Archiv von “2007

11.12.2007_Blue-Talkin´ Music

Andrea Hermenau (Klavier)
Heinrich Wulff (Gitarre)
Andreas Kurz (Kontrabass)
Marcus Kesselbauer (Saxophon)
Harald Rüschenbaum (Schlagzeug)

”blue-talkin´music” : kreative Bildermusik für den Kopf, lebendiger Groove für den Bauch und begeisternde Atmosphäre für die Seele.

Harald Rüschenbaum präsentiert mit ”blue-talkin´music” die Rhythmus-Gruppe und den führenden Saxophonisten seines international renommierten ”Jazz Orchestras”. Die ”band within the band” überzeugt mit eindrucksvoller musikalischer Gestaltung und überrascht mit ausgefallenen Ideen.

Auf der Basis eigener Themen und interessanter ”Standards” entstehen intelligente und spannende Arrangements. New-Orleans-Second-Line-Grooves, swingende und blues-getränkte Fahrwasser, brasilianisches Flair, funky sounds, songwriting und afrikanische Ostinati … das Ensemble schöpft aus einer reichen Palette von Erfahrungen und Möglichkeiten. Die preisgekrönten Instrumentalisten glänzen durch handwerkliches Können und bieten überschäumende Spielfreude. Dynamische Interaktion, Originalität und enorme Intensität machen die Qualität des Quintetts aus. Die Balance zwischen solistischer Freiheit und spürbarem Teamgeist erzeugt einen lebendigen musikalischen Organismus mit einzigartiger Transparenz. In Konzerten der Band verbinden sich elektrisierende Energie, sprühende Lebensfreude, glanzvolle Solos und erstaunliche Spielkultur. Zu-Hören macht Spass und die Begeisterung des Publikums führt zu einem … mehr davon!

13.11.2007_Johannes Lauer & Tyshawn Sorey

Johannes Lauer (Posaune, Klavier)
Tyshawn Sorey (Schlagzeug, Klavier, Posaune)

Mit Lauer und Sorey haben sich zwei Waghälse gefunden, Experimentierer und Grenzgänger, offenherzige Sturköpfe, stetig aufmerksam Suchende; das Publikum wird hineingesogen in einen radikal offenen und direkten Verständigungsprozess, voller Ernst und jugendlichem Leichtsinn zugleich.

Tyshawn Sorey (*1980, Newark) ist in der New Yorker Jazz-Szene einer der gefragtesten und berüchtigsten Schlagzeuger (berüchtigt u.a. für seine enorme Ausdruckskraft, abstruse Spieltechniken, rhythmischen Gemeinheiten und ein fotografisches Noten-Gedächtnis). Er war und ist Sideman u.a. bei Steve Coleman & Five Elements, Vijay Iyer, Dave Douglas‘ NOMAD, Muhal Richard Abrams, Anthony Braxton, George Garzone, Misha Mengelberg und Mark Turner. Als studierter klassischer Posaunist gibt er auch Solo-Konzerte auf dem Klavier, leitet eigene Bands und ist für verschiedenste Ensembles als Komponist tätig.

Johannes Lauer (*1982, Tübingen) – laut Südwest-Presse „einer der talentiertesten Bläser und Komponisten Deutschlands“, außerdem „frappierend gut“ (Süddeutsche Zeitung) – schloss 2006 sein Studium in Jazz-Posaune und –Komposition an der Musikhochschule Luzern mit Auszeichnung ab. Anschließend verbrachte er mit Hilfe eines Stipendiums des DAAD ein Jahr in New York. Lauers Spiel war von unzähligen Bühnen zu hören u.a. in Paris, Novosibirsk, Süd-Korea und Lower East Side, er arbeitete zusammen mit Michael Wollny, Henning Sieverts, Chris Speed, John Hollenbeck, der NDR Big Band, Rainer Tempel, John Schröder, Frank Möbus u.v.a. Seine Komposition „Scenes“ für zwei Stimmen und Kammermusik-Ensemble wurde im April 2007 in der Carnegie-Hall uraufgeführt.

09.10.2007_Vein

Michael Arbenz (Klavier)
Thomas Lähns (Kontrabass)
Florian Arbenz (Schlagzeug)

Wer Jazz liebt, wird kaum erwarten, dass sich ein Jazztrio ganz von der Tradition löst. So prägend der genetische Bezug aber auch ist, so einzigartig und vielfältig ist der Spielraum für Neues. Das Spannende und Frische an Vein ist genau dieser Bezug: Zitate werden so clever wie souverän eingesetzt, und eben auch sehr sparsam.

Das Fundament prägt nicht, es inspiriert. Dem Puls der drei Musiker spürt man deutlich an, dass auch andere Musikrichtungen – von klassisch bis elektronisch – in ihren Adern fliessen. Dieses Gemisch strömt frei durch alle drei Klangkörper, ohne den Bezug zu verlieren. Dazwischen gibt es viel frisches Blut und reichlich Sauerstoff. Die Idee des Trios, verschiedene Einflüsse miteinander zu verweben und der Jazztradition gegenüber zu stellen, geht voll auf. Vein transportiert die Musik direkt ins Herz.

11.09.2007_Henning Sieverts: Blauer Reiter

Henning Sieverts (Kontrabass, Cello)
Johannes Enders (Tenor- und Sopransax, Flöte)
Hugo Siegmeth (Tenor- und Sopransax, Klarinette, Bassklarinette)
Bastian Jütte (Schlagzeug)

Die Künstlergruppe „Der Blaue Reiter“ war um 1911 herum massgeblich an der Entwicklung der Malerei hin zur Abstraktion beteiligt. Und diese Kunstrevolution fand im beschaulichen Murnauer Voralpenland statt!

Der Bassist und Cellist hat sich einige Schlüsselwerke des „Blauen Reiters“ vorgenommen und sie in zeitgenössische Musik umgesetzt. Da bekommt Franz Marcs „Gelbe Kuh“ den BSE-Blues (mit den Tönen Bb, E und Eb) und Wassily Kandinskys „Heiliger Georg“ jagt seinen Drachen im rasenden Swing.

10.07.2007_Sabine Kühlich Trio

Stefan Michalke (Klavier)
Jürgen Junggeburth (Kontrabass)
Sabine Kühlich (Gesang)

Weniger ist mehr und außerdem viel schöner als „viel”. Zuhören bewirkt Fühlen. Singen schafft Nähe. Auch in der Muttersprache. Ein kleiner „Walzer der heimlichen Hoffnung” mit deutschem Text entführt aufs Tanz-Parkett. Sogar auf Japanisch wird hier gesungen.

Das Resultat: Happy Latin: Fukumatsu.

Ein Großteil der Songs entstand in New York – Sabine Kühlich hat dort mit einem Stipendium einen Teil ihres Master-Studiengangs verbracht. Grosse Früchte trugen die Kompositionsstunden bei den Legenden des Jazz – hautnah. Aber auch hier: Komplexes ganz easy und vertraut klingen lassen – schlicht und schön. Diesen Gedanken trägt das Trio weiter durch Europa.

12.06.2007_Tabla & Strings

Geoff Goodman (Mandoline, Mandocello, Gitarren)
Bernd Hess (Gitarren)
Shankar Lal (Tabla & Gesang)
Tobias Ott (Ghatam & Tanpura)

Die Gitarristen Geoff Goodman (New York) und Bernd Hess (München), der Tablavirtuose Shankar Lal (Kalkutta) und der Ghatamspieler Tobias Ott (München) formieren ein Quartet, welches westliche und östliche Klänge zu einer homogenen Einheit verschmelzt.

Aus dieser weltumspannenden Verbindung fließt eine Musik, in der die unterschiedlichen Kulturen der Mitwirkenden die Facetten dieses klanglichen Ereignisses bilden. Raga eigene Stücke und freie Improvisationen geben jedem Musiker den Raum, sich zu entfalten, ohne in ein bloßes Nebeneinander abzugleiten.

Die indische Tradition mit ihrer rhythmischen Raffinesse wird kombiniert mit modernen Grooves, mystischen und sphärischen Sounds und harmonischen Gegensätzen zwischen akustischen und elektrischen Saiteninstrumenten.

08.05.2007_Station to Station

Jason Seizer (Saxophon)
Filip Wisniewski (Gitarre)
Walter Lang (Klavier)
Martin Zenker (Kontrabass)
Rick Hollander (Schlagzeug, Gesang)

Station to Station is a collection of new and newly conceived songs from Rick Hollander’s imagination. These songs tell his story and their story with a fresh, lean sound.

While this music is bold and new it tells of events in life that are familiar to us all. The themes are simple, human and yet the outcome is unusually original. There’s a thread running through all their music and that thread is Station to Station’s unique approach to compositions whose influences stem all the way back to Hollander’s earliest musical roots. Jazz, blues and soul along with British rock and early twentieth century modern classical music make up the mix. When the two front-men combine their forces the overall effect is big and wide. The listener is struck with the thought that what they hear couldn’t happen any other way; it couldn’t. The support from the piano, bass and drums needs to be of equal weight and dimension; it is.

Over 15 years of experience playing together catapults Hollander, Lang and Zenker into a musical orbit that’s all their own. There’s warmth, friction and joy in everything they do. Wisniewski adds an uncommon point of view to each musical moment he encounters and Seizer can best be described as a wild card that no game worth playing should be without. But throughout its Hollander’s pen that sets the tone and lays forth the vision that the group navigates itself through. The music is swinging, rocking, soft, loud, stunning, inviting and unique.

Rick Hollander was born in Detroit, Michigan in November of 1956. He began drumming at the age of nine, studying with Roy Brooks and Gene Stewart. Rick moved to New York City in 1979 and Munich, Germany in 1991. Spanning his career Hollander has enjoyed close musical associations with Albert Sarko, Dick Seigel, Walt Weiskopf, Tim Armacost, Christain Willisohn and Walter Lang. Hollander has worked worldwide with such jazz greats as Roy Hargrove, James Moody, Brad Mehldau, Steve Houben, Woody Shaw, and Philip Catherine, among others. Rick’s signature drumming style is featured on over 30 CD’s.

10.04.2007_Subtone

Magnus Schriefl (Trompete, Flügelhorn)
Malte Dürrschnabel (Saxophone, Flöte)
Florian Höfner (Klavier, Akkordeon)
Benjamin Hiesinger (Kontrabass)
Peter Gall (Schlagzeug)

Sie stammen allesamt aus Süddeutschland, sind beziehungsweise waren Mitglieder des Bundesjazzorchesters, haben aber erst an ihrem Studienort Berlin (Universität der Künste) zusammengefunden. Was Anfang 2005 mit der Teilnahme an einem Nachwuchswettbewerb und vereinzelten Auftritten begann, hat sich allmählich zu einer wahren Erfolgsstory entwickelt. Seitdem sind die fünf jungen Musiker nicht nur musikalisch weiter zusammengewachsen, auch eine tiefe Freundschaft verbindet sie – vier von ihnen wohnen im selben Haus in Berlin-Kreuzberg.

Von dort aus startet Subtone inzwischen zu Auftritten in ganz Deutschland. Der vorläufige Höhepunkt steht für Juni 2007 an, wenn die Band beim weltberühmten Festival „Jazz Baltica“ in Salzau auftreten wird. Im selben Monat erscheint außerdem die erste CD des Quintetts in der Reihe „Next Generation“ die zusammen vom Kölner Label „Double Moon Records“ und der Zeitschrift „Jazzthing“ herausgegeben wird.

Ihre Musik ist nicht leicht zu beschreiben, denn im Laufe der Zeit haben die fünf in ihren Kompositionen wirklich zu einem individuellen Stil gefunden. Kennzeichnend dafür sind die ausgefeilten Arrangements mit abwechslungsreicher Instrumentierung, das kreative Zusammenspiel der beiden Bläser und die interaktiv agierende und stets groovende Rhythmusgruppe. So klingt Subtone mal nach einer modernen Big Band, mal nach intimer und minimalistischer Kammermusik.

13.03.2007_Michael Lutzeier hat die Schlagerhitz’

Michael Lutzeier (Baritonsaxophone)
Bernd Hess (Gitarre)
Thomas Stabenow (Kontrabass)
Rick Hollander (Schlagzeug)

Auf dem Dachboden kann man sie mit Glück noch finden: Die deutschen Tonfilmschlager aus der UFA-Zeit. Diese meisterlichen Melodieperlen – altbekannt und fastvergessen – aus Filmen wie Der Kongreß tanzt, Frauen sind keine Engel, San Franzisko, Tanz auf dem Vulkan und vielen anderen sind überraschend einmalig wie jazzbar. Also beschloß der Münchner Baritonsaxophonist Michael Lutzeier diese Evergreens nicht weiter vermodern zu lassen, sondern sie stattdessen zu vermodernisieren.

Nach dem Motto „Schellacks neu lackiert“ arrangiert er die Hits der zwanziger bis fünfziger Jahre frech originell, zieht ihnen die Stützstrümpfe aus und steckt sie in ein zeitgemäßes jazziges Gewand. Das Ergebnis ist ein generationsübergreifendes Leuchten in den Augen der Zuhörer und zeigt, daß die Musik, zu der Oma und Opa ausflippten, heute immer noch bestens funkt und hitzt. Zusammen mit den hervorragenden Mitmusikern Bernd Hess an der Gitarre, Thomas Stabenow am Kontrabaß und Rick Hollander am Schlagzeug, darf man sich sicher auf einen ganz unüblichen Jazz- und Schlagerabend freuen.

13.02.2007_Rusconi Trio

Stefan Rusconi (Klavier)
Fabian Gisler (Kontrabass)
Claudio Strueby (Schlagzeug)

Drei Mannen aus Zürich fabrizieren Jazz mit Spannkraft. Musik die federt, niemals hampelt oder luftig hübsch verpufft, sondern vielmehr kerzengerade auf dem Wellenspitz des Alpenfoehns hinunter in die Talkessel surft und dort die Äcker und Scheitel neu bestellt mit kantiger Rhythmik und seeltiefen Sounds. Das Rusconi Trio ist DIE Alternative zu Kernkraft und Fernwärme, ein musikalischer Hochofen, ein Hochdruckgebiet auf dem Weg zu DIR. (David Hesse)

rusconi-music.com

09.01.2007_Mariette Radke „Between Heaven And Earth“

Mariette Radtke (Gesang)
Till Martin (Tenorsaxophon)
Rich Laughlin (Trompete)
Bernhard Pichl (Klavier)
Martin Zenker (Kontrabass)
Rick Hollander (Schlagzeug)

Die Sängerin Mariette Radtke und Ihre Band mariette’s motion Club sind in den letzten Jahren eine feste Größe im Programm deutscher und europäischer Jazzclubs und Festivals geworden. Angetrieben von der Leidenschaft für ihr Instrument und die Liebe zu den großen Songwritern der Jazzgeschichte spannt sich die Originalität ihrer Interpretationen wie ein Roter Faden durch ihr musikalisches Schaffen. Dabei gelingt es ihr meisterhaft, dem was sie liebt ein neues Gewand umzuhängen.

In bemerkenswerter Weise ist dies auf ihrer letzten vielgelobten CD „Motion Club“ gelungen. Nun stellt Sie ihr neues Programm im Rahmen ihrer kommenden Europatournee vor. Die maßgeschneiderten Arrangements zu ausgewählten und selten gehörten Juwelen der Jazzliteratur stammen allesamt aus Ihrer eigenen Feder, sowie von dem amerikanischen Wahlmünchner Rich Laughlin, dem Trompeter
der Band, und dem Münchner Bassisten Martin Zenker. Ergänzt wird das Ensemble durch den Saxophonisten Till Martin, der zusammen mit Rich Laughlin und Mariette Radtke eine perfekt harmonisierende Frontline bildet und dem altbewährten Rhythmusteam, dem neben Martin Zenker der

Pianist Bernhard Pichl und der ebenfalls amerikanische Wahlmünchner Rick Hollander angehören. Das erfreuliche Ergebnis dieser Zusammenarbeit ist eine durchaus zeitgenössische Mischung erfrischend charmanter Musik, dargeboten auf höchstem Niveau.