11.05.2027_SCHMID’s HUHN

Stefan Karl Schmid (Tenor Saxophon, Klarinette)
Leonhard Huhn (Alt Saxophon, Klarinette)
Stefan Schönegg (Konrabass)
Fabian Arends (Schlagzeug)

Seit über 14 Jahren bewegt sich Schmid’s Huhn an der Schnittstelle von Komposition und freier Improvisation. Was als Begegnung von vier individuellen musikalischen Stimmen begann, hat sich zu einem unverwechselbaren Ensemble entwickelt, einem Organismus, dessen Klang aus ständiger Bewegung, gegenseitiger Einflussnahme und kollektiver Vorstellungskraft entsteht.

Mit ihrem neuen Album At The Mercy Of External Conditions richtet die Band den Blick auf die Kräfte, die musikalisches und menschliches Handeln prägen. Der Titel verweist auf eine grundlegende Erfahrung: Kein Gedanke, keine Entscheidung und keine musikalische Geste entsteht unabhängig von ihrem Umfeld. Menschen sind geprägt von Orten, Begegnungen, gesellschaftlichen Entwicklungen und persönlichen Lebenswegen. Sie reagieren auf äußere Bedingungen, absorbieren Einflüsse und verändern sich fortwährend.

Gerade darin entdeckt Schmid’s Huhn jedoch kein Gefühl der Ohnmacht, sondern eine kreative Ressource. Die Musik des Quartetts versteht äußere Einflüsse nicht als Einschränkung, sondern als Material. Individuelle Erfahrungen, musikalische Vorlieben, spontane Impulse und unvorhersehbare Situationen werden aufgenommen, weitergedacht und in einen gemeinsamen Klangraum überführt. Aus dem Zusammenspiel entstehen Ideen, die größer sind als die Summe ihrer Teile.

Stilistisch verbindet die Band Elemente aus Post-Bop, Cool Jazz, Avantgarde und zeitgenössischer Improvisationsmusik zu einem Sound von struktureller Tiefe und energetischer Präsenz. Komposition und Improvisation stehen dabei nicht als Gegensätze nebeneinander, sondern bilden ein offenes System, in dem sich Form und Freiheit gegenseitig bedingen.

Nach vier Alben, zahlreichen Konzerten und internationalen Auftritten markiert At The Mercy Of External Conditions einen weiteren Entwicklungsschritt. Das Album dokumentiert eine Band, die Wandel nicht als Ausnahmezustand begreift, sondern als ihr zentrales Prinzip: aufmerksam für das Außen, verwurzelt im Kollektiv und stets offen für neue Richtungen.

“Spoiler: es kommt eines der mutmaßlich besten deutschen Jazzalben des Veröffentlich-ungsjahres 2026 dabei heraus!” (Michael Rüsenberg | JazzCity)

“…emphatisch improvisierte Musik in einem Quartett, das sich seine Garagen-Dschungeligkeit klingend auf dem Dickkopf Hindemiths tranzendend-tanzend bewahrt hat.” (Martin Hufner | NMZ)

„Die beiden machen verrückte Sachen, ihre Arrangements sind mitunter so vertrackt, dass man sich an Steve Coleman’s M-Base erinnert fühlen kann. Andererseits: Nur selten ist die relaxte und schlanke Spielhaltung des Cool-Jazz und Westcoast besser in die Gegenwart geholt worden wie bei SCHMID’s HUHN.“ (hr-online)

„Schmid’s Huhn ist auf einer ständigen Gratwanderung unterwegs, getragen von vierfacher Trittsicherheit. Niemand stürtzt ab, und die Musik ist von zauberhafter Leichtigkeit.“ (Hans-Jürgen Linke, Frankfurter Rundschau)

„..das ist so perfekt, so leidenschaftlich, so durchdacht und spontan gleichzeitig, dass mit Layers (live) eine weitere Sternstunde des zeitgenössischen Jazz deutscher Prägung vorgelegt wurde!“ (Wolfgang Giese, Musik an sich)

www.stefankarlschmid.net
www.schmidshuhn.de

Foto © Florian Fries