Alle Artikel in der Kategorie “Vorschau

11.12.2018_Phosphoros Ensemble spielt Christian Morgenstern

Almut Kühne (Stimme)
Uli Pleßmann (Rezitation)
Frank Gratkowski (Klarinette, Bassklarinette)
Kathrin Pechlof (Harfe)
Meinrad Kneer (Kontrabass, Komposition)

Der Berliner Kontrabassist und Komponist Meinrad Kneer hat sich mit dem Werk Christian Morgensterns (1871-1914) auseinander gesetzt. Text und Musik, Komposition, Improvisation und Rezitation greifen ineinander und verweben sich zu einem neuen Ganzen.

Das Ensemble ist mit herausragenden Berliner Musikern besetzt. Alle sind klassisch ausgebildet, renommiert im Bereich der zeitgenössischen Musik und zudem innovative Improvisationskünstler. Dazu passt perfekt die außergewöhnliche Musikalität des Schauspielers Uli Pleßmann. Seine Rezitationen der Gedichte sind sehr musikalisch gedacht, die Worte werden Teil der Musik und umgekehrt.

Die CD zum Programm ist 2015 auf dem Schweizer Label Unit Records (UTR 4614) erschienen.

Pressezitate:

(…) Die Entscheidung die Stimme der Sopranistin Almut Kühne den durch Uli Pleßmann rezitierten Gedichten gegenüberzustellen, hebt das Ganze auf eine höhere Ebene. (…) Kühne hat eine helle, natürliche Stimme, makellos und klassisch geschult, ebenso intensiv wie auch abenteuerlich. Die Harfe von Kathrin Pechlof und der gezupfte Bass bringen den rhythmischen Impuls und Frank Gratkowski zeigt erneut, warum er einer der Klarinettengroßmeister Deutschlands und der großräumigen Umgebung ist. Meist erinnert die Musik an zeitgenössische Kammermusik, aber durch die Improvisationen wird das Bild vielschichtiger und das ist genau, was die Arbeit Morgensterns braucht.
Herman te Loo, Januar 2016 jazzflits.nl

Der Berliner Bassist ist nie um Ideen nie verlegen, wenn es darum geht, Grenzen zwischen Jazz, improvisierter, komponierter und ethnischer Musik auszuloten. (…) das Phosphoros Ensemble (…) vermischt seinen kammermusikalischen Charakter mit manchen Free-Ergüssen. Sie entsprechen der Lyrik eines so eigenwilligen Dichters. (…) Almut Kühnes und Uli Pleßmanns Stimmen werden den Gedichten zwischen Realität und Utopie, die oft humoristisch genannt werden, allzeit gerecht. (…)
Reiner Kolbe, Jazzpodium 12/15 1-16, Dezember 2015

(…) KNEER ist es erneut gelungen, etwas Unerwartetes musikalisch und sehr  variabel zu integrieren; das macht Lust auf mehr. Und: „Meinrad Kneers Phosphoros Ensemble spielt Christian Morgenstern“ revitalisiert diesen Dichter und gießt sein Werk in eine attraktiven Form für die heutige junge Generation.
Zdenek Slaby, August 2015, hisvoice.cz

(…) die leicht zu lesenden Verse sind alles andere als oberflächlich und offenbaren ihre zweite, dritte und weitere Bedeutung nicht ohne weiteres. Das Phosphoros Ensemble hilft gerade bei dieser Interpretationsarbeit, wobei sie für den Anfänger praktische Deutungshilfen liefern und sich auch für Kenner der morgensternschen Lyrik durchaus Neues entdecken läßt. (…)
Christoph Turnherr, Mai 2015, Jazz’n’more

www.meinradkneer.eu

08.01.2019_FIELD

Uli Kempendorff (Saxophon, Klarinette, Komposition)
Christopher Dell (Vibraphon)
Jonas Westergaard (Kontrabass)
Peter Bruun (Schlagzeug)

FIELD sei „gedacht für alle Menschen, die da Ohren haben zu hören“, schrieb die TAZ in einer Kritik zum aktuellen Album „Heal The Rich“. Das Quartett um den Berliner Saxophonisten Uli Kempendorff spielt Stücke aus der Feder des Bandleaders. „Jazz, der innovativ ist ohne sich die Bürde des Free Jazz aufzuladen, der eingängig sein kann, ohne mit den Klischees der Tradition zu kokettieren.“ (SÜDKURIER)

Die vier Musiker vereinen in dieser Band musikalische Einflüsse aus ihren Projekten wie der Uli Gumpert Workshop Band, Christian Lillingers GRUND, Django Bates‘ Beloved und DRA. Sie transportieren die ungestüme Spielfreude und Energie, die Berlins Szene seit vielen Jahren ausmacht. „Die Zuhörer spüren die Energie, die von dem packenden Zusammenspiel des Quartetts ausgeht und das immer wieder neue Klangspielereien ausbrütet.“ (SÜDKURIER).

Presse:

„So viel Geschmeidigkeit. So viel Widerspenstigkeit. Der Berliner Saxophonist Uli Kempendorff fegt mit seiner Band alle Mauern zwischen Tradition und Avantgarde hinweg. Diese CD bedarf nicht vieler Worte zur Beschreibung. Sie soll einfach nur so viel wie möglich gehört werden.“
JAZZTHETIK

“Heal The Rich” richtet sich denn auch nur vordergründig an einen kleinen Personenkreis, in Wirklichkeit ist es gedacht für alle Menschen, die da Ohren haben zu hören.” TAZ

Dieser geradezu philosophische Überbau widerspiegelt sich in der raffinierten Instrumentalmusik von Field und macht diese Jazz-Band zu einer Formation, die nonverbal, also ohne ein einziges Wort, Botschaften transportiert, die von hoher politischer Brisanz sind. […] Da war nichts vorhersehbar, und jede instrumentale Reaktion der Musiker barg eine gehörige Portion Überraschung, so dass es zu keiner Sekunde musikalisch öde wurde. Christian Rödel, OSTSEE ZEITUNG

„Anarchisch, voller rhythmischer Verschiebungen, und doch groovte es mächtig. Die vier Berliner Jazzer sind musikalische Freigeister, verwegene Tüftler und Klangverfremder, die zwischen komplex Arrangiertem und freien, aufgelösten Strukturen Geniales zuwege bringen. Ihr Quartettspiel wahrt bei allen Freiheiten immer den Blick für die Querverbindungen und spannenden Verflechtungen: unabhängig und doch immer mit Bezug zueinander.“
MANNHEIMER MORGEN

„All-Star-Formation der Berliner Szene. Bebop fürs 21. Jahrhundert (…) eine ungestüme Spielfreude bricht sich immer wieder Bahn und macht die Musik so anziehend. Hier passiert immer wieder etwas Neues, aber der Hörer wird bei dieser Achterbahnfahrt auf eindrucksvolle Weise mitgenommen.“
JAZZTHING

„Field ist (…) eine der vielversprechendsten Formationen der Berliner Jazzszene der letzten Jahre (…), also nichts weniger als eine (weitere) Super Group der Berliner Jazzszene. Jeder der neun Titel ist ein Mikrokosmos voller musikalischer Einfälle, Höhepunkte und Überraschungen.“
JAZZPODIUM

„Dieses Anregen von Fantasie zeigte, was Jazz auch kann: Anstoß zu Kino im Kopf.“ MITTELBAYERISCHE ZEITUNG

field4.de

12.02.2019_Other Animal

Peter Meyer (Gitarre, Elektronik)
Bernhard Meyer (Bass)
Wanja Slavin (Saxophon, Klarinette, Flöte, Synthesizer)
Jim Black (Schlagzeug)

„Based on post avantgarde NY-Berlin Jazz this music will go and grow everywhere else.“

Peter & Bernhard Meyer, bekannt durch ihre Arbeit mit dem “Melt Trio”, präsentieren ihre neue Band mit Wanja Slavin (saxophone) und Jim Black (drums).

Die Meyer Brüder ( an Gitarre und Bass) haben über die letzten Jahre einen Sound entwickelt, der sich nicht nur über alle gängigen Vorstellungen von Jazz-Improvisation, Alternative Rock, Neue Musik und Ambient hinwegsetzt, sondern selbst alle bekannten Synthesen, Avantgardismen und Überlappungen übertrieft. Ein Sound, der sein Bukett Lichtjahre von jedem Crossover entfaltet, ein Sound, der wegweisend in der europäischen Musiklandschaft ist.

Mit Jim Black gesellt sich einer der einflussreichsten Schlagzeuger unserer Zeit zu den Brüdern. Seit nunmehr 25 Jahren gehört Jim Black zu einer neuen Generation von Musikern, die den Jazz ins 21. Jahrhundert gebracht haben. Mit seiner grenzenlosen Technik und seinem futuristischen Konzept, mit seiner unablässigen Freunde am Erfinden, verzaubert und inspiriert er Zuhörer auf der ganzen Welt.

Echo-Preisträger und Saxophone Volcano Wanja Slavin bringt eine seltene zerbrechliche, raue Schöhnheit mit in die Band. Sein Spiel trägt die Kraft, die Energie und die Liebe des Jazz von John Coltrane oder Ornette Coleman in sich. Darüber hinaus ermöglicht ihm seine Virtuosität und Kreativität neue Wege. Ungehörte Klänge, wie man sie vielleicht aus der Neuen Musik oder aus elektronischer Musik kennt, durchfließen sein Spiel.

Presse:

“…with sinuous melodies that are eminently accessible, but which are given just the right amount of unpredictability through the band’s rhythmic diversity and strong emotional arcs.” (All About Jazz)

„This Band is an organism, which breathes and pulsates. Playing consciously and intuitively, leaving out the irrelevant Other Animal amazes with different motions, timbres and developments again and again.“ (Downbeat Magazine)

Other Animal bietet eine zeitgenössische, facettenreiche und tiefgründige Improvisationsmusik, die nur in ganz seltenen Fällen in den Rückspiegel schaut und ansonsten nur die Zukunft kennt. (Jazzpodium, Thorsten Hingst)

“Auf Other Animal vereinen die Gebrüder Meyer den kontemporären Klang der Berliner Jazz-Szene mit der höchst perkussiven Trommelkunst des New Yorkers Jim Black zu einer atmosphärischen Darbietung, die sich nahtlos zwischen Post-Rock Elementen und Jazz bewegt. Prominente Rollen werden hier keinem zugeteilt…” (Concerto 02-03/18)

“A unified sonic cloud grows simultaneously spacious, intense, and haunting … With bass and drums anchored in a polyrhythmic web, both guitar and sax comfortably seek freedom to roam … Sometimes thinly polished, sometimes strenuous and unyielding, Other Animal creates interesting and variegated soundscapes dipped in the independent rock genre. (Jazztrail NYC)

„Other Animal brings new life to jazz” (Dodie Miller-Gould, Lemonwire)

„This refreshingly new music group pushes boundaries to places we haven’t been.“ (Grady Harp)

www.meyer-music.de

12.03.2019_Weidner Lang Baumgärtner

Christian Weidner (Alt Saxophon)
Andreas Lang (Kontrabass)
Moritz Baumgärtner (Schlagzeug)

Die Musik des Berliner Triokollektivs WEIDNER LANG BAUMGÄRTNER ist geprägt von tiefer musikalischer Verwandtschaft der drei Musiker und ihrer bedingungslosen Hingabe und Bereitschaft zum Experiment.
Verwurzelt in einem direkten, erdig und beseelt klingenden Sound dringt das Trio vor in kompromisslose Klang- und Form-Experimente. Es singt innig, berührt und reißt mit in tiefere Schichten: fein und hell und dann wieder roh und ungeschliffen: ein überbordender Sound, unberechenbar und unverwechselbar zugleich.

Die Hintergründe der drei renommierten Berliner Musiker sind vielfältig und reichen vom Punk-Pop bis zur improvisierten Musik. (Melt, Bonaparte, Frittenbude, FUSK,  Der Rote Bereich, Christian Weidner Quartett, Fo[u]r Alto).

Foto by Oliver Potratz

www.christianweidner.de

09.04.2019_Geoff Goodman Quintett

Matthieu Bordenave (Saxophon)
Rudi Mahall (Bassklarinette)
Geoff Goodman (Gitarre)
Andreas Kurz (Kontrabass)
Bill Elgart (Schlagzeug)

Mit Goodmans Kompositionen bewegt sich das Quintett an den Grenzen des Möglichen und durchläuft Momente der Gelassenheit, des Pathos, des strukturierten Chaos und des trockenen Humors. Sein harmonisches Konzept ist anspruchsvoll und voller Überraschungen… die Akkorde und die Bewegung der Melodie sind untrennbar miteinander verflochten.

Komponieren für ein kleines Ensemble mit zwei Hörnern war schon immer Goodmans Favorit. Diese Formation erlaubt Kompositionen, die in der Jazztradition verwurzelt sind, sowie Stücke, die einen neuen und experimentellen Sound erforschen: post-Bop, post-Monk, post-Ornette, post-Dolphy, post-Frisell, post-everything …

Rudi Mahall und Bill Elgart waren bereits vor 15 Jahren in Goodmans ursprünglichem Quintett. Jetzt hat Goodman mit den beiden renommierten Münchner Jazzmusikern Matthieu Bordenave und Andreas Kurz das Quintett vervollständigt. Signifikant ist die gemeinsame Haltung aller fünf Musiker basierend auf Vertrauen, Risikobereitschaft, Neugier und Humor.


Geoff Goodman – guitar , Felix Wahnschaffe – saxophone, Rudi Mahall – bass clarinet, Henning Sieverts – bass, Peter Perfido – drums (2009 TUTU Records)

Presse:

Das Quintett rund um den New Yorker Gitarristen schafft in eigenen Kompositionen eine reizvolle Verbindung von tief inhalierter Jazztradition und NuJazz Elementen. Starke Melodien erfahren skurrile Brechungen, atmosphärisches Schwelgen mündet in expressive Soli und verfeinerte Rhythmen entfalten hypnotische Wirkung.
Beate Sampson BR4

Je spektakulärer, mysteriöser, kunstvoller die Musik und je virtuoser, unprätentiöser derjenige, der sie darbietet, umso mehr verwandeln sich unscheinbare Schreiberlinge in glühende Poeten. Was wurde über Geoff Goodman und seinen in jeder Hinsicht unvergleichlichen Gitarrenstil nicht schon alles geschrieben, seit er 1979 zu ersten Mal in Europa auftauchte. So nannten ihn die verdutzten Kritiker einen „Juan Miro der Saiten“. Er sei „ein leidenschaftlicher Grenzgänger, der sich permanent auf musikalischem Neuland bewegt“, formulierte es die „Süddeutsche Zeitung“. Und das kanadische Jazzmagazine „Cadence“ wagte den ganz großen Umgriff, indem es versuchte, den Stil des 59-Jährigen gleich auf mehrere Nenner zu bringen: post-Bop, post-Monk, post-Ornette, post-Dolphy, post-Frisell, post-everything…

Irgendwie passt all dies auf den sympathischen, verschmitzten und irgendwie genialen Gitarristen. Für ein komplettes Goodman-Portrait sollte man vielleicht noch dessen Leidenschaft für Pop, Folk und Country hinzufügen. Aber im Prinzip war der Wahl-Münchner noch nie „post“, sondern in jeder Phase seines Schaffens „present“. Ein moderner Jazzmusiker ohne Scheuklappen, der sich stets ohne marktschreierische Effekte weiterentwickelt, sei es in der Zusammenarbeit mit Kollegen wie Chris Hirson, Charlie Mariano, Mal Waldron, Tony Lakatos, Nicolas Simion, Ed Schuller, Larry Porter, Allan Praskin, Bill Elgart, Thomas Zoller, den Krautrock- und Avantjazz-Pionieren von Embryo oder der albanischen Sängerin Fjoralba Turku, sei es als Dozent am Jazz Projekt des Freien Musikzentrums München oder mittels eines Musikstipendium der Landeshauptstadt München 2012 für „Metal, Wood and Wire“.
Double Moon Records

www.geoffgoodman.com