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10.11.2026_Samuel Blaser Quartet

Samuel Blaser (Posaune)
Russ Lossing (Klavier)
Masa Kamaguchi (Kontrabass)
Billy Mintz (Schlagzeug)

Samuel Blaser ist ein virtuoser Posaunist mit einem üppigen Klang und einer flüssigen, ausdrucksstarken Phrasierung. Er ist auch ein inspirierter Komponist, der stets nach dem Gleichgewicht zwischen Struktur und Freiheit sucht. Auf seinem kommenden Doppelalbum Amaaka / Shadow bringt er ein bemerkenswertes Quartett zusammen, bestehend aus dem Pianisten Russ Lossing, dem Bassisten Masa Kamaguchi und dem Schlagzeuger Billy Mintz – drei Meister der Improvisation, die für ihre Tiefe, Sensibilität und ihr kreatives Zusammenspiel bekannt sind.

Amaaka / Shadow ist fest in der Jazztradition verwurzelt und gleichzeitig offen für moderne Ausdrucksformen. Das Album ist als Doppel-CD strukturiert: Amaaka präsentiert eine Sammlung von Kompositionen von Blaser, während Shadow Originalwerke von Lossing enthält. Beide Teile wurden mit demselben Ensemble aufgenommen und bieten zwei unterschiedliche, aber miteinander verbundene musikalische Visionen – lyrisch, explorativ und zutiefst persönlich.

Der Titel Amaaka ist eine Verschmelzung von „Ama“ (Adam) und „Aka“ (Oscar), den Kindheitsaussprachen der Namen von Blasers Söhnen – eine subtile Anspielung auf Familie und Intimität.

Auf das Projekt folgt eine EP mit dem Titel Rosina, die sich an Volksmelodien aus der Emilia-Romagna anlehnt und eine Hommage an Blasers Großmutter darstellt. Rosina ist eine Meditation über Herkunft und Erinnerung und knüpft emotional und musikalisch an das Doppelalbum an.

Samuel Blaser: A 21st-Century Trombone Revolutionary

Winner of the prestigious 2019 „Prix du Musicien européen“ from the Académie du Jazz in Paris and the 2021 Downbeat Magazine Critics Poll („Rising Star Trombone“), Samuel Blaser is redefining what it means to be a trombonist in today’s musical landscape. Born in 1981 in La-Chaux-de-Fonds, Switzerland, this dynamic artist burst onto the professional scene after graduating from conservatory in 2002, quickly making waves across continents.

During his formative years, Blaser forged powerful connections with the Vienna Art Orchestra and the European Radio Big Band, earned a coveted Fulbright Scholarship, and pursued graduate studies at Purchase College Conservatory of Music in New York. His debut album as a leader, the Samuel Blaser Quartet’s 7th Heaven (Between The Lines), marked the beginning of an extraordinary journey. After 16 transformative years living between New York and Berlin, absorbing the pulse of two of the world’s most vibrant music scenes, he returned to his Swiss roots in December 2021, bringing with him a wealth of international experience.
A Musical Alchemist

The secret to Blaser’s magnetic artistry lies in his fearless embrace of musical diversity. Raised on a rich diet of classical music, Swiss folk traditions, and jazz, he has evolved into a genre-bending innovator who fearlessly explores operatic grandeur, rock intensity, and blues authenticity. His musical philosophy centers on growth through collaboration, leading him to forge meaningful relationships with legendary figures including Pierre Favre, Michel Portal, Gerry Hemingway, Marc Ducret, Paul Motian, Oliver Lake, Wallace Roney, Russ Lossing, and Daniel Humair—each master contributing to his evolving artistic identity.

Blaser wields his trombone like a sonic chameleon, seamlessly transitioning from liquid melodic passages to explosive rhythmic punctuations, from earthy gut-level expressions to otherworldly sound explorations—all delivered with laser-focused intentionality. Whether leading his own ensembles or collaborating with others, he approaches each musical encounter with strategic vision and intuitive understanding of what the moment demands. His solo performances are particularly electrifying, using his bold, commanding sound to unlock the hidden musical potential of both architectural spaces and natural environments.
Entrepreneurial Visionary

When global circumstances temporarily silenced live music, Blaser channeled his creative energy into an ambitious entrepreneurial venture. He launched Blaser Music, a label that has already released an impressive catalog of 20 albums, establishing himself not just as a performer but as a tastemaker and cultural curator. His sub-label SONGS extends this vision further, providing a platform for other innovative musicians, beginning with the acclaimed Russ Lossing.

Today, Blaser continues to electrify audiences across Europe, performing with his own groundbreaking ensembles while also bringing his distinctive voice to collaborations with jazz luminaries Michel Portal, Daniel Humair, and Marc Ducret. Through Blaser Music, he’s not just making music—he’s shaping the future of jazz, one bold release at a time.

Samuel Blaser is a XO Sophisticated Brass Artist.

Foto © Jean Baptiste Millot

www.blasermusic.com/bm019

www.samuelblaser.com

08.12.2026_FEAR O’ SHE

Jeremy Viner (Klarinette, Saxophon)
Felix Hauptmann (Klavier)
Elisabeth Coudoux (Cello)
Roger Kintopf (Kontrabass)
Tancrède D. Kummer (Schlagzeug, Komposition)

FEAR O‘ SHE vereint eine Gruppe aufstrebender und etablierter Improvisationskünstler rund um Tancrèdes Kompositionen und Konzepte. Die Musik verbindet zeitgenössische Strukturen und avantgardistische Rhythmen mit spontanen Gesten, Intuition und Eigeninitiative. Unser ganzheitlicher Ansatz in der Musik betrachtet das Material als ein Laboratorium, in dem wir unsere Individualität innerhalb des Kollektivs erforschen.

Für uns sollte gespielte Musik mit intensiver Leidenschaft und unerschütterlichem Engagement dargeboten werden. Daher auch der Begriff „Ritual”, den FEAR O‘ SHE gemeinsam mit ihrem Publikum leben möchte, um die hingebungsvolle Intensität repetitiver Bewegungen weiter zu erforschen und Wege zu finden, Komposition und Improvisation miteinander zu verweben. Obwohl wir viel Zeit damit verbringen, Partituren zu schreiben und Parameter für die Ausführung und das Zusammenspiel festzulegen, wird das Kollektiv immer das Prisma sein, durch das sich diese künstlerische Vision entfaltet.

Presse:

„Die Formation Fear O´She ist ein Quintett um den französischen Schlagzeuger Tancréde D. Kummer. Die Musik für das Quintett hat Tancréde D. Kummer geschrieben. Ein Komponist, der in unterschiedlichen Bereichen musikalische Erfahrungen gesammelt hat, vom Duo mit Klavier und Schlagzeug mit einer Bearbeitung der Goldberg Variationen von Bach bis zu einem Klaviertrio im Bereich Jazz.

Für die Band Fear O´She hat er die gesamte Musik minutiös auskomponiert, gibt aber seinen Musiker*innen Raum für Interpretation und Improvisation. Die Bandmitglieder sind alle erfahrene Improvisationsmusiker*innen: Elisabeth Coudoux am Cello, Jeremy Viner an Klarinette und Saxofon, Felix Hauptmann am Piano, Roger Kintopf am Bass und Tancréde D. Kummer am Schlagzeug.

Die Musik der Gruppe war eine Form von Neuer Kammermusik, mit kleinen Melodiebögen an Cello, Klarinette/Saxofon und Klavier. Eine durchaus eingängige Musik, die immer wieder durch unerwarteten Ecken und Kanten bestach. Trotz der notierten Form, entwickelten die einzelnen Musiker*innen eigene Initiativen und folgten ihrer Intuition. So entstand ein sehr kohärenter Ensembleklang von seltsamer und ungewohnter Schönheit.“

Text: Uwe Bräutigam für NRWJAZZ

www.tancrededkummer.com/fear-o-she

12.01.2027_Hemisphere 4

Gebhard Ullmann (Sopransaxophon, Bassklarinette, Bassflöte, Looper, Effekte)
Liz Kosack (Keyboards)
Silke Lange (Akkordeon)
Taiko Saito (Vibrafon, Bass Drum, Klangobjekte)

Hemisphere 4 ist mein neuestes elektro/akustisches Projekt. Wir erspielen eine Musik, die ich als Hörfilme bezeichnen möchte. Generations- gender- und stilübergreifend sind drei weitere Stichworte. Die erste CD erschien im Herbst 2023 bei JazzHausMusik in Köln.

Hemisphere 4 kombiniert Neue Musik, Komposition, Improvisation und allerhand Undefinierbares und ich kehre mit diesem Projekt nach langer Zeit wieder zu Sopransaxofon und Bassflöte zurück.
In Kritiken hieß es Hemisphere 4 schließe den Kreis zu meinen unvergessenen Projekten der 80er Jahre. (Gebhard Ullmann, November 2024)

Presse:

’ Das gibt es wirklich nicht häufig. Ein Album, das mit dem ersten Ton die Hörer:innen gefangennehmen kann und nicht mehr loslässt, bis es zu Ende ist. Gebhard Ullmann und seiner Klangreisecrew mit Liz Kosack, Silke Lange und Taiko Saito verstehen es, mit wenigen musikalischen Elementen eine musikalische Sphäre herzustellen, die irgendwie in einer ganz anderen Welt spielt. Rational-esoterisch wirkt das Ergebnis wie bei der vorsichtigen Erkundung eines musikalischen Kontinents. Bei diesem Quartett stößt man wirklich auf neues, bislang unerhörtes Terrain. Aber wird sicher dabei geführt.
Man lässt es fließen, man lässt die Dinge geschehen und lässt sie zu. Das hat diese klangliche Leichtigkeit und emotionale Schwere, die unergründlich, aber geerdet zu sein scheint. Was soll man da auch ergründen, wo alles wie von selbst sich fügt? Obwohl man hörend Neuland betritt, merkt man doch, dass es genau so und nicht anders sein muss. Die Meisterschaft, wie sich das Quartett auch in mikrotonalen Gefilden bewegt und mit elektronischen Klängen umgeht innerhalb einer Welt der gelenkten Improvisation, ist schlechterdings überwältigend. Man darf sich hier einfach mal faszinieren lassen von so viel Ideenreichtum, der dabei immer durch seine Formung zum musikalischen Statement der schwebenden Selbstverständlichkeit ausreift. Beeindruckend! ‚
(Martin Hufner, Neue Musikzeitung 4/2024)

‚ Ist es Jazz ? Ist es atonale Musik ? Allein die Besetzung trotzt jeder Kategorie … Mit der Bassflöte zitiert Ullmann auf ‚Impromptu #1‘ folkloristisch wirkende Melodien, ‚ Hörfilm mit Maschinen ‚ gerät zu einem bizarren Thriller. ‚
Jazzthetik (12/23)

‚ Alles auf diesem Album (Kapitel Zwei) ist mehrdeutig, improvisiert und weit entfernt vom Gewöhnlichen. Es entzieht sich jeder einfachen Beschreibung – diese Musik muss man hören, fühlen, durchdenken und für sich selbst reflektieren. Ein Werk, das uns berührt, wenn wir uns ihm mit Offenheit und Geduld nähern. Gebhard Ullmann bleibt sich treu: Er schafft wahre Kunst, kompromisslos, ehrlich und von großer Intensität. Hemisphere 4. Kapitel Zwei ist ein herausragendes Beispiel für die Kraft der freien musikalischen Idee – ein Erlebnis, das nachhallt. ‚
Jacek Brun (10/25)

www.gebhard-ullmann.com/projects/hemisphere-4.html

Foto © Cristina Marx

11.02.2027_EYES TO THE SUN

Leo Genovese (Klavier)
Camila Nebbia (Saxophon)
Alfred Vogel (Schlagzeug)

Bei „Eyes to the Sun“ treffen drei unverwechselbare musikalische Stimmen in einem Dialog von seltener Sensibilität und Tiefe aufeinander. Der argentinische Pianist Leo Genovese, Grammy-Preisträger und langjähriger Klangforscher, der unter anderem mit Wayne Shorter, Joe Lovano und Jack De Johnette gespielt hat, tut sich mit der argentinischen Saxophonistin Camila Nebbia und dem österreichischen Schlagzeuger Alfred Vogel zusammen – beide stehen an der Spitze der heutigen europäischen Improvisationsszene –, um ein Album zu schaffen, das zwischen unerwarteter Form und spontaner Entdeckung schimmert.

Die Musik entfaltet sich mit stiller Intensität – eine Konstellation aus Texturen, Gesten und lyrischen Fragmenten, die gerade noch jenseits der Definition zu schweben scheinen. Genoveses Klavier spricht in wechselndem Licht, mal kontemplativ, mal explosiv; Nebbias Saxophon bewegt sich zwischen Flüstern und Schrei und zeichnet Linien der Verletzlichkeit und des Widerstands nach; Vogels Schlagzeugspiel haucht dem Ensemble Raum ein und verankert den Puls gleichermaßen, wie er ihn wieder loslässt.

Aufgenommen in einer Atmosphäre des aufmerksamen Zuhörens und der offenen Improvisation in Buenos Aires im Dezember 2023, spiegelt „Eyes to the Sun“ ein gemeinsames Bekenntnis zur Präsenz wider. Das Zusammenspiel des Trios lässt Landschaften erahnen – innere und äußere –, in denen Stille Teil der Musik wird und Klang zu einer Form des Gesprächs. Das Ergebnis ist eine Aufnahme von poetischer Zurückhaltung und strahlender Freiheit – Musik, die den Zuhörer einlädt, nicht wegzuschauen, sondern hinzuschauen: hin zur Wärme, hin zum Bewusstsein, hin zur Sonne.

FREE JAZZ COLLECTIVE über „EYES TO THE SUN“ live beim Jazzfestival Saalfelden 2025 (freejazzblog.com):

Das kleine Theater ist voll mit Gästen im Parkett, während sich oben auf dem Balkon die Presse und VIPs zusammen mit anderen Musikern drängen. Wer keinen Platz an der Brüstung ergattert, hat kaum eine Sicht auf die Bühne. Ich stecke hinter dem schlaksigen Schlagzeuger Leif Berger fest. Glücklicherweise ist die wunderbar lebhafte und dynamische Darbietung laut und wild genug, um die Fantasie zu beflügeln (und Leif geht schließlich in die Hocke, sodass ich etwas sehen kann!). Gelegentliche Blicke lassen mich erahnen, wie Leo lebhaft über das gesamte Tastenspektrum seines Klaviers springt, wie Camila ihr Saxophon mit voller Kraft rockt und wie Alfred tief versunken mit Geschwindigkeit und Anmut um sein Schlagzeug schwebt. Dieser verrückte, atonale Ausraster ist auf die beste, befriedigendste Art düster und herausfordernd.

Leos schnelle Tastenläufe zusammen mit Camilas rasanten Trillern sind rasend und fügen sich nahtlos ineinander. Crescendos werden passend auf Alfreds drei Becken betont; außerdem erkundet er in den ruhigeren Momenten eine Reihe verschiedener Perkussionsartikulationen, darunter Bongos, Gummischlägel und kleine Gegenstände.

Alfred erzählt uns, dass bei ihm im Jahr 2023 akute Leukämie diagnostiziert wurde und dass die Band, die gerade erst Aufnahmen gemacht hatte, beschloss, ihr Album auf jeden Fall zu veröffentlichen. Songtitel wie „Glint“ und „Glow“ erinnern an die Desorientierung, die man empfindet, wenn man direkt in die Sonne blickt. Es scheint, wie Alfred sagt, als wolle das Universum, dass er „zurückkommt“. Darauf folgt lauter Applaus. Leo holt eine Klarinette hervor, und schon geht es mit voller Kraft in die zweite Runde. Ein Duell der Holzblasinstrumente und ein superschneller Groove von Alfred – rasantes, knackiges Schlagzeugspiel, begleitet von flatterndem, stotterndem Saxophon und Klarinette. Diese Gruppe lässt nicht locker, und niemand scheint zu bemerken, dass es 23:30 Uhr in den österreichischen Alpen ist und nicht in irgendeinem schäbigen kleinen Keller in New York.

https://www.boomslang-records.com/releases/eyes-to-the-sun

Foto © privat

09.03.2027_STAX

Reza Askari (Kontrabass)
Matthew Halpin (Tenorsaxophon)
Bertram Burkert (Gitarre)
Max Stadtfeld (Schlagzeug)

Mit STAX hat der Leipziger Schlagzeuger und Komponist Maximilian „Max“ Stadtfeld eine Band geschaffen, die zu den spannendsten Stimmen des zeitgenössischen europäischen Jazz zählt. Das Quartett verbindet lyrische Offenheit, rhythmische Raffinesse und eine ausgeprägte Freude am gemeinsamen musikalischen Erzählen.

Seit dem Debütalbum Stax (ACT Music, 2019) hat sich die Formation kontinuierlich weiterentwickelt. Es folgten Suboptimal (Klaeng Records, 2022) und zuletzt Fancy Future (Boomslang Records, 2024), ein Album voller Zuversicht und klanglicher Fantasie, das einen optimistischen Gegenentwurf zu einer zunehmend komplexen Welt entwirft.

Im Zentrum steht Stadtfelds unverwechselbare kompositorische Handschrift: melodisch, verspielt und stets offen für spontane Entwicklungen. Gemeinsam mit dem irischen Saxophonisten und Flötisten Matthew Halpin, dem Gitarristen Bertram Burkert und dem Bassisten Reza Askari entsteht ein Bandsound, der gleichermaßen transparent wie kraftvoll wirkt. Die vier Musiker begegnen sich mit großer Aufmerksamkeit und lassen ihre Stücke in jedem Konzert neu entstehen.

STAX bewegt sich mühelos zwischen modernem Jazz, kammermusikalischer Feinheit und energiegeladenen Improvisationen. Die Musik lebt von intensiver Interaktion, überraschenden Wendungen und einer großen stilistischen Offenheit. Dabei entsteht eine Klangsprache, die zeitgenössisch und eigenständig ist – voller Wärme, Dynamik und erzählerischer Tiefe.

Max Stadtfeld STAX, Fancy Future
Boomslang Records/ boomslangrecords.bandcamp.com

Max Stadtfeld STAX – Fancy Future (Cover)Zum dritten Album „Fancy Future“ des Leipziger Schlagzeugers Max Stadtfeld und seinem Quartett STAX gibt es ein Comicbuch, gezeichnet von Ebony Schneeweiß. Der Rezensent kennt dieses Buch nicht. Wenn die Bildergeschichte aber genauso schrullig-verträumt ist wie die Musik auf „Fancy Future“, will man irgendwann beides auch mal relaxt hören und schauen. Stadtfelds Musik mit ihm, Matthew Halpin (Saxofon), Reza Askari (Bass) und Bertram Burkert (Gitarre), entwickelt jedenfalls einen warmen Melos, der einen die Augen schließen lässt, sie besitzt gleichzeitig diesen emotionalen Cry, der einen oftmals doch wieder wachrüttelt, und hat einen zupackenden Groove, der einen nicht mehr loslassen will. Die vier interagieren auf Augenhöhe, vieles scheint aus dem Augenblick heraus zu entstehen und besitzt dieses Moment, sich fest im Jetzt verorten zu wollen. Die Produzentenhandschrift von Alex Binder trägt das Ihre dazu bei, dass die acht Songs ganz direkt und so überhaupt nicht nach Jazz klingen. Wow!

Text: Martin Laurentius, Jazz thing 154

www.maxstadtfeld.de

Foto © Lukas Diller