nicht auf Transparente geschrieben werden, um sie in der Kunst voller Leidenschaft auszuleben. Florian Weiss, Linus Amstad, Valentin von Fischer und Philipp Leibundgut gelingt es, in ihren Stücken Rückzugsorte zu schaffen, in denen man sich aufhalten kann und nicht zu scheuen braucht, Wohlbefinden als persönlichen Gewinn zu akzeptieren. „Das hängt sicher mit einer Grundhaltung zusammen, dass das Positive überwiegt“, vermutet Weiss. „Es muss nicht alles nur fröhlich sein, aber Wärme und Farbigkeit sind mir wichtiger als Distanz.“ In diesem Sinne ist „Alternate Reality“ in Zeiten der inneren und äußeren Entfremdung ein unüberhörbares Zeichen der Zuversicht und des offenen aufeinander Zugehens, das – und darüber besteht kein Zweifel – lange über die unmittelbare Gegenwart hinaus strahlen wird.

von Wolf Kampmann

Foto © Reto Andreoli

www.woodoism.ch

13.07.2021_Pollon

Der Live-Stream ist weiterhin auf Facebook verfügbar:

https://www.facebook.com/martinkolb/videos/197942808823390/

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Fotos © privat


Fotos © Guillermo Luz Y Graf



Fotos © Robert Fischer

 

Theresia Philipp (Saxophon, Klarinette)
David Helm (Kontrabass)
Thomas Sauerborn (Schlagzeug)

Pollon ergibt sich der Absurdität der Wirklichkeit. Eine Band spielt einfach drauflos…Und zwar wild, hemmungslos und ungezügelt. Romantisch, ehrlich und sensibel. Humorvoll, fantasiereich und losgelöst. Pollon greift nicht nach etwas, sondern lässt einfach los und lässt sich treiben – überlässt sich in jedem Moment der puren Freude und der immerwährenden Magie der Musik. Die Kompositionen der Bandmitglieder erzählen Geschichten aus dem Leben, die sich durch das kompromisslose aufeinander hören und miteinander spielen der Musiker voll und ganz entfalten.

Pollon – das sind Thomas Sauerborn (Schlagzeug), David Helm (Kontrabass) und Theresia Philipp (Saxophon, Klarinette). Drei äußerst umtriebige Kölner Jazzmusiker der jüngeren Generation, die ausgestattet mit einem hohen Maße an Erfahrung, Experimentierfreudigkeit und Intuition ihre eigene, einzigartige Klangwelt kreieren. Trotz ihres noch jungen Alters sind alle drei bestens ausgebildet, vielfach preisgekrönt und konzertierten mit namenhaften Jazzmusikern rund um den Globus. Eine erstaunlich reifes Debüt dreier Freunde, die sich bei aller Professionalität den neugierigen Blick eines spielenden Kindes stets bewahrt haben.

Referenzen:

Jazzpreis der Stadt Köln 2019 für David Helm & 2020 für Theresia Philipp UDJ Forum 2015 | AchtBrücken Festival Köln 2016 | Winterjazz Festival 2017 | KLAENG Serie 2017 | WDR3 Jazzfest 2019 bei ARTE Concert

www.theresiaphilipp.de
www.davidhelm.net
www.thomassauerborn.de

Foto © Tino Kukulies

08.06.2021_Autochrom

Der Live-Stream ist weiterhin auf Facebook verfügbar:

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Konzertfotos © Guillermo Luz Y Graf
Offstage Fotos © privat

 

Luise Volkmann (Saxophon)
Athina Kontou (Kontrabass)
Dominik Mahnig (Schlagzeug)

Wie bringt man drei komplementäre Elemente so in Übereinstimmung, dass ein neues symbiotisches Ganzes daraus entsteht? Ein Verfahren der frühen Farbfotografie gibt Aufschluss. Die auf die Gebrüder Lumière am Anfang des 20. Jahrhunderts zurückgehende Technik „Autochrome“ basiert darauf, dass aus der Rasterung der drei Farben Rot, Blau und Grün alle anderen Farben abgeleitet werden und so komplexe Farbfotos erstellt werden können.

Autochrom heißt auch das neue Trio der Saxofonistin Luise Isabel Volkmann mit Bassistin Athina Kontou und Schlagzeuger Dominik Mahnig, dessen Musik sich am besten mit einer komplemäntären Symbiose beschreiben lässt. Was liegt also näher, als das gemeinsame Debütalbum „RGB“ zu betiteln? Volkmann selbst steht dabei für Rot, Kontou für Grün und Mahnig für Blau. Ausgangpunkt für das Trio war Luise Volkmanns Großformation été large, mit der die Komponistin und Saxofonstin 2017 das epische Album „Eudemonia“ rausbrachte. Als sie sich nach dem großen für das kleine Format entschied, nahm sie die beiden auf den neuen Weg mit. Topografisches, Biografisches und Persönliches verdichtet sich auf „RGB“ zu einer feinkörnigen Momentaufnahme, in der sich jeder einzelne Aspekt im Gesamtbild auflöst.

Als lebenshungrige Musikerin hat Volkmann ein Faible für Anekdoten, egal, ob sie aus Filmen, Büchern, Comics oder der eigenen Alltagswahrnehmung kommen. Überall greift sie auf, was sie umtreibt, im Persönlichen ebenso wie im Globalen. Ihre musikalischen Geschichten haben stets einen Hintergrund.

Wenn sie mit ihren beiden Gespielen ins Musizieren kommt, vergisst man ganz schnell, welche Instrumente man hört. Alle drei leisten ihre Beiträge, übernehmen intuitiv Verantwortung, ohne sich in den Vordergrund zu spielen. Der spielerische Impuls wechselt unablässig zwischen den drei Protagonisten. Im Mittelpunkt steht zu jedem Zeitpunkt die Geschichte, und die drei musikalischen Grundfarben dienen dazu, sie bestmöglich abzubilden.

„Als Komponistin interessiert mich der Klangkörper mehr als Solisten“, so Volkmann. „Von meiner menschlichen und ideologischen Ausrichtung ausgehend, glaube ich an Kollektivität und Gemeinschaft. Die Gesellschaft konzentriert sich viel zu sehr auf den Einzelnen. Auch im Jazz geht es immer um die Bandleader. Mir ist es viel wichtiger, dass es wie im Rock Bands gibt, die selbst als Klangkörper funktionieren. In der Probenphase haben wir hart daran gearbeitet, dass jeder seine Verantwortung wahrnimmt.“

Auf dem Weg zu dieser Kollektivität hat das Trio viel Klangforschung betrieben. Dabei kamen unterschiedlichste Fragen auf, deren Antworten akribisch gesucht wurden. Wie kann das Saxofon ähnlich klingen wie der gestrichene Bass? Wie kann man auf dem Becken quietschen wie auf dem Saxofon? Es ging nicht um Abgrenzung, sondern um Verschmelzung der verschiedenen Klangquellen. Musik als Prozess der Integration, genau wie bei den Farbpigmenten einer autochromen Fotografie.

Der Verschmelzungsprozess geht aber noch tiefer, und hier kommt ein weiterer philosophischer Aspekt ins Spiel. Im Jazz treffen die meisten Musikerpersönlichkeiten eine Grundentscheidung für eine abstrakte oder eine dem Leben abgelauschte Spielart. Bei Autochrom setzt sich eine intellektuelle Alltäglichkeit durch, die man in dieser Selbstverständlichkeit nur ganz selten findet. Die Songs sind höchst alltagskompatibel, ohne Abstriche an den abstrakten Momenten zu machen.

Hinzu kommt eine verspielte Ernsthaftigkeit oder ernsthafte Verspieltheit – ganz, wie man will, denn daraus ergeben sich zwei gegensätzliche Bewegungsrichtungen, die aber auf denselben Punkt hinauslaufen. Alle drei nehmen ihre Musik sehr ernst und haben gerade deshalb sehr viel Spaß an ihr. So klingen die Stücke bei all den unterschiedlichen Ideen und Beweggründen, die hier sehr fein verwoben werden, sehr spontan und kompakt.

Aber genug der Worte. Die Musik von Autochrom braucht keinen Beipackzettel, denn sie erzählt ihre Geschichte selbst. Ohren auf und durch, dann weiß man alles über diese Musik, was es zu sagen gibt.

Presse:

„Die Musik {setzt} ein tänzerisches Denken frei, adressiert Körperlichkeit und Gedankenfluss in einer einzigen Bewegung. Ein so herausforderndes wie im besten Sinne aufregendes Debüt.“ Jazzthetik, Harry Schmidt

„Beim Hören fühlt man sich mitgenommen auf einen Spaziergang durch wunderliche Welten.“ Thomas Volkmann, JazzPodium

Prallsatt voller Emotionen und rhythmischer Raffinesse, brodelt die spannungsreiche Chose mit Luise Volkmanns vielseitig-virtuosem Altsax außergewöhnlich originell. Sven Thielmann, Hifi&Records

Vom Start weg ist klar, dass in diesem Trio niemals die auf der Hand liegenden Ideen überstrapaziert werden, sondern immer wieder überraschend und sehr souverän neu und anders abgebogen wird.“ LVZ, Ulrich Steinmetzger, Leipzig

Luise Volkmann ritzt bei der Klangsuche auch mal die Grenzen des Hörbaren. Genau dort aber gibt es Unerhörtes zu entdecken. Und dies tut die deutsche Saxophonistin und Komponistin mit schelmischer Freunde. Frank von Niederhäusern, Schweizer Kulturtipp

Jazz der einem die Hirnwindungen erst verknotet und dann freispült. Kreuzer, Leipzig

Im forschend ausgreifenden Jazz eine Trinität aus Mut, Entdeckerfreude und Erzählbegabung. Aufreibend.“ Märkische Allgemeine Zeitung (MAZ)

agentur-wolkenstein.de/project/luise-volkmann

Foto © Thekla Ehling

Festival 2021

Starke Töne in feiner Umgebung – Highlights des „Jazz+“- Festivals in der Münchner Seidlvilla. Moderation und Auswahl: Ulrich Habersetzer. Für alle, die die erste Sendung über das Jazz+ Festival 2021 in Jazztime auf BR-KLASSIK am Freitag, 14.05.2021 verpasst haben, hier der Link zum Nachhören:

https://www.br-klassik.de/programm/radio/ausstrahlung-2453684.html

Alle Video-Mitschnitte vom Jazz+ Festival 2021 sind online verfügbar.
Vielen Dank an Ulrich Habersetzer und alle Beteiligten vom Bayerischen Rundfunk die das ermöglicht haben. Die Video-Mitschnitte stehen kostenfrei zur Verfügung, ihr könnt aber einen Betrag in Höhe eurer Wahl überweisen und somit dieses Festival und weitere Konzerte aus der Jazz+ Reihe unterstützen.

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Hier die Links zu den einzelnen Konzerten:

Elisabeth Coudoux
Elisabeth Coudoux (DE) _ Solo Cello

https://www.br-klassik.de/concert/ausstrahlung-2511524.html

Trio En Corps
Eve Risser (FR) _ Klavier
Benjamin Duboc (FR) _ Kontrabass
Julien Loutelier (FR) _ Schlagzeug

https://www.br-klassik.de/concert/ausstrahlung-2515428.html

Speak Low
Lucia Cadotsch (CH) _ Gesang
Otis Sandsjö (SE) _ Tenor Saxophon
Petter Eldh (SE) _ Kontrabass

https://www.br-klassik.de/concert/ausstrahlung-2512200.html

Auge
Aki Takase (DE) _ Klavier
Christian Weber (CH) _ Kontrabass
Michael Griener (DE) _ Schlagzeug

https://www.br-klassik.de/concert/ausstrahlung-2515430.html

Die Sendetermine für die Rundfunk-Mitschnitte sind am 14. Mai 2021, 09. Juli 2021 und 13. August 2021, jeweils in JAZZTIME um 23.05 Uhr auf BR-KLASSIK.

Ausführliche Informationen findet ihr auf der Festival 2021 Seite.

In Kooperation mit BR-KLASSIK
Mit freundlicher Unterstützung des Kulturreferats der Landeshauptstadt München und der JazzStiftung München

Gefördert durch den Bezirksausschuss 12 Schwabing-Freimann und die Kulturstiftung der Stadtsparkasse München

BR_KLASSIK
Kulturreferat

13.04.2021_PERCUSSION

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Felix Hauptmann (Klavier)
Roger Kintopf (Kontrabass)
Leif Berger (Schlagzeug)

Die drei Musiker verbindet ein gemeinsames ästhetisches Fühlen, sie erschaffen Klangwelten auf der Basis von komplexen rhythmischen Strukturen und improvisierten Zellen.

Pianist Felix Hauptmann hat eine einzigartige Sprache innerhalb der Improvisation und Komposition entwickelt, die dem Publikum einen kommunikativen und frischen Zugang zur kollektiven Improvisationskultur dieser Band ermöglicht.

https://felixhauptmann.wordpress.com

09.03.2021_Trio Aurora

Der Live-Stream ist weiterhin auf Facebook verfügbar:

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Lucas Leidinger (Klavier)
Sebastian Gille (Saxophon)
Fabian Arends (Schlagzeug)

Tiefgründig, energetisch und hoch emotional: Aktueller Jazz auf allerhöchstem Niveau

Lucas Leidinger ist als kreativer Geist und eigenwilliger Pianist und Komponist in zahlreichen Formationen bekannt. Sein neustes Projekt „Trio Aurora“ sucht nach neuen Wegen und Freiheiten innerhalb selbst erschaffener Strukturen. „Aurora“ – die poetische Bezeichnung für „Morgenröte“ steht dabei metaphorisch für das „ewig Neue“ – ein ständiges Entstehen und wieder Vergehen – und das Zelebrieren des Lebens aus der Inspiration des Augenblicks. Dabei wird bewusst auf das „sichere“ Fundament eines Kontrabasses verzichtet, sodass sich neue Möglichkeiten des Ausdrucks ergeben. In dieser spannenden Formation treffen drei starke Musikerpersönlichkeiten aufeinander und verschmelzen zu einer Einheit. Saxophonist Sebastian Gille (SWR Jazzpreisträger 2018) wird von der Fachpresse als „einer der ausdrucksstärksten Saxophonisten unserer Zeit“ bezeichnet. Pianist und Komponist Lucas Leidinger ist Preisträger des Horst und Gretl Will Stipendiums für Jazz und improvisierte Musik der Stadt Köln 2016 und ist genau wie der sehr umtriebige Schlagzeuger Fabian Arends schon seit Jahren fester und aktiver Bestandteil der jüngeren deutschen Jazzszene.

Presse:

„Trio Aurora, comprising pianist Lucas Leidinger (1988), saxophonist Sebastian Gille (1983) and drummer Fabian Arends (1990) completed the triple pack with an outstanding performance, intensely focused and coherent.“ – Henning Bolte – all about jazz 2018 (Open Cologne Festival 2018)

www.lucasleidinger.com
www.klaengrecords.de

23.02.2021_Lorenz Kellhuber Trio

Der Live-Stream ist weiterhin auf Facebook verfügbar:

https://www.facebook.com/martinkolb/videos/1334261463600132

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Lorenz Kellhuber (Klavier)
Felix Henkelhausen (Kontrabass)
Moritz Baumgärtner (Schlagzeug)

Von Beginn seiner Karriere an erhält Lorenz Kellhuber begeisterte Kritiken. Er gilt als außergewöhnlicher Instrumentalist, Komponist und Improvisator. Ausruhen auf diesen Lorbeeren mag sich der gebürtige Münchner und Wahlberliner jedoch nicht. Konsequent geht er seinen ganz eigenen Weg, spielt, was er fühlt, nicht was erwartet wird.

„Ich komponiere nicht mehr“, wird er einmal zitiert und tatsächlich hat sich Lorenz Kellhuber mittlerweile ganz und gar dem freien Spiel verschrieben. Ob als Solist oder Bandleader, vom ersten Ton an eröffnet er seinen Zuhörern eine unvergleichliche Klangwelt. Die Verschmelzung von Jazz mit Elementen aus Klassik, Minimal Music, Blues, Gospel und Ambient Rock machen Kellhuber zu einem ganz und gar zeitgenössischen Künstler. Gepaart mit technischer Perfektion und einer beeindruckenden künstlerischen Reife kennt sein Erfindungsreichtum keine Grenzen. Seine Konzerte sind Momentaufnahmen, einzigartige Klangerlebnisse, die dem Hörer alles abverlangen und nicht selten in Trance versetzen.

„Eine der interessantesten jungen Stimmen des europäischen Jazz“, „ein neuer Stern am Jazz-Piano- Himmel“ (Concerto, AT), „ein Pianist, der es weit bringen wird“ (Jazz Journal, UK), „Teufelskerl“, „Tastenmagier“ (Jazz thing)

Im Sommer 2014 kürt ihn Monty Alexander als ersten deutschen Musiker zum Sieger der renommierten Parmigiani Montreux Jazz Piano Solo Competition. 2016 wird er für den ECHO Jazz in der Kategorie „Newcomer des Jahres“ nominiert, 2018 gehört er zu den zehn „neuen Key-Players“ in der Zeitschrift „Jazz thing“.

Insgesamt sechs Alben, eine EP sowie mehrere Einzelstücke veröffentlichte er seit 2012, darunter „The Brooklyn Session“ (2015), aufgenommen mit den New Yorker Musikern Orlando Le Fleming am Bass und Obed Calvaire am Schlagzeug, das Soloalbum „Live at the Montreux Jazz Festival“ (2017) sowie die beiden Veröffentlichungen des Lorenz Kellhuber Trios, „Samadhi“ (2019) und „About:Blank“ (2020), mit Felix Henkelhausen am Bass und Moritz Baumgärtner am Schlagzeug.
Das Lorenz Kellhuber Trio zelebriert die Fusion von drei musikalischen Seelen auf höchstem Niveau. Mal meditativ, mal explosiv finden sie in ihrer gemeinsamen Improvisation zu einer immensen Dichte und Kommunikation, die eine geradezu magische Stimmung entstehen lassen.

Felix Henkelhausen, 1995 in Oldenburg geboren, erhält klassischen Klavier- und Cellounterricht, bevor sein Interesse für den Kontrabass geweckt wird. Mit 16 Jahren beginnt er das Vorstudium an der HfK Bremen bei Prof. Detlev Beier. 2014 folgt das Studium am Jazz-Institut Berlin bei Greg Cohen und Marc Muellbauer. Trotz seines jungen Alters tourte Henkelhausen bereits mit namhaften Künstlern wie Marc Copland, Jochen Rückert, Philipp Gropper, Pablo Held, Sebastian Gille uvm.

Moritz Baumgärtner, 1985 in Zürich geboren, begann klassisches Schlagzeugspiel im Alter von neun Jahren in Basel. Privatstunden in New York City bei Clarence Penn und Jochen Rückert 2005 folgt das Studium am Jazz-Institut Berlin bei John Hollenbeck, Jim Black, Jeff Ballard, Kurt Rosenwinkel und Greg Cohen. Zwischen 2010 und 2014 spielt er bei der Band Bonaparte. Aktuell ist er u.a. Teil vom Melt Trio und vom Lisbeth Quartett, mit dem er 2012 den ECHO Jazz als „Newcomer des Jahres“ erhält.

„Eine Klangverschwörung.“ (NMZ)
„Unter Lorenz‘ Fingern entspinnen sich Welten irgendwo zwischen Jazz, Klassik und Minimal Music. Und das klingt mal sphärisch-verträumt, mal kristallklar, mal scharf und betörend.“ (BR Klassik)
„Herausragende Fingerfertigkeit, elegant akzentuiertes Spiel, Verve und Energie“  (FAZ)
„Ungewöhnlich, und enorm vielversprechend“  (Süddeutsche)
„Die Entdeckung des 49. Montreux Jazz Festivals!“  (Jazzwise Magazine)

www.lorenzkellhuber.com

Foto © Denise van Deesen

21.09.2021_Dan Peter Sundland’s Home Stretch

Philipp Gropper (Saxophon)
Antonis Anissegos (Klavier)
Dan Peter Sundland (Bass und Komposition)
Steve Heather (Schlagzeug)

Der norwegische Bassist Dan Peter Sundland hat in seinem Projekt Home Stretch drei der prominentesten Improvisatoren Berlins versammelt. Das Quartett verbindet in Sundlands Kompositionen kammermusikalische Klangfarben und Sensibilität mit der Unmittelbarkeit und Freiheit des Free Jazz und der improvisierten Musik. Die Gruppe hatte ihr Debütkonzert beim Molde Jazz Festival 2014 und im Juni 2016 wurde die erste Aufnahme beim portugiesischen Plattenlabel Creative Sources veröffentlicht.

Dan Peter Sundland aus Trondheim, Norwegen ist ein Innovator am E-Bass. Seine Projekte reichen von frei improvisiertem gestrichenem E-Bass bis hin zu Kompositionen für ein elfköpfiges Kammerensemble.

Der in Berlin geborene Saxophonist Philipp Gropper hat mehr als 30 Alben aufgenommen und tourte mit seinen Bands Gropper/Graupe/Lillinger (ehemals Hyperactive Kid), Philm und Tau in über 30 Ländern.

Antonis Anissegos, aus Thessaloniki in Griechenland, ist ein improvisierender und klassischer Pianist mit einer breiten Palette an Aufnahmen, die von elektroakustischen Improvisationen über John Cage bis hin zu Beethoven reichen. Als Komponist schreibt er für eine Vielzahl von Besetzungen, von Orchester und 3 Klavieren 12 Händen bis zu rein elektronischen Stücken.

Schlagzeuger Steve Heather, ursprünglich aus Melbourne, Australien, wurde als „my Celtic shaman“ (eine Frau in der Schweiz), „like a crab walking sideways“ (Dan Tuffy) und „the plastic bad percussionist“ (Stephen Eastaugh) beschrieben. Seine Musikprojekte und Bands variieren von Avantgarde, Free Jazz bis hin zu Noise, Drone Rock und Prog Fitness Disco. Er arbeitet regelmäßig als Sounddesigner, Komponist und Performer in den Bereichen Tanz, Theater, Film, Neue Medien und Performancekunst.

„[…] the communication was next to perfect.“
„[…] an original and wonderful [musical] expression“
– Jan Granlie, salt-peanuts.eu

www.danpetersundland.com

12.10.2021_Deadeye – Downes/Baas/Burgwinkel (UK/NL/DE)

BR-KLASSIK Live-Mitschnitt

Reinier Baas (Gitarre)
Kit Downes (Hammond)
Jonas Burgwinkel (Schlagzeug)

Das brandneue internationale Trio, besteht mit Kit Downes an der Hammond, Reinier Baas an der Gitarre und Jonas Burgwinkel am Schlagzeug aus tonangebenden Akteuren ihrer Generation. Europaweite Vernetzung wird hier auch höchstem künstlerischen Niveau gelebt: Die drei Musiker haben sich nichts geringeres vorgenommen als die althergebrachte, leicht angestaubte Fusion aus Hammond-Orgel, Jazz-Gitarre und Schlagzeug neu zu erfinden und ihr unerhörte Klangwelten zu entlocken. Der musikalischen Bandbreite sind dabei kaum Grenzen gesetzt: Von feinen, Neuer Musik entlehnten Klängen über Elektronika bis Jazzrock und Traditionals wie „Black is the color“ von Nina Simone.

Foto © Peter Tümmers

In Kooperation mit BR-KLASSIK

 

19.10.2021_Coudoux/Windisch/Berger/Jermyn

Elisabeth Coudoux (Cello)
Julius Windisch (Klavier und Synthesizer)
Simon Jermyn (E-Bass)
Leif Berger (Schlagzeug)

Zu dem neu gegründeten Trio aus Julius Windisch, Leif Berger und Simon Jermyn gesellt sich nun die großartige Kölner Cellistin Elisabeth Coudoux hinzu. Dieser Abend wird der erste von drei Konzerten in Berlin, Köln und München sein, an dem die vier Musiker*innen in dieser Konstellation zusammen spielen.

Die Band wird an diesem Abend ausschließlich improvisieren und sich ehrlich und echt im Moment begegnen.

Bios:

Julius Windisch, geboren 1995 in Offenburg, ist ein deutscher Pianist und Komponist, der in den Bereichen Jazz und improvisierte Musik arbeitet. Von 2014 bis 2017 studierte er Jazz-Klavier in Bern bei Colin Vallon und Django Bates. Im Juli 2019 schloss er den European Jazz Masters am Rytmisk Musikkonservatorium in Kopenhagen, mit Austauschsemestern am Jazz Institut Berlin und dem Conservatorium van Amsterdam, ab. In 2015 und ’16 war er Stipendiat der Lyra Stiftung Zürich.

„Der Pianist Julius Windisch hat (…) spannende und sehr farbenreiche Musik erarbeitet“ – Deutschlandfunk Kultur 2021

„Julius Windisch will be one of the names to follow“ – B!ritmos 2020

„Look out for Julius Windisch, bandleader, composer and alchemist of the new century“ – Devouringsoundmag 2020

„Am meisten beeindruckte Windischs Klavierspiel. (…) nicht weil es technisch brillant war, um zu zeigen, wie viel er kann, sondern weil er musikalische Elemente hinzufügte (…), die sehr originell und fein waren.“ – Salt-peanuts.eu 2019

„Die Musik ist original, intricate and engrossing“ – London Jazz News 2020

„Die musikalische Interpretation ist sensibel und geschmackvoll“ – Opduvel.com 2020

Die Suche nach neuen Klängen und Spieltechniken führte die Cellistin Elisabeth Coudoux, geb. 1985, von einem klassischen Instrumentalstudium über den Jazz zur Neuen Musik und freien Improvisation. Das Ausloten des Klangspektrums am Instrument ist für sie eine sich stets ausweitende Suche nach der eigenen Stimme. Aus der Analyse intuitiver Bewegunsmuster entstehen poetische Miniaturen, geräuschhafte Geschichten werden erzählt und unbekannte Klanglandschaften erkundet. Als Solistin liebt sie Herausforderung spontaner Begegnungen. Sie spielte unter anderem zusammen mit Michael Zerang, Mark Dresser, Biliana Voutchkova, Mick Beck, Sandra Weiss, Xavier Charles, Marcus Schmickler, usw. In ihrem 2013 gegründeten Ensemble Emißatett resoniert das Cello als orchestraler Klangkörper in gleichberechtigten Teilen mit den anderen Spielern, wobei sich die Gewichte stets zwischen individuellem Ausdruck und freier kollektiver Energie verlagern. Zu verhandeln ist dabei eine Balance zwischen improvisierendem Eigensinn und der gemeinsamen musikalischen Form. Coudoux spielt weltweit auf Festivals und Konzertreihen wie: All Ears Festival, In a Landscape, Moers Festival, Roskilde Festival, Krakau Jazz Autumn, Drei Tage Zeit, Météo – Festival u.v.m. Sie ist Mitglied in mehreren Ensembles und Projekten wie Zeitkratzer, Fear O‘ She (Gropper, Kaufmann, Kummer, Coudoux) sowie NICA -Stipendiatin und Initiatorin und langjähriger Vorstand von IMPAKT e.V.

Born in 1995 in Münster, Leif Berger has been a musician since he received his first drum set in 1997. Several stations later (Lego, “Age of Empires”, Skateboarding, etc.), he decided to dedicate his life to this passion and moved to Cologne. Here he learned things like improvisation, friendship, taking his dreams seriously, listening, and plays in many bands. Today he also calls himself composer, pianist, keyboardist, percussionist, bandleader, and teacher. His music can be found on Bandcamp. The 25+ albums that he has played on can also be found on the internet.

A guitarist, electric bassist, composer, and educator, Simon Jermyn is an NYC/Berlin based musician originally from Ireland. Simon is busy with a variety of projects and bands, including Jim Black’s Smash and Grab, Wood River, the Marc Hannaford Trio, Roamer, and Sooner, as well as his own band Trot A Mouse and solo performances. As a sideman and collaborator, Simon has worked with Jim Black, Chris Speed, John Zorn, Gerald Cleaver, Mat Maneri, Anna Webber, Tom Rainey, Chris Lightcap, Ingrid Laubrock, Mark Ferber, Michaël Attias, Tony Malaby, Ben Goldberg, Jeff Davis, Allison Miller, Nate Wood, Simon Nabatov, Loren Stillman, Satoshi Takeishi, Caleb Burhans, and many others. He has performed at the Village Vanguard, The Stone, Winter Jazz Fest, Joe’s Pub, and many other clubs, festivals and performance spaces around the world.

“Absorbing, utterly unique spontaneous creations.“ – Cormac Larkin, Irish Times

„Jermyn has played everywhere, with everyone, since arriving in New York from Ireland several years ago.” – Burning Ambulance

“Saxophonist Ingrid Laubrock, violist Mat Maneri and drummer Tom Rainey [. . .] represent the vanguard of American improvised music, and with records like [Pictorial Atlas of Mammals], Simon Jermyn is claiming a place among them.” – Cormac Larkin, Irish Times

„By far, [Hymni] is the best solo electric bass effort I’ve heard since Hugh Hopper’s classic solo album 1984 from 1973.” – Bruce Lee Gallanter, Downtown Music Gallery

„Along with his affable, generous spirit, Simon has refreshingly broad tastes [. . .] moreover, you can hear this reach in his music.” – Bradley Bambarger, Sound It Out

02.11.2021_DAY & TAXI

Christoph Gallio (Sopran, Alto und C – melody Saxophone, Komposition)
Silvan Jeger (Kontrabass, Stimme , Elektronik)
Gerry Hemingway (Schlagzeug)

DAY & TAXI wurde 1988 mit Urs Blöchlinger als Quartett gegründet und wird seit 1989 als Trio von Christoph Gallio geführt. Die aktuelle Formation hat sich teilweise verjüngt und arbeitet seit 2013/18 zusammen. 2014 veröffentlichte sie die Doppel-CD «ARTISTS». Nach ausgedehnter Konzerttätigkeit in der Schweiz, in Italien und in Japan nahm die Band anfangs 2016 neues Material auf. Darunter durchkomponierte Miniaturen, die vom Bassisten Silvan Jeger gesungen werden. Deren Texte stammen aus den 70er Jahren und sind von der österreichischen Schriftstellerin Friederike Mayröcker. Das C-Melody Saxophon, das bis 1930 gebaut wurde und heutzutage sehr selten gespielt wird, kommt vermehrt zum Einsatz. Die Doppel-LP «WAY» kam Ende 2016 auf den Markt. Mitte 2017 tourte das Trio durch Argentinien und Chile.

DAY & TAXI gab unzählige Konzerte u.a. an den internationalen Jazzfestivals von Vancouver, Toronto, Edmonton, Saskatoon, Quebec City, Arkhangelsk, Moskau, New York (VISION), Pärnu, Almaty, Yokohama, Bolzano (Jazzfestival Trento), Zürich (TAKTLOS).

Die Musik der Band wird bis auf wenige Ausnahmen von Christoph Gallio komponiert und von allen Beteiligten gemeinsam in die jeweilige Form gebracht. Die Kompositionen können auch als Skulpturen gesehen werden. Unbeeindruckt von Trends bewegt sich DAY & TAXI autonom und unverkennbar an der Schnittstelle von Komposition und Improvisation und arbeitet teilweise mit starken Kontrasten wie Verdichtung und Entleerung. DAY & TAXI spielt zeitgenössische Musik, die sich der Vergangenheit bewusst ist, die Gegenwart wahrnimmt und die Zukunft anvisiert.

Die Musik versteht sich als experimentell und ist einschließend. Stilistische Heterogenität, Zufall, Minimalismen, Alltäglichkeit, Poesie und auch Künstlichkeit in Form von Sentimentalitäten werden zugelassen. Der gelassene und sublime Umgang damit prägt den einzigartigen DAY & TAXI Sound, der die individuellen Qualitäten der Mitspieler vereint und aufleben lässt.

Presse:

DAY & TAXI, this trio remains one of Europe’s best kept secrets. DOWNTOWN MUSIC GALLERY, BRUCE LEE GALLANTER, NEW YORK CITY

… eine sehr stake, auch emotional anrührende Musik. BERT NOGLIK, LEIPZIG

I’ve long been a fan, and ‚WAY‘ is a striking, beautifully-conceived album. All compositions are by the leader, and they’re succinct and pellucidly-structured – as are his improvisations. … Gallio is his own man, and a real musical thinker. Bassist Jeger and drummer Meier are simpatico partners. ***** JAZZ JOURNAL, ANDY HAMILTON, LONDON

30 Jahre Entwicklung hat Gallio mit seinen Kameraden zurückgelegt. Was dabei entstanden ist, könnte man mit musikalischer Weisheit in ständig wechselnder Gestalt bezeichnen. MATHIAS BÄUMEL, DRESDEN

DAY & TAXI since the early 90s is one of the most consistent and truthful of European groups. ‚DEVOTION‘, the new DAY &TAXI record, successor to the excellent WAY, is another set of taut, well-structured sketches and miniatures…the recruitment of Gerry Hemingway seems to have opened up a whole new direction for the group, which is great to hear. JAZZ JOURNAL, BRIAN MORTON, LONDON

www.gallio.ch/daytaxi-devotion

Foto: © Jordan Hemingway

09.11.2021_Schultze/Ehwald/Rainey

Stefan Schultze (Klavier)
Peter Ehwald (Saxophon)
Tom Rainey (Schlagzeug)

„Ehwald und Schultze haben alles im Griff. Mit exzellentem Timing und Sinn für überraschende, harmonische Wendungen improvisieren die beiden über eigene Stücke“

schreibt Hans Hielscher im Spiegel über die aufregende Zusammenarbeit dieser beiden spannenden Deutschen Jazzmusiker. Für sechs Konzerte treffen Peter Ehwald und Stefan Schultze auf den herausragenden New Yorker Schlagzeuger und Improvisator Tom Rainey. Rainey, der mit Musikern wie Kenny Werner, Fred Hersch und Tim Berne zusammengearbeitet hat, ist eine der wichtigsten Stimmen im modernen Jazz. Das Trio entwickelt in einem virtuosen, melodischen Austausch neue Räume, in denen die Klänge, traumwandlerisch schweben und trotzdem energisch pulsieren.

Presse:

[…]an extremely sensitive and at the same time expressive album, a successful example of intimate chamber jazz with ascetic, concentrated power.
– Heinrich Brinkmöller-Becker, nrwjazz.net, 11th December 2017

A breath that becomes a sound, that becomes a melodic motif. A piano motif like an echo. A caesura that has at least as much to say as the emphatically-open dialogue afforded by saxophonist Peter Ehwald and his pianistic partner Stefan Schultze that reveals itself as a process of searching, especially at the beginning of the new album. Better to raise one question too many than to succumb to the temptation of a hasty answer at some point. What the two have now been tackling for years shows a deep harmony that can only exist with the affirmation of the differences between their two characters. From this approach, the pair took on New York drummer Tom Rainey into their midst. And in this constellation he proves to be a powerful contributor and source of inspiration – for it is precisely the intertwined, asymmetrical rhythmic patterns that immensely enriches the intuitive symbiosis of Ehwald/Schultze.
The pieces that emerge from this go in different, rarely predictable and often somewhat labyrinthine directions – but never without a decisive approach in the form of a compositional idea. Nothing is superficial in this common kaleidoscope of musical fantasy. They let it run when something is good, and sometimes boldly take it to the extreme. Without being contrived, because everyone remains confidently true to themselves when connect with the ideas of the other two. For example, when Stefan Schultze solos turn highly emotionally on the piano and Peter Ehwald delivers spherical, sometimes even hymnic answers on the saxophone. This and much more releases abrupt eruptions on this new recording, but also carries you away into enchantingly atmospheric dream sequences, some of which are intended as a homage to Morton Feldman.
This listening pleasure is complex, unpredictable, and often profound. But the experience behind it is exemplary!
– Stefan Pieper, Jazzzeitung, July 2017

Schultze und Ehwald both relish exploring the melodic contours of the pieces, which are often reflective, even dreamy, while Rainey’s cymbal color play remains the epitome of sensitivity.
– John Sharpe, The New York City Jazz Record, 2017

One of the most exciting Jazz albums this year!
– HIFI Stars, 2017

The attraction of this extremely emotional music lies in the tension between these three individuals – from the diversity of their musical paths leading to a common goal.
– Rainer Bratfisch, Jazzpodium, 09/2017

The eleven tracks of this incredibly refined, rousing concept album are exciting – getting under your skin and tingling upon it, both exciting and meditative.
– Sabine Kaufmann, musenblaetter.de, 2017

Something happens all the time, constant movement demands attention that is very fulfilling, because you can imagine yourself in the midst of these conversations, either listening dreamily or rocking along with your whole body.
– Wolfgang Giese, musikansich.de, 2017

A strong album, where three protagonists play with at least as much devotion to each other as they give their own virtuosity while playing together.
– Daniel Kluger, musikreviews.de, 2017

Free jazz without noise, because even in the most spontaneous moments there is that quiet restraint that Morty Feldman (to whom the trio tip their hats with the opener ‘Edgewise’) used to create pure beauty.
– Karsten Zimalla westzeit.de, 2017

Great competence is generously displayed in the interweaving of goal-orientation with flexibility, cautiousness with consequential follow-through, and elaboration with ad hoc situations. For the ears.
– Concerto, 2017

https://ser.peter-ehwald.net/