Alle Artikel in der Kategorie “Vorschau

11.06.2019_Max Andrzejewski´s Hütte & guests play the music of Robert Wyatt

Johannes Schleiermacher (Saxophon)
Tobias Hoffmann (Gitarre)
Andreas Lang (Kontrabass)
Max Andrzejewski (Schlagzeug, Arrangement)
Cansu Tanrikulu (Gesang)
Jörg Hochapfel (Keyboards, Gitarre)

Das neue Programm von Max Andrzejewski´s gefeierter Band – mit Gästen und zum ersten Mal mit einem Tribute – für den großen britischen „Antihelden“ Robert Wyatt.
Das Programm wurde im Oktober 2018 bei den Leipziger Jazztagen und bei Enjoy Jazz uraufgeführt – nun kommt die Band nach einer exzessiven Mittelamerika-Tour im Frühjahr nach München und hat schon das neue Album im Gepäck, obwohl es erst im Spätsommer 2019 erscheint.

Wyatt´s Kommentar zu dem Programm: „This project is great for my sense of still being alive, knowing that these brilliant young musicians look my way for a moment. Please thank them from me. They have my profound gratitude.“

maxandrzejewski.de

09.07.2019_Fearless Trio

Johannes Ludwig (Saxophon)
Simon Nabatov (Klavier, Fender Rhodes)
Fabian Arends (Schlagzeug)

Was passiert, wenn drei virtuose Improvisatoren aufeinander treffen, die sich stilistisch ständig umfassend weiterbilden und sich nie mit dem Erreichten zufrieden geben, zeigt sich in diesem Trio. In der Band um den Altsaxophonisten Johannes Ludwig trifft der Klavier-Großmeister Simon Nabatov auf den Schlagzeug-Shootingstar Fabian Arends, um die Musik des Bandleaders in wunderbar frischem Gewand zu präsentieren.

Johannes Ludwig, Jahrgang 1988, hat schon viele Projekte unter eigener Federführung realisiert und sein mittlerweile sehr umfangreiches kompositorisches Werk in verschiedensten Besetzungen präsentiert, wie z.B. mit dem Subway Jazz Orchestra, der transatlantischen Band Immigration Booth und dem Johannes Ludwig Quartett, das beim Neuen Deutschen Jazzpreis 2016 den zweiten Platz belegte.

Das Fearless Trio ist sein jüngstes Baby, mit dem er seine Musik in neuer Art erklingen lässt. Hier werden bestehende Songstrukturen stärker als bisher gedehnt, aufgebrochen und im Flug neu geformt, wobei die Absenz eines Tieftöners vor allem dem Klavier besonderen Freiraum gibt, den Simon Nabatov mit größter Freude ausnutzt. Starke, einprägsame Melodien, funk-rockige Grooves und vielfarbige Harmonien werden abstrahiert, seziert, fermentiert und wieder zu einem schillernden Ganzen verschmolzen.

So spielt dieses Generationen übergreifende Trio eine faszinierende Musik, die zugleich eingängig, wild, leuchtend, unvorhersehbar, zupackend und mitreißend ist. Improvisation ohne Sicherheitsgurte, Zusammenspiel ohne Berührungsängste – „fearless“ eben.

www.fearlesstrio.de

Sommerpause 2019

Im August sind Haus und Garten der Seidlvilla geschlossen.
Wir öffnen wieder am 01. September und wünschen bis dahin schöne Ferienwochen.

10.09.2019_Booklet

Tobias Delius (Tenorsaxophon & Klarinette)
Joe Williamson (Kontrabass)
Steve Heather (Schlagzeug)

In unserem Büchlein haben wir im Lauf der Jahre verschiedenste Songs gesammelt die wir gerne spielen. Dazu gehören neben eigenen Stücken Kompositionen von Jazzmeistern wie Duke Ellington oder Herbie Nichols, von Freunden und Kollegen wie Sean Bergin oder Misha Mengelberg aber auch was von Reisen, Radio oder Kino bei uns hängengeblieben ist.

Aus diesem Büchlein können wir während unserer Improvisationen schöpfen, wobei wir nie vorab wissen welche Songs wann auftauchen (und wieder verschwinden). Daraus ergibt sich jedes mal eine überraschende Reise durch Neues, Erinnertes und Vergessenes…

Tobias Delius (GB), Joe Williamson (CAN) & Steve Heather (AUS) trafen sich in Amsterdam in den 1990er Jahren. Seit 2002 treten sie als Trio auf. Ein Konzert 2010 im Amsterdamer Bimhuis erschien als CD „BOOKLET“ (Jedso Records). Eine zweite CD „THE 100% RABBIT“ erschien 2017.

Presse:

– WAZ.de

Die Band hat sich in den 90ern in Amsterdam zusammengefunden. Ihre Musik erzählte unter anderem von prägenden musikalischen Begegnungen. Auffallend ist: die Musiker, von denen sie Inspiration schöpfen, haben ihrerseits ebenfalls eine lange Reise in die Freiheit hinter sich – sei es in rein ästhetisch-musikalischer Hinsicht oder tatsächlich die Menschenrechte betreffend.

/…/ Diese Stücke tauchten während einer ausgedehnten Improvisation auf – darunter auch Kompositionen des Bassisten Williamson – ganz zur Freude des Publikums spontan angespielt von jeweils einem der Musiker. Das hat Poesie!

– John Sharpe, All About Jazz

Another unfettered jazzy threesome appeared in nearby Kleine Wetsinge Church. Having competed his duties with Tristan Honsinger, reedman Tobias Delius was now fronting his own Booklet Trio, featuring Canadian expatriate bassist Joe Williamson and Australian drummer Steve Heather in a program where the occasional tune drifted into the spotlight, played “now you hear me now you don’t” and then departed; still, the show managed to hang together in a way that made sense. Delius’s distinctive approach melded distortion, thematic material and skronk into a mischievous whole. While playing the saxophonist looked out into the audience, his expressions varying from challenging to quizzical as the whistles and split tone shrieks jostled with fragments of melody in constantly changing ratios. Williamson’s measured bass lines wove the thread around which Delius suspended his oddly phrased bluster and tenderly etched ballads. On drums, Heather was equally sensitive, rubbing his hands across the drums heads or blowing overtones on harmonica in the improv sections but keeping time with brushes on the songs.

– Jan Kühnemund, ZEIT Online

Das „nächste große Ding“, gibt es das im Jazz überhaupt? Ja, und ich habe es gesehen: das Trio Tobias Delius Booklet.

Komplette Kritik unter http://www.zeit.de/online/2006/10/deliusbooklet

– Rolling Stone Forum

Delius stand praktisch vor meiner Nase und es war phantastisch /…/ aus der Nähe die ganzen Nuancen und tonalen Schattierungen, das Spiel mit dem Atem, den mechanischen Geräuschen zu hören, das bei Delius ja nicht alleine kommt sondern in die Töne eingebettet und integriert wird. Das Trio machte sofort Dampf, es präsentierte ein äusserst variantenreiches Set, das von freien Passagen bis nach Südafrika reichte. Aus einfachsten Grooves (einmal klöppelte Heather einen Beat fast wie auf Miles‘ „In a Silent Way“) entwickelten sich Bögen, die aber immer wieder unerwartete Haken schlugen – vom Verschwurbelt-Verspielten zum melodisch-motivischen Tenorsaxophon mit der Souveränität eines Sonny Rollins innert weniger Sekunden. Sehr toll auch, wie offen das Trio aufeinander reagiert, im permanenten Wachzustand und natürlich auch mit der Souveränität, etwas laufen zu lassen – man braucht ja nicht auf jeden Hinweis, jedes Angebot der anderen beiden einzugehen, auch im Interplay liegt die Würze oft in der Auswahl.

www.trio-booklet.com

08.10.2019_Phil Donkin „Masterfrown“

Phil Donkin (Kontrabass)
Joris Roelofs (Bassklarinette)
Wanja Slavin (Saxophon)
Martin France (Schlagzeug)

Bassist Phil Donkin hat mit seinen 37 Jahren einen langen Weg hinter sich. Von Hause aus ins englische Jazz-Leben hineingewachsen, spielte er dort mit jedem, der Rang und Namen hatte. Mit Ende Zwanzig zog es ihn nach New York, wo er sich ebenfalls schnell einen Namen als gefragter Sideman machen konnte. Seit einigen Jahren ist als drittes Standbein Berlin hinzugekommen, wo er eine Fixgröße in der sich stetig verändernden Szene geworden ist. Die lange Liste der Musiker, mit denen er kollaborierte, reicht von John Abercrombie bis Nils Wogram.

Nachdem er sich auf seinem letzten Album „The Gate“ mit Musikern aus seinem New Yorker Umfeld umgab, setzt er mit seiner Band Masterfrown ausschließlich auf europäische Kollegen. Es gibt kein Harmonieinstrument, Donkin setzt voll auf die Gestaltungsmöglichkeiten zwischen drei Melodieinstrumenten. Die individuellen Timbres der vier Musiker verschmelzen mit derartiger Wucht zu einer symbiotischen Einheit, dass das Wort Ensemble im herkömmlichen Sinne mit erheblichen Unschärfen behaftet ist.Das Album „Value“ markiert eine Zäsur: die Musik ist gleichermaßen Rückschau, Ausblick und die Justierung der eigenen Mitte. Ohne dass er das geplant hätte, wurde daraus ein sehr autobiografisches Werk, in dem verschiedene Aspekte seines bisherigen Wegs ihren Niederschlag finden.

„Value“ ist zugleich ein sehr persönliches, autobiografisch geprägtes und wahrscheinlich gerade deshalb ein offenes, global ausgerichtetes Album, das kongenial den Moment und die Ewigkeit vereint. Es ist ein kollektives Solowerk, das weitgehend ohne Soli im konventionellen Sinne auskommt und trotzdem viel Raum für individuelle Spots gibt. Vor allem aber ist es ein sehr ganzheitliches Werk, das sich nicht zuletzt über seine ehrlich ausgetragenen Paradoxa und Widersprüche definiert, die eben die große Lebensnähe dieser Musik ausmachen.

phildonkin.com

12.11.2019_Bubaran

Andreas Tschopp (Posaune)
Mats Spillmann (Trompete)
Bernhard Bamert (Posaune)
Ronny Graupe (Gitarre)
Lionel Friedli (Schlagzeug)

Inspiriert von der Klangwelt indonesischer Gamelan Orchester hat Andreas Tschopp ein Ensemble hochkarätiger Improvisatoren und Klangästheten um sich geschart, welche er von den Fesseln der wohltemperierten Stimmung befreit und auf eine Erkundungsreise durch die erhabene Schönheit metallener Schwebungen und hypnotischer Ostinati schickt.

Im Geiste ist Bubaran ein Jazzquintett. Doch schon die Besetzung – drei Blechbläser, ein Gitarrist, ein Schlagzeuger – verdeutlicht, dass damit nicht der Klang des Great American Songbooks gemeint ist, sondern vielmehr die Spielhaltung, der Erfinder- und Entdeckergeist des Jazz.

Bubaran ist ein Jazzquintett. Aber Bubaran ist auch ein Taschen – Kammerorchester, ein Fernrohr in die Klangwelt indonesischer Tempelanlagen, ein Sänger archaischer Arien, ein Volksfest auf dem Dorfplatz.

Presse:

„Bubaran ist ein überzeugendes musikalisches Statement mit einer klaren Linie“ (Ueli Bernays, NZZ)

„Tschopp nutzt den extremen Seltsamkeitsfaktor der Gamelanmusik auf vielfältige Weise und unterwandert damit unsere Hörerwartungen auf zugleich lustvolle und subversive Weise. Es braucht Zeit, bis man sich in dieser Klangwelt eingerichtet hat, aber dann hat man plötzlich das Gefühl, ein paar neue Ohren geschenkt bekommen zu haben.“ (Tom Gsteiger, Bund)

„Durch die Annäherung erzielt Tschopp Klangeffekte von eigenartiger Schönheit“ (Frank von Niederhäusern, züritipp)

„Die Schweizer Jazzszene ist um eine spannende Band mit ausgeprägtem Profil reicher“ (Stefan Künzli, az)

„Das eigenständige Leaderdebut einer starken neuen Posaunenstimme“ (Reinhard Köchl, JAZZthing)

bubaran.andreastschopp.com